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Biografismus

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Biografismus bezeichnet seit dem 18. Jahrhundert eine literaturwissenschaftliche Methode, nach der fiktionale Texte vor allem oder auch ausschließlich über die Biografie des Autors erschlossen werden. Der Begriff wird meist abwertend verwendet.

Die Wortbildung erschließt sich entsprechend aus dem Begriff Biografie (von gr. βιογραφία: βíος das Leben und γραφή die Schrift), sowie dem Suffix -ismus (von gr. -ισμός für eine Geisteshaltung)

Zu Autoren, an denen der Biografismus angewandt wurde, gehören beispielsweise Voltaire, der dies durch eine umfassende öffentliche Selbstinszenierung auch provozierte, aber ebenso Franz Kafka, in dessen Literatur nicht wenige biografische Elemente zu finden sind.

Literatur

  • Tomaševskij, Boris: Literatur und Biographie. Übersetzt aus dem Russischen von Sebastian Donat. In: Jannidis, Fotis; Lauer, Gerhard; Martinez, Matias und Winko, Simone (Hrsg.): Texte zur Theorie der Autorschaft. Stuttgart: Reclam 2000, S. 46-61. (ISBN 3150180589)

Siehe auch

Wikipedia
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