Wie Süßigkeiten durch überflüssige Vitaminzusätze gesund geworben werden

Vitaminbonbons Nimm2 von Storck vielleicht der längste Etikettenschwindel der Welt

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Vitaminzusätze in Lebensmitteln sind meist nur ein plumper Verkaufstrick. Besonders Hersteller von Süßwaren und Fertigkost wollen ihre Produkte mithilfe künstlicher Vitamincocktails "gesundwerben", kritisierte die Verbraucherorganisation Foodwatch.

Dabei sind die zusätzlichen Vitamine in der Regel völlig überflüssig und werden ganz einfach wieder ausgeschieden. Mit der werblichen Auslobung von Vitaminzusätzen setzen Hersteller einen Kaufanreiz, der offenbar vor allem Eltern suggerieren soll, sie könnten ihren Kindern etwas zu Naschen geben und gleichzeitig etwas Gutes tun.

Besonders der Hersteller Storck setzt bei seinen Bonbons Nimm2 auf diese Masche: Er wirbt mit "wertvollen Vitaminen", die in Wahrheit völlig überflüssig sind. Foodwatch hat eine Recherche zu Nimm2 heute auf www.abgespeist.de, der Internet-Plattform zum Thema Etikettenschwindel, veröffentlicht. Weiterlesen »

Grillsaison: Vegetarisches auf den Rost

Rezeptportal bietet fleischfreie Alternativen

Mit dem Hochsommer fest verbunden ist für Viele das Grillen. Meist landet Fleisch auf den Rosten. Der Bundesverband Menschen für Tierrechte appelliert an die Verbraucher, fleischlose Alternativen zu Steaks, Bratwurst und Co. zu kosten. Denn mit dem Fleischkonsum ist neben den ökologischen Auswirkungen millionenfaches Tierleid verbunden. Anregungen bietet der Verband auf seinem Rezeptportal www.culinaria-vegan.de.

Hawai-Spieße mit Ananas und Zitronenthymian, Auberginen-Zucchini-Rollmöpse, marinierte Seitansteaks oder Grill-Bananen mit Curry-Sauce zum Dessert – das Rezeptportal culinaria-vegan will Appetit auf Alternativen machen und zeigt auch gleich wie es geht. Für diejenigen, die keine Zeit für Zubereitung mitbringen, serviert der Bundesverband mit seinem Portal auch Informationen über fertige Alternativen. Denn vegetarische Würstchen, Steaks, Burger oder fertige Grillmischungen werden mittlerweile auch in Supermärkten, Reformhäusern, Bioläden und über Internet-Shops angeboten. Einige Versand-Anbieter sind verlinkt.

Der Verband weist darauf hin, dass ein Umdenken in der Ernährung aus ökologischen und ethischen Gründen notwendig ist. Allein in Deutschland werden jährlich über 332 Millionen Masthühner, 43 Millionen Schweine, 3,8 Millionen Rinder und 420.000 Kälber für unsere Ernährung getötet. Gehalten werden die meisten Tiere in industriell geprägten Mastanlagen. Weiterlesen »

Größter Geflügelschlachthof in Europa genehmigt

'Der umstrittene Geflügelschlachthof in Wietze im Landkreis Celle darf gebaut werden. Das Staatliche Gewerbeaufsichtsamt Lüneburg hat gestern die Genehmigung für die Errichtung und den Betrieb erteilt. Der Bundesverband Menschen für Tierrechte befürchtet einen weiteren Boom von Mastanlagen.

Der Betreiber, die Celler Frischgeflügel GmbH, kann nach der Genehmigung zukünftig in zwei Schlachtlinien pro Woche über 2,5 Millionen Hähnchen schlachten. Dies entspricht 27.000 Tiere pro Stunde. Dies wäre die größte derartige Anlage in Europa.

Wir sind empört, dass dieser hochsubventionierte Mega-Schlachthof genehmigt wurde. Es handelt sich hierbei um eine industrielle Anlage, die den Boom der intensiven Tiermast noch weiter vorantreiben wird. Dies geht auf Kosten der Tiere und der Menschen in der Region“, so Dr. Kurt Simons, Vorsitzender des Bundesverbandes Menschen für Tierrechte.

Lothar Lochmaier: Die Bank sind wir (2010)

›Chancen und Perspektiven von Social Banking‹ (Telepolis)

Lothar Lochmaier: Die Bank sind wir (Cover)

Was ist Social Banking? Sind von Nutzern selbst organisierte Kreditgemeinschaften eine alternative Investmentklasse? Wie durchgreifend ist die ökologisch-soziale Geldanlage? Das Buch Die Bank sind wir von Lothar Lochmaier zeigt, dass gerade mit Hilfe des Internets neue Formen der Beteiligung an den Geschäftsprozessen einer Bank möglich sind, die sich mit den Begriffen Partizipation, Mitbestimmung und Transparenz verbinden.

