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Einphasenwechselstrom
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Der Einphasenwechselstrom ist ein Wechselstrom, der durch eine zweipolige Leitung fließt. Der Strom, der z.B. in Deutschland aus der Steckdose kommt, ist ein Einphasenwechselstrom. Aus dem Dreiphasenwechselstrom des Niederspannungsnetzes gewonnener Einphasenwechselstrom hat einen Außenleiter, einen Neutralleiter und einen Schutzleiter. Da der Strom stets die Richtung wechselt, kann beim Anschluss der Geräte der Stecker beliebig in die Steckdose gesteckt werden.
Beim Einphasenwechselstrom für Bahnzwecke gibt es (bei der üblichen einpoligen Oberleitung) nur zwei Leiter, die Schiene und die Oberleitung, welche die volle Spannung gegen Erde führt.
Bei einphasigen Bahnstromversorgungsleitungen liegt der Wert der Betriebsspannung zwischen den beiden Leitern. Der Hochspannungstransformator verfügt über eine Mittelanzapfung, welche über eine Induktivität in der Schaltanlage geerdet ist. Somit hat eine 110-kV-Bahnstromleitung eine Spannung von 55 kV gegen Erde.
Anwendungsbereiche
Einphasenwechselstrom kommt in Privathaushalten fast ausnahmslos nur mehr gemeinsam mit Drehstrom vor. Nur die Bahn benötigt wegen der einpoligen Oberleitung (die Schienen dienen als Rückleiter) die elektrische Energie als Einphasenstrom (siehe Bahnstrom). Wegen der besseren Verwendbarkeit und seiner ähnlichen Verwendungsmöglichkeit wie Gleichstrom für die Hauptschlussmotoren, ist die Frequenz des Bahnstroms 16 2/3 Hz, abweichend von der üblichen Frequenz des öffentlichen Stromnetzes von 50 Hz.
In Privathaushalten, Gewerbebetrieben und Industrie innerhalb der Europäischen Union und in der Schweiz, werden typische Einphasenkreise mit geringer Leistung (zum Beispiel Beleuchtungsstromkreise) mit 230 V und 50 Hz installiert. Drehstromverbraucher werden dagegen mit Dreiphasenwechselstrom versorgt.
Die meisten elektrifizierten europäischen Eisenbahnen benutzen den Einphasenwechselstrom. Bei den Staatsbahnen der deutschsprachigen Ländern (DB, ÖBB, SBB) beträgt die Spannung 15.000 V bei einer Frequenz von 16,7 Hz. Bei der französischen SNCF sind es 25.000 V und 50 Hz. Andere Bahnen, wie die italienische werden dagegen mit Gleichstrom betrieben.
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