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Resistograph
Aus Kefk.
Der Resistograph ist ein hochpräzises Bohrwiderstandsmessgerät, das die relative Dichteverteilung des Holzes in seinen Bohrprofilen aufzeigt. Druckholz, Fäule, Hohlräume, Risse und andere innere Defekte in Bäumen und Holzkonstruktionen können anhand typischer Profilverläufe (Messkurven) erkannt werden.
Das Bohrwiderstandsmessverfahren wurde im Jahre 1985 von den Ingenieuren Kamm und Voss zur Erkennung von Faul- und Hohlstellen im Holz zum Patent angemeldet. Frank Rinn (Diplom-Physiker) führte derzeit (ab 1986) im Rahmen seiner Diplomarbeit erste wissenschaftliche Untersuchungen und Feldanwendungen mit dem neuen Bohrwiderstandsmessverfahren an Hölzern und Bäumen durch und hat damals das Gerät zu einem anwenderfreundlichen Messgeraet weiterentwickelt. Viele seiner Versuchsarbeiten wurden später von ihm veröffentlicht. Er ist auch Inhaber der internationalen Marke Resistograph. Das Messgerät wurde somit stetig weiterentwickelt und optimiert. Heute ist der Resistograph weltweit in verschiedenen Versionen in unterschiedlichen Anwendungsbereichen zu finden. Andere Hersteller bieten Geräte mit ähnlicher oder gleicher Funktionsweise an.
Das Messprinzip
Das Messgeraet funktioniert wie folgt: eine lange, dünne Nadel (Ø 1,5 bzw. 3,0 mm) wird mit konstantem Vorschub mit Hilfe eines Elektroantriebs in das zu untersuchende Holz gebohrt, gemessen wird dabei der auf die Bohrnadelspitze einwirkende Widerstand in Abhängigkeit zur Eindringtiefe. Dieser wird elektronisch gemessen. Als Resultat erhält man eine Messkurve, die simultan zur Messung im Maßstab 1:1 auf einem Papierstreifen aufgezeichnet wird. Die Ergebnisse können zusätzlich gespeichert werden und mit der entsprechenden Software auf den PC übertragen werden. Die Daten können somit weiterverarbeitet, ausgewertet und zugeordnet werden.
In enger Zusammenarbeit mit Universitäten, Wissenschaftlern und Forschungszentren wurde das nahezu zerstörungsfreie und das besonders baumschonende Messprinzip stetig weiterentwickelt und gilt heute weltweit als wissenschaftlich und rechtlich anerkannte Untersuchungsmethode von Bäumen und Holzkonstruktionen.
Literatur
- Rinn, F. (1989): Eine neue Bohrmethode zur Holzuntersuchung. Holz-Zentralblatt 115, (34): 529-530.
- Eckstein, D. und U. Saß (1994): Holzanatomische Untersuchungen zu Bohrwiderstandsmessungen an Laubhölzern Holz als Roh- und Werkstoff (1994) 52, S. 279-286
- Rinn, F, Schweingruber, F.H., Schär, E., (1996): RESISTOGRAPH and X-ray density charts of wood comparative evaluation of drill resistance profiles and X-ray density charts of different wood species. Holzforschung 50: (4), 303-311.
- Rinn, F. (1990): Vorrichtung zur Materialprüfung, insbesondere Holzprüfung durch Bohr- bzw. Eindringwiderstandsmessung. Patent DE4122494B4, Prioritätsdatum 03.09.1990.
