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Elektronische Datenverarbeitung
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Die Elektronische Datenverarbeitung (kurz EDV oder DV genannt) ist der Sammelbegriff für die Erfassung und Bearbeitung von Daten durch elektronische Maschinen. Elektronische Maschinen waren früher elektromechanische Maschinen, welche mit Lochkarten arbeiteten, heute sind es in der Regel Computer.
Inhaltsverzeichnis |
Inhalte, Aufgaben und Funktionen der Elektronischen Datenverarbeitung
Die Datenverarbeitungstechnik beinhaltet den Aufbau von Rechnern (PCs, Microcontroller, SPS) sowie die Organisation und Funktionsweise von Software.
Rechner empfangen Daten, interpretieren sie und handeln der Software entsprechend. Die Datenverarbeitungstechnik ist mit der Informationstechnik verwandt.
Als Grundschema der Elektronischen Datenverarbeitung gilt das so genannte EVA-Prinzip (Eingabe-Verarbeitung-Ausgabe). Neben der Neubeschaffung und Verwaltung der EDV-Anlage stellt die Entsorgung ein zunehmendes Problemfeld dar (siehe Elektronikschrott).
Mittlerweile findet die Datenverarbeitung zunehmend auch in lokalen und globalen Netzwerken statt, wobei die Telekommunikation dabei eine immer wichtigere Rolle spielt.
EDV in Betrieben und Institutionen
In den meisten größeren Betrieben ist die EDV-Abteilung für die Bereitstellung und Aufrechterhaltung (Administration/Systembetreuer) der notwendigen Computer-Infrastruktur zuständig (Hardware, Software, Netzwerk). Gleiches gilt für öffentliche Institutionen. In Schulen ist für diese Aufgabe häufig eine Lehrperson abbestellt, die hierfür eine Reduktion ihres Lehrdeputats um ein bis zwei Wochenstunden erhält.
EDV und IT
Datenverarbeitung wird teils mit Informationstechnik (oder IT) synonym benutzt. Der Begriff Informationstechnik hat jedoch eine umfassendere Bedeutung und bezeichnet auch solche Techniken der Verarbeitung von Informationen, die nicht mit der DV im klassischen Sinne verbunden werden, etwa Präsentationstechnik oder Videoconferencing.
Entwicklung und Geschichte der EDV
Als Begründer der maschinellen, elektromechanischen Datenverarbeitung gilt Herman Hollerith, der Lochkarten einsetzte, um die Datenmengen der Volkszählung 1890/1891 in den USA zu bewältigen. Die dafür entwickelte Tabelliermaschine wurde im Laufe der Zeit um weitere Maschinen wie den Lochkartensortierer, den Lochkartenmischer, den Stanzer, den Drucker usw. ergänzt. Schließlich entstand aus dem umfangreichen Absatz dieser Produkte ein großes Firmenimperium, die IBM. Diese Techniken wurden in Firmen und Behörden als Organisationsmittel bis ca. 1980 angewandt.
Die auf Grund von Wahlmaschinen umstrittene Präsidentenwahl in den USA 2000 vor allem in Florida ist ein letztes Indiz für die elektromechanische statistisch arbeitende Tabelliermaschine. Die Daten wurden gelocht und per Maschine ausgewertet.
Im Deutschen Reich unter dem Nationalsozialismus (Drittes Reich) war jeder Einwohner auf Lochkarten erfasst. In einer Spalte dieser Lochkarten wurde die Religionszugehörigkeit erfasst. Maschinell sortiert und ausgedruckt ergab sie ein Hilfsmittel des Holocausts. Lochkarten wurden auch etwa zur Steuerung des Eisenbahnverkehrs benutzt. Siehe „IBM und der Holocaust“ Autor „Edwin Blank“, Propyläen Verlag, Berlin 2001 ISBN 3549071302.
Als Pionier der elektronischen Datenverarbeitung gilt Konrad Zuse, der zunächst elektromechanische Rechenmaschinen in Relaistechnik herstellte. Mit der Einführung der Halbleitertechnik wurden elektronische Rechenmaschinen (Computer) in Folge breit verfügbar und revolutionierten somit die Datenverarbeitung. Der Computer kann aufgrund seiner hohen Verarbeitungsgeschwindigkeit sehr große Datenmengen bewältigen.
Computer (Rechner, Prozessor) erleichtern heute die Datenverarbeitung, sie ersetzen (-elektro(-mechanische)) Maschinen durch programmierbare Elektronik.
Quellen
http://stefan-winterstein.de/papers/hollerith-ibm/
http://www.pattonhq.com/ibm.html
Siehe auch
Weblinks
- Openbook: Kompendium der Informationstechnik EDV-Grundlagen, Programmierung, Mediengestaltung (von Sascha Kersken)
- Abkürzungen aus EDV, IT und Technik www.edv-abkuerzungen.de
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