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Otto B. Roegele
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Otto Bernhard Roegele (* 6. August 1920 in Heidelberg; † 6. September 2005 in Bergisch-Gladbach) war ein deutscher Publizist und Kommunikationswissenschaftler.
Leben
Roegele wurde 1920 in Heidelberg geboren und besuchte das Bruchsaler Schlossgymnasiums. Hier wurde er 1932 Mitglied der katholischen "Bruchsaler Gruppe"; 1933 Mitglied des Bundes Neudeutschland (ND). In dieser Zeit gab es immer wieder Auseinandersetzungen mit der Gestapo, die mit der Verhaftung von Mitgliedern 1939 und dem Verbot zunächst endete. Er studierte von 1938 an Philosophie, Geschichte und Medizin an der Ludwig-Maximilians-Universität München und setzte es in Heidelberg, Erlangen und Straßburg fort. 1945 wurde er in Eberhard-Karls-Universität Tübingen zum Doktor der Philosophie und in München zum Doktor der Medizin promoviert.
Zunächst arbeitete Roegele nach dem Krieg in Heidelberg und Mannheim als Arzt, schlug aber auch parallel beim Rheinischen Merkur mit dessen Gründung 1948 die Laufbahn des Journalisten ein. 1949 übernahm er dort die Chefredaktion. Ab 1963 bis zu seinem Tod blieb er einer der Herausgeber dieser Wochenzeitung. 1972 gründete er zusammen mit anderen Katholiken die Zweimonatszeitschrift "Communio", deren Mitherausgeber er war.
1963 wurde Prof. Dr. phil. Dr. med. Otto B. Roegele auf den neu gegründeten Lehrstuhl für Zeitungswissenschaft in München berufen, das mit der Leitung des "Instituts für Zeitungswissenschaft" verbunden war. Seit 1974 war er Dekan der sozialwissenschaftlichen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität München. 1985 wurde Roegele emeritiert.
Roegele war 1968 einer der Initiatoren zur Gründung des Instituts zur Förderung publizistischen Nachwuchses (ifp) in München, der Journalistenschule der deutschen Bischöfe. Er engagierte sich außerdem bei der Deutschen UNESCO-Kommission sowie dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) an. Roegele war Berater der Publizistischen Kommission der Deutschen Bischofskonferenz. Im Jahr 2000 wurde er von Papst Johannes Paul II. wegen seiner Verdienste um die katholische Publizistik zum Komturritter des Gregoriusordens ernannt. 2000 wurde die "Otto-B.-Roegele-Stiftung" zur Förderung von Forschungsprojekten auf dem Gebiet der Kommunikation gegründet.
Literatur
- Otto B. Roegele: "Plädoyer für publizistische Verantwortung", UVK Medien Verlagsgesellschaft Konstanz 2000, ISBN 3896693018
Weblinks
- Literatur von und über Otto B. Roegele im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Nachruf des Rheinischer Merkur
- "Die katholische Jugendgruppe Neudeutschland in Bruchsal" in Pfarrzeitung der Pfarrkirchen St. Anton, St. Paul und St. Peter in Bruchsal, S. 4 ff.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Roegele, Otto B. |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Publizist und Kommunikationswissenschaftler |
| GEBURTSDATUM | 6. August 1920 |
| GEBURTSORT | Heidelberg, Deutschland |
| STERBEDATUM | 6. September 2005 |
| STERBEORT | Bergisch-Gladbach |
