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Kaliumhexacyanidoferrat(III)

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Konstitutionsformel
\mathrm{3 \ K^+ \ [Fe^{III}(CN)_6]^{3-}}
Allgemeines
Name Kaliumhexacyanidoferrat(III)
Andere Namen Kaliumferricyanid,
Rotes Blutlaugensalz,
Ferrozin,
Rotkali,
Kaliumhexacyanoferrat(III),
Ferricyankalium
Summenformel C6FeK3N6
CAS-Nummer 13746-66-2
Kurzbeschreibung rubinrote, monokline Kristalle
Eigenschaften
Molmasse 329,26 g·mol-1
Aggregatzustand fest
Dichte 1,89 g/cm3
Schmelzpunkt Zersetzung ab 300 °C
Siedepunkt nicht zutreffend
Dampfdruck ? Pa (? °C)
Löslichkeit gut löslich in Wasser: 464 g/l (20 °C), schlecht löslich in Ethanol
Sicherheitshinweise
Gefahrensymbole
keine Gefahrensymbole
R- und S-Sätze keine
MAK keine MAK
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
Wikipedia
Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Kaliumhexacyanidoferrat%28III%29, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.

Kaliumhexacyanidoferrat(III) ist ein Salz mit der Konstitutionsformel K3[Fe(CN)6]. Es wird auch als Kaliumferricyanid, Ferricyankalium, Rotes Blutlaugensalz, Ferrozin oder Rotkali bezeichnet; nach älterer Nomenklatur der IUPAC auch noch als Kaliumhexacyanoferrat(III). Die wässrige Lösung zersetzt sich im Licht unter Bildung von Fe(OH)3.

Inhaltsverzeichnis

Herstellung

Die Herstellung erfolgt durch Oxidation von Kaliumhexacyanidoferrat(II) mit H2O2 oder elektrochemisch.

Verwendung

Bild:Blutlaugensalz gr.jpg
Kaliumhexacyanidoferrat(III)

Das Salz wird als mildes Oxidationsmittel bei organischen Synthesen eingesetzt. In der Analytik wird es zum Nachweis von Eisen(II)-Ionen verwendet. Dabei entsteht das sogenannte Turnbulls Blau.

Blaupausen werden mit Kaliumferricyanid hergestellt. Außerdem wird es in der Färberei, als Stahlhärtungsmittel, als Holzbeize und in der Fotografie verwendet, z. B. als Teil des Farmerschen Abschwächers.

Bei unsachgemäßem Umgang kann sich aus Kaliumhexacyanidoferrat(III) durch verschiedene Reaktionen die sehr giftigen Blausäure (Cyanwasserstoff) bilden. Diese Gefahr ist insbesondere bei Reaktionen mit starken Säuren unter Wärmeeinwirkung gegeben. Auch bein Kontakt mit starken Säuren in der Kälte kann unter ungünstigen Umständen Blausäure freiwerden, da Kaliumhexacyanoferrat(III) im Gegensatz zu Kaliumhexacyanoferrat(II) einen schwachen Ligandenaustausch von Wasser und Cyanid zeigt.

Siehe auch

Weblinks

Sicherheitsdatenblätter

Sicherheitsdatenblätter für Kaliumhexacyanidoferrat(III) verschiedener Hersteller in alphabetischer Reihenfolge:

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