Social Banking versucht die ›Black Box‹ der unsichtbaren grauen Eminenzen in der Finanzindustrie ans Tageslicht zu holen. Das Internet spielt eine große Rolle als Katalysator im Sinne einer neuen und nachhaltigen Investmentkultur. Beim Social Banking der zweiten Generation stellt der Kunde nicht mehr das passive Opfer von undurchschaubaren finanziellen Transaktionen dar, sondern wird selbst zum aktiven Gestalter seiner Anlageentscheidungen.

In der Einführung erläutert der Autor, wo die Defizite in der provisionsorientierten Bankberatung liegen. Ein historischer Rückblick beleuchtet die Entstehung und den Bedeutungswandel des „Social Banking“. Weiterlesen »

Bibliographische Daten
Image of Die Bank sind wir: Chancen und Perspektiven von Social Banking
Autor: Lothar Lochmaier
Verlag: Heise (2010)
Bindung: Broschiert, 160 pages

Tier des Monats Juli 2010: Das Schaf

Zahlreich für Tierversuche genutzt

Mehr Schafe als Hunde und auch Katzen landeten gemäß jüngster Statistik der Bundesregierung 2008 in Tierversuchen. Der Bundesverband Menschen für Tierrechte zeigt mit dem Schaf als Tier des Monats dessen Einsatz in Experimenten auf und stellt Informatives über Herkunft, Verhalten und natürliche Lebensweise heraus.

2008 wurden 4.810 Schafe in Experimenten eingesetzt. Ihre Anzahl ist in den letzten Jahren gestiegen und liegt deutlich über der Zahl tierexperimentell genutzter Hunde (4.450) und Katzen (803).

Gut 2.100 Schafe wurden in der Grundlagenforschung zur Untersuchung von Human- und Tierkrankheiten benutzt. Ebenso viele Schafe mussten für die Herstellung und Qualitätskontrolle von Prothesen und Implantaten, die in der Human- oder Zahnmedizin verwendet werden, ihr Leben lassen. Dazu gehören z.B. die Entwicklung und Überprüfung von Herzklappen-, Gefäßprothesen oder Zahnimplantaten. Viele der Versuche werden als hochgradig belastend für das Tier eingestuft. Weiterlesen »

Kühlwassermangel bei Kraftwerken

Deutschlands Flüsse werden immer wärmer

Am Wochenende könnten Rhein und Neckar die kritische Wassertemperatur von 28 Grad erreichen. Wie das baden-württembergische Umweltministerium mitteilt, müssten dann die Kraftwerke entlang der Flüsse vom Netz, damit die Temperatur durch das Einleiten von Kühlwasser nicht weiter erhöht wird.

Bereits eine 2009 vorgestellte Studie der Umweltschutzorganisation World Wide Fund For Nature (WWF) kam zu dem Ergebnis, dass die mittlere Fließgewässertemperaturen bis zur Mitte des 21. Jahrhunderts durchschnittlich um etwa 1,5°C ansteigen könnte.

Die Kühlwassernutzung durch thermische Kraftwerke (meist Atom- oder Kohlekraftwerke) würde durch den Temperaturanstieg zunehmend Probleme erfahren und somit auch direkt die Sicherheit der Stromerzeugung beeinflussen, so der WWF. Weiterlesen »

Thailand: Verstöße gegen Pressefreiheit bei Anti-Regierungsprotesten

Fast zwei Monate nach der Niederschlagung der Proteste in Bangkok am 19. Mai hat Reporter ohne Grenzen (ROG) einen Untersuchungsbericht zu den Einschränkungen der Pressefreiheit während und nach den gewaltsam beendeten Demonstrationen veröffentlicht.

Die Organisation kommt in dem am 8. Juli veröffentlichten Bericht zu dem Schluss, dass beide Konfliktparteien - die Regierung bzw. Armee und die oppositionellen "Rothemden" - gegen das Recht auf eine freie Berichterstattung verstoßen haben. Zudem moniert ROG, dass gründliche Ermittlungen gewalttätiger Angriffe auf Medienmitarbeiter bisher ausgeblieben sind.

