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Rhema
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Rhema (griech. τò ῥῆμα, etwa "Aussage", "Satzgegenstand") ist ein Begriff der Allgemeinen Linguistik und gehört zum Bereich der funktionalen Satzperspektive.
Diese bezeichnet die funktionale Methode, die Stellung der Worte nach dem Informationsgehalt für den Leser/Hörer zu interpretieren. Dabei wird vorausgesetzt, dass im alltäglichen, nicht emotional gefärbten Satz am Satzanfang das schon aus dem (Gesamt-)Text bekannte Thema steht, in der Mitte des Satzes oder am Ende die bisher unbekannte Information, das Rhema.
Dies lässt sich am besten mit einem Frage-Antwort-Paar verdeutlichen:
- Was hat Papa gestern gemacht?
- Papa hat gestern das Auto gewaschen.
Die im Fragesatz gegebene Information ("Papa", "gestern") bildet das Thema, das Erfragte dagegen ("hat das Auto gewaschen") das Rhema des Antwortsatzes.
Werden die Positionen von Thema und Rhema vertauscht (Rhema vorne, Thema hinten), so erhält der Satz eine starke Betonung oder emotionale Färbung:
- Das Auto hat Papa gestern gewaschen!
Oft wird hierdurch auch die Kohärenz eines Satzes bzw. eines Textes gestört.
Geprägt wurde diese sogenannte Thema-Rhema-Perspektive von der Prager Schule, namentlich von Vilém Mathesius.
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