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Krankenhaus

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Bild:Charité (Berlin).jpg
Blick auf das Bettenhaus der Universitätsklinik Charité (Campus Mitte) vom Dach des Reichstages
Bild:KlinikumAachen.jpg
Das Universitätsklinikum Aachen ist das größte Krankenhausgebäude Europas
Bild:Krankenhaus Ilmenau.JPG
Ein typisches Kleinstadt-Krankenhaus (Ilmenau)

Ein Krankenhaus (als organisatorischer Teilbereich auch Klinik/Klinikum und (veraltet) Hospital, in Österreich und der Schweiz auch oft Spital) ist eine Einrichtung, in der durch ärztliche und pflegerische Hilfeleistung die Krankheiten, Leiden oder körperlichen Schäden festgestellt und geheilt oder gelindert werden. Auch die Geburtshilfe und die Sterbebegleitung rechnen zu den Aufgaben eines Krankenhauses.

Rechtlich wird in Deutschland unter einem Krankenhaus ein Betrieb im Sinne des Krankenhausfinanzierungsgesetzes (KHG) verstanden, in dem die zu versorgenden Personen untergebracht und verpflegt werden können.

Ein militärisches Krankenhaus wird Lazarett genannt.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte des Krankenhauses

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Arzt im Krankensaal eines Hospitals, Druck von 1682

Hauptartikel: Geschichte des Krankenhauses

Die Aufgaben eines Krankenhauses haben sich im Laufe der Zeit gewandelt. Ursprünglich war die Medizin eng mit der Religion verbunden. So dienten die Tempel des Alten Ägyptens auch der Behandlung von Kranken. Die ersten eigenständigen Einrichtungen, die sich um Kranke kümmerten sind aus Sri Lanka und später auch aus Indien bekannt. Die ersten Lehrkrankenhäuser stammen aus Persien. Im Mittelalter diente ein Krankenhaus auch als Armenhaus oder Unterkunft für Pilger. So stammt der Begriff Hospital von dem lateinischen Wort hospes ab. Meistens wurde die Pflege von Mönchen oder Nonnen geleistet, so zum Beispiel im Hôtel-Dieu. Im 18. Jahrhundert kamen die ersten modernen Krankenhäuser auf. So wurde im Jahre 1710 die Charité als Pestkrankenhaus gegründet.

Krankenhäuser wurden immer weniger eine Stätte der Versorgung für Arme, sondern ein Platz intensiver medizinischer Diagnostik und Therapie, sowie ein Platz der Lehre und Ausbildung.

Aufgaben eines Krankenhauses

Das moderne Krankenhaus ist ein Dienstleistungsanbieter im Sektor Gesundheitswesen und seine Aufgaben liegen darin, den kranken, leidenden und hilfesuchenden Menschen ein umfassendes Angebot an zum Teil hoch spezialisierter Diagnostik und Therapie zum Zwecke der medizinischen Rehabilitation anzubieten. Diese Aufgabe wird als Krankenhausbehandlung bezeichnet und umfasst die Bereiche

Oftmals sind Krankenhäuser als Universitätsklinikum auch ein Zentrum von Lehre und Forschung, die ihre Anstrengungen auf eine Steigerung der Leistungen im Bezug auf medizinische Forschung und Aus- und Fortbildung sowie auf Anhebung der Pflegequalität richten.

Der Begriff Fachklinik wird für solche Krankenhäuser verwandt, die sich auf begrenzte, oft aber hochspezialisierte stationäre Gesundheitsdienstleistungen spezialisiert haben.

Da in Krankenhäusern immer neben der Pflege auch eine medizinische Versorgung rund um die Uhr gewährleistet wird, bieten sie auch eine medizinische Notfallversorgung an, meistens über eine Rettungsstelle oder über eine zentrale Notaufnahme, Ambulanz oder Poliklinik. Die Ausstattung und personelle Kapazität für diese Art der Notfallversorgung ist sehr unterschiedlich. So bieten spezialisierte Traumazentren bedingt durch Ausstattung und Übung eine bessere Versorgung an. Mehrere Studien zeigen, dass mit der Anzahl der Fälle auch die Qualität der Versorgung ansteigt.