Bei den Gefechten zur Beendigung der Demonstrationen wurden im Zeitraum vom 10. April bis zum 19. Mai fast 90 Menschen getötet, darunter zwei Journalisten. Zehn weitere Medienarbeiter wurden bei den Kämpfen zwischen der Armee und den Rothemden sowie deren paramilitärischen Kräften zum Teil schwer verletzt. Die Rothemden hatten den Rücktritt des Premierministers Abhisit Vejjajiva und Neuwahlen gefordert. Weiterlesen »

Gammelfleisch: Behörden müssen Sofortmaßnahmen ergreifen

Die Verbraucherrechtsorganisation Foodwatch hat die Behörden in Bund und Ländern aufgefordert, die Verbreitung von vakuumverpacktem, verdorbenem Fleisch durch Sofortmaßnahmen einzuschränken.

"Vakuumverpackung und Kühlung haben weltweit eine neue Form des Fleischverderbs hervorgebracht. Die Behörden müssen diese verdorbene Ware unverzüglich aus der Lebensmittelkette entfernen. Betroffene Betriebe müssen, ähnlich wie bei Tierseuchen, stillgelegt und grundlegend gereinigt und desinfiziert werden", erklärte Matthias Wolfschmidt, stellvertretender Foodwatch-Geschäftsführer.

Während die Standard-Untersuchungen der Behörden den Befall mit Clostridium-Bakterienstämmen nicht anzeigten, habe sich der Keim weltweit in der Fleischwirtschaft ausgebreitet. Importeure und Großhändler müssen verpflichtet werden, jede vakuumverpackte Fleisch-Charge auf die Clostridien-Stämme zu testen und Nachweise für die Kontrollbehörden bereitzuhalten. Weiterlesen »

Webradio wächst weiter

2.700 Webradios aktuell in Deutschland - Zuwachs gegenüber 2009 um über 40 Prozent

Entwicklung deutscher Webradioangebote 2006 - 2010

Durch den Ausbau des Breitband-Internets haben sowohl die Nutzung als auch die Zahl der Webradios stark zugenommen: Ende April 2010 sendeten knapp 2.700 deutsche Webradios über das Internet. Gegenüber dem Vorjahr ist die Anzahl um über 700 Sender gestiegen. Seit 2006 (mit damals 450 Internetsendern) wuchs die Anbieterzahl in Deutschland damit pro Jahr um rund 56 Prozent. Deutlich zugenommen hat auch die mobile Nutzung: Knapp die Hälfte aller Webradios sind heute mobil über das Handy zu empfangen.

Der Webradiomonitor 2010 ist die umfangreichste Marktanalyse zu Anbietern, Nutzung, Reichweiten und Werbeumsätzen von Webradios in Deutschland. Die Studie wurde im Auftrag der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM) von der Berliner Strategieberatung Goldmedia erstellt und erscheint nach 2009 zum zweiten Mal. Die Analyse basiert auf einer Primärdatenerhebung mittels Befragung aller Webradioanbieter in Deutschland, die von April bis Juni 2010 durchgeführt wurde. Die Ergebnisse werden erstmals auf den Lokalrundfunktagen 2010 in Nürnberg vorgestellt. Weiterlesen »

Belarus: Steigender Druck auf Online-Journalisten und Internetnutzer

Mit Sorge beobachtet Reporter ohne Grenzen (ROG) die wachsenden Beschränkungen der Meinungsfreiheit im Internet in Belarus. Repressionen gegen kritische Online-Journalisten und Internetnutzer haben in den vergangenen Monaten zugenommen. Zudem ist ein äußerst restriktiver Internet-Erlass seit dem 1. Juli in Kraft.

"Kritische Berichterstatter werden immer häufiger verhört, ihr

Recherchematerial beschlagnahmt, gesetzliche Regelungen unterhöhlen das Recht der freien Meinungsäußerung im Internet. Analog zu den Printmedien will die Regierung auch die Kontrolle über das Internet gewinnen", so ROG. "Diese Einschüchterungsversuche, die mit der nahenden, für Anfang 2011 geplanten, Präsidentschaftswahl zunehmen, müssen ein Ende haben: Eine pluralistische öffentliche Debatte ist essentiell für jede freie Wahl", so ROG.

Der neue Internet-Erlass unter dem Titel "Über Maßnahmen zur verbesserten Nutzung des nationalen Internet" sichert dem Staat eine weitreichende Kontrolle über Online-Inhalte und Nutzer-Zugänge zu. Internet-Provider müssen sich fortan beim Kommunikationsministerium registrieren und den Behörden technische Daten zu Netzwerken und Verbindungen liefern. Weiterlesen »

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