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Bevölkerungsqualität

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Bevölkerungsqualität ist ein Begriff, der ausdrücken soll inwieweit die Bevölkerung eines Landes gesund, gebildet und arbeitsfähig ist.

Manche halten diesen Begriff allerdings für eine eklatante politische Unkorrektheit, da er suggeriert, dass es für die Unterschieden zwischen den Menschen außer den bekannten und allgemein anerkannten auch noch biologische (genetische) Ursachen gibt, die nicht ohne weiteres durch Sozialisation und Bildung verändert werden können. Besonders oft wird der Begriff im Zusammenhang mit der Familienpolitik der Volksrepublik China benutzt. So heißt es beispielsweise im Bevölkerungs- und Geburtenplanungsgesetz der Volksrepublik China in § 2: "China ist ein bevölkerungsreiches Land. Die Durchführung von Geburtenplanungspolitik ist eine grundlegende politische Leitlinie des Staates. Der Staat ergreift umfassende Maßnahmen, um die Bevölkerungszahl zu kontrollieren und die Bevölkerungsqualität zu erhöhen. Der Staat stützt sich bei der Entwicklung der Bevölkerungs- und Geburtenplanungsarbeit auf Aufklärungsarbeit, den wissenschaftlichen und technischen Fortschritt, einen umfassenden Service und den Aufbau und die Perfektionierung eines Systems der Belohnung und der sozialen Gewährleistung. Möglicherweise liegt es jedoch auch an einer unzureichenden Übersetzung.

Der politisch korrekte Begriff für den Sachverhalt sei deshalb Humankapital, welches jedoch zum Unwort des Jahres 2004 gewählt wurde, da es Menschen nur auf ihre Arbeitskraft reduziere. Doch auch der Begründer dieses Begriffs, der Nobelpreisträger für Wirtschaft von 1979 Theodore Schultz definiert Humankapital unter Verwendung des oben genannten Begriffes wie folgt: " [Es ist] ... davon auszugehen, dass alle menschlichen Fähigkeiten entweder angeboren oder erworben sind. Jeder Mensch kommt mit einer genetischen Grundausstattung zur Welt, die seine angeborenen Fähigkeiten bestimmt ... In diesem Buch werden die angeborene Bevölkerungsqualität, soweit sie bewertbar ist, und die durch geeignete Investitionen erworbene und vermehrte Bevölkerungsqualität zusammen als Humankapital bezeichnet."

Literatur

  • Jac Fitz-enz Renditefaktor Personal, Campus, 2003
Persönliche Werkzeuge