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Kolumne
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Die Kolumne (von lateinisch: columna, ‚Säule‘) bezeichnet im Buchdruck den zur Seite gestalteten Satz eines Druckwerks, bei mehrspaltigem Satz, wie bei Zeitungen üblich, auch dessen einzelne Spalten. Davon abgeleitet wird in der Presse ein kurzer (meist einspaltiger) Meinungsbeitrag ebenfalls als Kolumne bezeichnet.
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Die Kolumne im Buchdruck
In der Fachsprache wird die Seite eines Buches als Kolumne bezeichnet, bei mehrspaltigem Satz,(zum Beispiel bei Bibelausgaben), auch dessen einzelne Spalten. Die Kolumne ist ein Textgliederungsmittel. „Die Kolumne kann den gesamten Satz bzw. Schriftspiegel füllen; dieser kann aber auch in mehrere Kolumnen unterteilt sein.“ [1] Es gibt verschiedene Arten der Mehrspaltigkeit. So kann ein fortlaufender Text, aber auch unterschiedliche Textteile in Kolumnen angeordnet sein. Diese Form der Anordnung wählt der Buchgestalter oder Typograph dann, wenn sich die Textteile aufeinander beziehen, also z.B. Ergänzungen, Erklärungen und Kommentare zum Haupttext sind. Somit wird das Lesen und Verständnis des Textes erleichtert. Hier können die Kolumnen eine unterschiedliche Breite und Schriftgröße haben. Diese Art von Mehrspaltigkeit findet man häufig bei wissenschaftlichen Werken, z.B. bei juristischen Texten. Die Verwendung von mehreren Kolumnen bei fortlaufendem Text findet man häufig bei Nachschlagewerken, Zeitschriften und Zeitungen.
Siehe auch: Kolumnentitel, Satzspiegel, Typografie, Buchgestaltung
Die Kolumne als journalistische Form
In den Printmedien steht der Begriff vor allem für eine journalistische Form. Es handelt sich um einen kurzen Meinungsbeitrag, der sich meist über nicht mehr als eine Zeitungsspalte erstreckt. Diese Kolumnen erscheinen meist regelmäßig an gleicher Stelle mit gleichem Titel, wie das berühmte, sogar mittlerweile als eigenes Buch erschienene „Streiflicht“ auf der ersten Seite der Süddeutschen Zeitung. Häufig gibt es sie auch als Namenskolumne eines einzelnen Autors. Die Berliner Tageszeitung TAZ hat beispielsweise in jeder Ausgabe eine feste Namens-Kolumne, die jeden Wochentag wechselt. Gelegentlich gelten Kolumnen als wichtiges Traditions- und Kundenbindungs-Motiv für Zeitungsleser, so bei der Dubliner Qualitätszeitung Irish Times.
Der Kolumne nahe stehend und nicht klar von ihr zu unterscheiden sind die Glosse, die Causerie und der Kommentar.
Der erste Zeitungskolumnist war John Hill, der am 11. März 1751 mit einer täglichen Kolumne im „London Advertiser“ und der „Literary Gazette“ begann. Er schrieb unter dem Pseudonym „Der Inspektor“.
Viele bekannte Schriftsteller benutzten die Kolumne als Medium, bevor ihnen der Durchbruch als Schriftsteller gelang, da ihnen von Zeitungsverlagen lukrative Honorare angeboten werden, um den Werbeeffekt des berühmten Namens ausnutzen zu können. Ähnliches gilt für nicht mehr aktive Politiker.
Oft wird die Kolumne auch vom Herausgeber der Druckschrift in Form eines Editorials zur Darlegung der Blattlinie und als Stellungnahme zu aktuellen Ereignissen benutzt.
Bekannte Kolumnisten (Auswahl)
- Dave Barry (* 1947)
- Ralf-Ingo Bauer
- Erma Bombeck (1927-1996)
- Xaver Dietz (* 1960)
- Andrea Maria Dusl (* 1961)
- Max Goldt (* 1958)
- Herbert Hufnagl (1945-2005)
- Charles Krauthammer (* 1950)
- Friedrich Küppersbusch (* 1961)
- Harald Martenstein (* 1953)
- Andreas Mölzer (* 1952)
- Flann O'Brien (1911-1966)
- Dorothy Parker (1893-1967)
- Peggy Parnass (* 1934)
- Hermes Phettberg (* 1952)
- Harry Rowohlt (* 1945)
- Harald Schmidt (* 1957)
- Bastian Sick (* 1965)
- Daniel Spitzer (1835 -1893)
- Armin Thurnher (* 1949)
- Franz Josef Wagner (* 1943)
- Günther Zehm (* 1933)
- Sarah Kuttner (* 1979)
Literatur
- Helmut Hiller, Stephan Füssel:Wörterbuch des Buches. 6. Auflage. Vittorio Klostermann, Frankfurt am Main 2002. ISBN 3-465-032209
- Reclams Sachlexikon des Buches. Hrsg. von U. Rautenberg. 2., verbesserte Auflage. Reclam Verlag, Stuttgart 2003. ISBN 3-15-010542-0
Referenzen
- ↑ zit. nach: Rautenberg Reclams Sachlexikon des Buches S. 303.
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