Neben der Notfallversorgung wird auch bei geplanten Eingriffen zunehmend auf die Fallzahlen geachtet, und Zentren mit spezialisierter Diagnostik werden gebildet (z.B. Brustzentrum). Die sogenannten Allgemeinen Krankenhäuser, die ein großes Spektrum vielfältiger Krankheiten adäquat versorgen können, werden immer seltener.

Klassifikation

Krankenhäuser kann man nach der Zahl der behandelten Patienten (weiter unterteilt nach Hauptdiagnose) oder (Plan-)Betten, nach dem Träger oder ihrem Tätigkeits- bzw. Forschungsschwerpunkt klassifizieren. Im internationalen Vergleich ist die Zahl der Betten jedoch nicht aussagekräftig, da beispielsweise durch eine kürzere Liegedauer und mehr ambulante Versorgung die Krankenhäuser außerhalb Deutschlands mit weniger Betten dennoch mehr Patienten versorgen können.

Sie können auch klassifiziert werden nach dem Krankenhausträger, ob öffentlich, freigemeinnützig oder privat. Öffentliche Träger können zum Beispiel Bund, Länder und Gemeinden sein, freigemeinnützige zum Beispiel Diakonie, Rotes Kreuz oder soziale Vereinigungen (z.B. Wohlfahrtsverbände): Ein Universitätsklinikum, ein Landeskrankenhaus, ein städtisches Haus, ein Kreiskrankenhaus, ein Bundeswehrkrankenhaus (Träger ist jeweils die gleichnamige Institution bzw. Gebietskörperschaft wie ein Landkreis); ein katholisches, evangelisches, jüdisches Haus, ein Krankenhaus einer privat geführten Krankenhauskette etc. Nach Angaben der Deutschen Krankenhausgesellschaft wurden im Jahr 2004 von 2.166 Kliniken in Deutschland 36 Prozent von öffentlichen Trägern, 38,4 Prozent von freigemeinnützigen Trägern und 25,6 Prozent von privaten Unternehmen betrieben.

Sie können eingeteilt werden nach den angebotenen Leistungen, dem Leistungsspektrum, ob sie eine Fachklinik oder eher ein allgemeines Krankenhaus darstellen. Universitätskliniken vergeben an Krankenhäuser die an der Ausbildung beteiligt sind noch den Titel des akademischen Lehrkrankenhauses.

In der staatlichen Krankenhausplanung wird im Rahmen der Gesundheitsvorsorge nach verschiedenen Anforderungs- und Versorgungsstufen unterteilt:

Seit dem 31. August 2005 müssen zugelassene Krankenhäuser nach § 108 SGB V strukturierte Qualitätsberichte veröffentlichen. Der Bericht muss im Abstand von höchstens zwei Jahren regelmäßig erstellt werden. Auf Grundlage der Berichte ist es Patienten und Ärzten möglich, die Kennzahlen der Krankenhäuser (z.B. die der Anzahl erfolgreich durchgeführter Operationen) zu vergleichen und damit die Güte der Patientenversorgung einzuschätzen.

Ein vor allem für die Weiterbildungsordnungen der Ärztekammern wichtiger Begriff ist der des Akutkrankenhauses. Unter einem Akutkrankenhaus versteht man ein Krankenhaus, bei dem für Akutfälle sowohl Tag- als auch Nachtaufnahmebereitschaft besteht und ein breites Spektrum akuter Behandlungsfälle vorliegt.

