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Haufwerk
Aus Kefk.
Haufwerke sind Gemische aus festen Partikeln, die lose vermengt oder fest miteinander verpresst oder verbacken sind.
Die einzelnen Partikel können unterschiedliche Korngrößen aufweisen. Es kann Partikel von unterschiedlicher Zusammensetzung geben: Sie können aus Reinstoffen bestehen, z. B. aus verschiedenen pharmazeutischen Wirkstoffen in Tabletten, oder ihrerseits aus fest miteinander verbundenen Gemischen, z. B. bei Baustoffen wie Kies.
Loses und trockenes Haufwerk bezeichnet man als Schüttgut.
Sedimente sind geologische Formationen, die durch Erosionsprozesse natürlich entstanden sind, und Haufwerke darstellen, die aus Geröll bestehen.
Die Bezeichnung „Haufwerk“ stammt ursprünglich aus dem Bergbau, wo die in Haufen geschichteten, aus dem Bergwerk herausgebrochenen Gesteinsbrocken gemeint sind.
Durch Mischen unterschiedlicher Haufwerke wie Sand und grobkörnigem Kies entstehen Haufwerke mit neuer Charakteristik und entsprechend anderem Verwendungszweck.
Der Anteil der Partikel pro Korngröße wird durch die Sieblinie angegeben. Eine stetige Siebline erhält man bei Haufwerken mit vielen unterschiedlichen Korngrößen, was in bestimmten Anwendungen erwünscht ist, weil das Gemisch dann wenig Hohlräume enthält. So wird bei der Beton-Herstellung eine höhere Festigkeit erzielt, wenn die Sieblinie des verwendeten Haufwerks stetig ist.
Andere Anwendungen vermeiden gerade die stetige Sieblinie im verwendeten Haufwerk, wenn es nämlich darum geht, ein poröses Endprodukt zu erhalten. Ein Beispiel dafür ist ein Betonpflaster, das wasserdurchlässig ist ("Ökopflaster", "Sickerpflaster", "Drain-Pflaster"). Hier wird im geringen Umfang eine Körnung 0 - 1 mm sowie hauptsächlich eine Körnung um 5 mm verwendet. Die Sieblinie weist also eine charakteristische Lücke zwischen 1 und 5 mm auf. Ein solches Produkt wird dann auch als "haufwerksporig" bezeichnet. Es findet Verwendung, wo Regenwasser dem Grundwasser zugeführt werden soll, statt zunächst oberflächlich und dann durch die Kanalisation abzulaufen.