Krankenhaus-Statistik Deutschland

Nachfolgende Werte wurden vom Statistischen Bundesamt über die Anzahl der Einrichtungen, Betten und Patientenbewegungen zwischen 1991 und 2004 erhoben.[1]

Jahr/Land Krankenhäuser Betten Fallzahl Belegungstage in 1000 Verweildauer in Tagen Auslastung in Prozent
1991 2 411 665 565 14 577 204 204 14,00 84,10
1992 2 381 646 995 14 975 198 769 13,20 83,90
1993 2 354 628 658 15 191 190 741 12,50 83,10
1994 2 337 618 176 15 498 186 049 11,90 82,50
1995 2 325 609 123 15 931 182 627 11,40 82,10
1996 2 269 593 743 16 165 175 247 10,80 80,60
1997 2 258 580 425 16 429 171 837 10,40 81,10
1998 2 263 571 629 16 847 171 802 10,10 82,30
1999 2 252 565 268 17 093 169 696 9,90 82,20
2000 2 242 559 651 17 263 167 789 9,70 81,90
2001 2 240 552 680 17 325 163 536 9,40 81,10
2002 2 221 547 284 17 432 159 904 9,20 80,10
2003 2 197 541 901 17 296 153 518 8,90 77,60
2004 2 166 531 333 16 802 146 746 8,70 75,50
davon (2004):
Baden-Württemberg 316 62 387 1 914 16 968 8,90 74,30
Bayern 387 79 674 2 550 21 597 8,50 74,10
Berlin 71 20 531 695 6 065 8,70 80,70
Brandenburg 47 15 534 508 4 497 8,80 79,10
Bremen 14 5 877 193 1 632 8,50 75,90
Hamburg 47 11 848 392 3 276 8,40 75,50
Hessen 172 37 059 1 178 9 948 8,40 73,30
Mecklenburg-Vorpommern 34 10 390 373 3 040 8,10 79,90
Niedersachsen 206 45 518 1 478 12 940 8,80 77,70
Nordrhein-Westfalen 456 130 489 3 946 35 650 9,00 74,60
Rheinland-Pfalz 98 25 780 809 6 792 8,40 72,00
Saarland 26 7 351 259 2 145 8,30 79,70
Sachsen 86 28 507 888 8 056 9,10 77,20
Sachsen-Anhalt 51 17 332 564 4 909 8,70 77,40
Schleswig-Holstein 105 16 297 534 4 602 8,60 77,10
Thüringen 50 16 759 520 4 630 8,90 75,00

In Deutschland liegt der Bettenstand im Vergleich mit anderen Ländern relativ hoch. Dabei ist ein kontinuierlicher Trend zum Bettenabbau zu verzeichnen. Auch bei der Einweisungsquote und Verweildauer sind die deutschen Zahlen vergleichsweise hoch. Dies ist in der unterschiedlichen Strukturierung des Gesundheitswesens der verschiedenen Länder begründet. Der Trend der letzten Jahren zur Verkürzung der Verweildauer setzte sich auch 2005 fort.[2] Eher unterdurchschnittlich sind in Deutschland die Kosten pro Fall, was man einerseits mit der eher niedrigen Personalausstattung, zum anderen mit der Verteilung der Kosten auf viele Fälle erklären kann.

26 % der Krankenhäuser sind in privater (2000: 22,3 %), 36 % in öffentlicher und 38 % in freigemeinnütziger Trägerschaft.

Seit einigen Jahren existiert ein Trend hin zu Konzentration durch Klinikfusion und zur privaten Trägerschaft. Viele private Krankenhäuser sind Teil von größeren Krankenhausketten z.B. der Rhön-Klinikum AG, der Asklepios Kliniken, der Sana Kliniken oder der Helios Kliniken GmbH.

Kliniksterben

USA </br>2001 Australien </br>2000 Schweden </br>2000 Deutschland </br>2004
Akutbetten </br>pro 1000 Einw. 2,9 3,8 3,2 5,7
Verweildauer </br>in Tagen 5,8 6,1 5 8,7
Krankenhausfälle </br>pro 1000 Einw. 112,4 157,7 162,6 191,6

...ist ein in Deutschland in politischen Diskussionen verwendetes Schlagwort, mit dem Kritiker der Gesundheitsreform die abnehmende Zahl von Krankenhausbetten und die damit verbundene Schließung von Krankenhäusern und Kliniken bezeichnen.

Als Folge der langjährigen Reformbestrebungen im deutschen Krankenhausbereich, zuletzt der Einführung des DRG-Abrechnungssystems, traten strukturelle Veränderungen in der Krankenhauslandschaft ein, die auch nach Abschluss der Konvergenzphase 2009 noch weiter andauern werden. Das DRG-System ersetzt die früher individuell verhandelten Pflegesätze zunächst durch eine klinikspezifische, bis 2009 jedoch bundeslandweit einheitliche diagnoseabhängige Pauschalvergütung für jeden Behandlungsfall. Kliniken mit niedrigen Betriebskosten bzw. hoher Produktivität kommen damit gegenüber anderen Häusern besser zurecht.

Kritiker befürchten, dass es trotz intensiver Sanierungsanstrengungen und trotz Konzentration und Privatisierung zu zahlreichen Insolvenzen von Krankenhäusern kommen wird, was die flächendeckende Versorgung gefährde. Durch die Auswahl von Patienten, die ausreichende Einnahmen bei geringen Kosten erwarten lassen, werde versucht, den zunehmenden Einsparungsdruck auszuweichen. Ebenso werde versucht, Leistungen in die nachstationäre ambulante Versorgung zu verlagern, was polemisch Blutige Entlassung genannt wird. Die angestrebte integrierte Versorgung sei bisher noch nicht entwickelt.

Bisher haben nur wenige Krankenhäuser tatsächlich Insolvenz angemeldet, etwa im Jahr 2005 das Evangelische Krankenhaus Rheda-Wiedenbrück (70 Betten). Verkäufe und Schließungen von kommunalen, Landkreisen und von den Ländern (z.B. Universitätsklinika) betriebener Krankenhäuser an sogenannte Krankenhausketten und Fusionen kleinerer Anbieter sind ungleich häufiger. Eines der bekanntesten Beispiele dafür ist das Krankenhaus Moabit. Universitätsklinika werden zunehmend in andere Rechtsformen, z.B. als Anstalt des öffentlichen Rechts überführt, um Mitarbeiter nach Haustarifverträgen entlohnen zu können.

Nach Berechnungen der Unternehmensberatung McKinsey wird jede dritte der untersuchten Kliniken nach der Konvergenzphase ihre Kosten nicht mehr decken können. Die Deutsche Krankenhausgesellschaft schätzt, dass in Deutschland bis 2014 ungefähr 330 von derzeit 2.200 Krankenhäusern überzählig sein werden; andere Schätzungen gehen bis zur doppelten Anzahl. Es besteht die Gefahr, dass in strukturschwachen Gebieten die flächendeckende Versorgung mit allen Leistungen nicht mehr gewährleistet werden kann (vgl. Lüngen, Lauterbach 2002).

Befürworter der Veränderungen sehen die zunehmende Reduzierung von Krankenhausbetten und Kliniken in Deutschland aus wirtschaftlichem und gesundheitspolitischem Blickwinkel als dringend notwendigen Abbau von Überkapazitäten, unter dem die Qualität der flächendeckenden Versorgung nicht leiden werde. Vielmehr werde damit ein wichtiger Beitrag zur Sicherung der Finanzierung des Gesundheitssystems geleistet.

Gliederung eines Krankenhauses

Organisatorische Gliederung

Sie können gegliedert werden nach den Fachabteilungen, z.B. Chirurgie, Innere etc. oder den Berufsgruppen, z.B. Ärzte, Pfleger, etc..

Dementsprechend setzt sich die Geschäftsführung oder Gesamtbetriebsleitung paritätisch zusammen aus Ärztlichem und Pflege- und Verwaltungsdirektoren.

Häufig ist darunter noch eine Organisationsebene "Kliniken" entsprechend der wichtigsten bzw. dort vertretenen medizinischen Subspezialitäten anzutreffen (Ärztl. Direktor der ... Klinik etc).

Neben der Ambulanz zur kurzen oder an mehreren einzelnen Tagen sich ergänzenden Behandlung sonst zuhause lebender Patienten gibt es die stationäre Krankenhausaufnahme. Dabei bezeichnet Aufnahme sowohl eine Verwaltungs-Abteilung im Krankenhaus zur Erledigung der Aufnahmeformalitäten wie auch diese Formalitäten selbst. Die Krankenhausaufnahme ist mit einem Vertragsabschluss verbunden, der neben der Krankenbehandlung Wahlleistungen, z.B. die Unterbringungsform, Chefarztbehandlung und deren Bezahlung umfassen kann. Bis zur Entlassung, im idealen Fall als Genesender, müssen durch die Verwaltung die verschiedenen Dienstleistungen dem entsprechend erfasst und in Rechnung gestellt werden. Dazu dient ein Krankenhausinformationssystem, das als Datenbank angelegt ist und vor allem den "Workflow" nachvollziehbar macht. Die gesammelten Informationen können den beteiligten Fachabteilungen durch das Rechenzentrum schnell zu Verfügung gestellt werden.

Klassische Gliederung

Viele Krankenhäuser sind organisatorisch in verschiedene Abteilungen unterteilt. Eine Abteilung entspricht einer medizinischen Fachrichtung und wird als Klinik bezeichnet, z.B.: Chirurgische Klinik, Klinik für Innere Medizin, Klinik für Gynäkologie, Radiologie, Labor usw.

Viele Kliniken vereinen therapeutische, diagnostische und pflegerische Einrichtungen unter sich.

Neuere Gliederung

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modernes Krankenzimmer

In einem sogenannten Modulsystem wird nur in therapeutische, diagnostische und pflegerische Bereiche unterschieden.

In der Krankenpflege von Patienten werden in diesem System folgende Bereiche unterschieden:

  • Low Care Station
    Zur Aufnahme von nur geringfügig pflegebedürftigen oder kurzzeitig stationär behandelten, meist relativ mobilen Patienten.
  • Normalstation
    Dient zur Pflege und Behandlung bettlägeriger Patienten, die keiner Intensivpflege bedürfen.
  • Überwachungsstation (Intermediate Care)
    Eine Station, in der nicht beatmete Patienten am Monitor intensivmedizinisch überwacht werden können, jedoch keine (umfassende) intensivmedizinische Betreuung möglich ist.
  • Intensivstation (Intensive Care)
    Betreuen beatmungspflichtige Patienten und Langliegepatienten, die sehr pflegeintensiv sind.

Es gibt auch eine Bildung von Zentren, in denen man sich an Krankheitsbildern orientiert. Dadurch sollen die sogenannten Behandlungspfade in der Patientenversorgung optimiert werden.

Funktionelle Gliederung

Ein Krankenhaus lässt sich in sieben funktionale Bereiche gliedern:

In Deutschland regelt die DIN 13080 die Unterteilung eines Krankenhauses, ein Umstand, der bei der staatlichen Förderung von Krankenhäusern eine wichtige Rolle spielt.

Kostenstruktur eines Krankenhauses

Laut dpa gaben die Kliniken im Jahr 2004 56,2 Milliarden Euro aus, also knapp ein Prozent mehr als 2003. Die stationäre Behandlung eines Patienten war 2004 4,1 % teurer als im Vorjahr und kostete durchschnittlich 3.350 Euro pro Fall. Die Einnahme- und Ausgabestruktur wird anhand der Krankenhausbuchführungsverordnung ermittelt.

Einnahmen

Die Finanzierung kann monistisch, oder wie bei öffentlichen Häusern in Deutschland üblich über eine Duale Finanzierung durch die öffentliche Hand (Investitionszuschüsse der Länder) und Krankenkassen erfolgen. Zu diesen Einnahmen kommen noch zusätzliche sonstige Leistungen (z.B. Cafeteria). Für Abrechnungszwecke wurde das Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus gegründet, das die Häuser bei der komplizierten Dokumentation von Fallgruppenpflege, Kodierung der Leistungen und der Kalkulation unterstützt.

Ausgaben

Die Ausgaben eines Krankenhauses lassen sich grob in zwei Positionen aufteilen:

  • 70 % Personalkosten
  • 30 % Sachkosten

Die Sachkosten untergliedern sich wiederum wie folgt:

  • Investitionskosten
  • Arzneimittelkosten
  • Kosten für Fremdinstitute, z.B. Spezielle Laboruntersuchungen
  • Medizinische Verbrauchsgüter, z.B.:
    • Implantate wie Herzschrittmacher
    • Knochenprothesen
  • Medizinische Einmalartikel, z.B. Spritzen, Tupfer
  • Strom, Wasser, Energie, Gase
  • Reinigung, Entsorgung
  • Verwaltungskosten
  • Versicherungen, z.B.:
    • Arzt- und Mitarbeiterhaftpflichtversicherung
    • Gebäude- und Geräteversicherungen
  • Instandhaltungskosten
    • Geräteinstandhaltung
    • Umbau von Gebäudeteilen
    • Reparaturkosten an den Gebäuden

Siehe auch

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft e.V. (DKG) ist der 1949 gegründete, gemeinnützige Interessen- und Dachverband der Krankenhausträger.

Verschiedene Krankenhausarten:

Literatur

  • Michael Arnold, Jürgen Klauber, Henner Schellschmidt: Krankenhaus-Report 2002. Schattauer, Stuttgart 2002, ISBN 3-7945-2219-2 (Periodikum)
  • Ernst Bruckenberger: Dauerpatient Krankenhaus: Diagnosen und Heilungsansätze. Lambertus, Freiburg im Breisgau 1989, ISBN 3-7841-0440-1
  • Peter Eichhorn (Hrsg.): Krankenhausmanagement. Urban und Fischer, München und Jena 2000, ISBN 3-437-21590-6
  • M. Eversmeyer: Das DRG-System stoppt in Australien nicht den Ausgabenanstieg in: f&w, Führen und Wirtschaften im Krankenhaus, 3(2001), 230-232
  • Michel Foucault: Die Geburt der Klinik. 1963 (Taschenbuchausabe: Fischer, Frankfurt am Main 1988, ISBN 3-596-27400-1)
  • Dieter Jetter: Grundzüge der Krankenhausgeschichte. 1800–1900. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1977, ISBN 3-534-07278-2
  • Ludwig Klasen: Grundriss-Vorbilder von Gebäuden aller Art. Abth.IV. Gebäude für Gesundheitspflege und Heilanstalten. Baumgartner, Leipzig 1884 (Digitalisat)
  • Jürgen Klauber, Bernt-Peter Robra, Henner Schellschmidt (Hrsg.): Krankenhaus-Report 2006 - Schwerpunkt: Krankenhausmarkt im Umbruch. Schattauer, Stuttgart 2006, ISBN 3-7945-2490-X
  • Gerhard Kocher, Willy Oggier (Hrsg.): Gesundheitswesen Schweiz 2007-2009. Hans Huber, Bern 2007, 422 S., 69 Abb., 193 Tab., ISBN 978-3-456-84422-0
  • M. Lüngen, K. Lauterbach: Führen DRG zur Spezialisierung von Krankenhäusern? in: Gesundheitsökonomie und Qualitätsmanagement 7 (2002), 93-95
  • Bernhard Mann: Krankenhaussoziologie und Gesundheitswesen. Soziologische Revue. Jahrgang 27 (2004), S. 480-491, ISSN 0343-4109
  • Axel Hinrich Murken: Vom Armenhospital zum Grossklinikum. Die Geschichte des Krankenhauses vom 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart. DuMont, Köln 1988, ISBN 3-7701-2134-1

Quellenangaben

  1. Erhebung des Statistischen Bundesamtes
  2. Pressemitteilung des Statistischen Landesamtes Baden-Württemberg – Nr. 016: Sachkosten nahmen relativ stärker zu als Personalkosten. 12. Januar 2007

Weblinks

wikt:
Wiktionary
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