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Bauingenieurwesen
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Das Bauingenieurwesen ist eine Ingenieurwissenschaft, die sich mit der Konzeption, Planung, Berechnung, Herstellung und dem Betrieb von Bauwerken des Hoch-, Tief- und Wasserbaus auseinandersetzt. In diesem Zusammenhang werden ebenfalls Fragen des technischen Umweltschutzes, beispielsweise lärmtechnische und Schadstoffuntersuchungen, behandelt.
Die Berufsbezeichnung lautet Ingenieur bzw. Bauingenieur.
Inhaltsverzeichnis |
Bereiche des Bauingenieurwesens
Das Bauingenieurwesen gliedert sich in die Bereiche:
- Konstruktiver Ingenieurbau (Statik, Baudynamik, Stahlbau, Massivbau, Holzbau, Hochbau, Glasbau, Grundbau)
- Wasser und Umwelt (Wasserwirtschaft, Siedlungswasserwirtschaft, Abfallwirtschaft, Wasserbau, Küsteningenieurwesen, Energiewasserbau, Hydromechanik, Stahlwasserbau, Stauanlagenbau, Verkehrswasserbau, Hydrologie)
- Verkehrswegebau (Straßen- und Wegebau, Verkehrsplanung, Eisenbahnbau, in Teilen auch Städtebau)
- Baubetrieb und Bauleitung
- Baustoffkunde, Baustoffprüfung, Bauchemie, Bauphysik
- Bauinformatik
Weiterhin gibt es noch Spezialisierungsgebiete wie Sanierung und Bauwerkserhaltung.
Studium
An Universitäten (sehr häufig auch an Technischen Universitäten) und Fachhochschulen ist das Studium des Bauingenieurwesens eines der drei klassischen Ausbildungswege (neben Elektrotechnik und Maschinenbau) für angehende Diplomingenieure. Bei erfolgreichem Studienabschluss wird der Titel Diplomingenieur (bzw. der Diplomingenieur (FH)) verliehen. Im Zuge einer Vereinheitlichung der Strukturen der Hochschulbildung in Europa (Bologna-Prozess) können alternativ teilweise bereits die Titel Bachelor of Science und Master of Science bzw. Bachelor of Engineering und Master of Engineering erlangt werden. An vielen Universitäten erhält man nach Erreichen des Titels Diplomingenieur eine Gleichwertigkeitsbescheinigung zum Master of Science.
Die wissenschaftliche Weiterqualifikation des Bauingenieurs als ”Doktor der Ingenieurwissenschaften (Dr.-Ing.)” oder "Ph. D. Eng" ist an einer Universität bzw. Technischen Hochschule in einem Promotionsverfahren möglich.
An Berufsakademien werden ebenfalls Bauingenieure ausgebildet. Der entsprechende Titel lautet dann "Dipl.- Ing. (BA)". Es handelt sich hierbei jedoch nicht um einen akademischen Grad.
In Österreich wird ebenfalls der akademische Grad "Dipl.-Ing." bzw. "DI" auf Master-Niveau verliehen. In Österreich wird auch - auf Antrag - die Standesbezeichnung "Ingenieur der Fachrichtung Bauwesen" nach einer 5 jährigen Ausbildung an einer Höheren Technischen Lehranstalt (HTL) und einer mindestens 3-jährigen einschlägigen Berufstätigkeit vergeben. Der HTL-Ausbildungsabschluss entspricht der Matura (Reifeprüfung) sowie einer HTL-Diplomprüfung, da die Ausbildung an einer HTL ein Jahr in den tertiären Bildungsbereich überhängt und somit höherwertiger als das deutsche Abitur ist.
Berufsbild
Konzipieren, Planen, Berechnen, Konstruieren, Organisieren, aber auch Verwalten sind die wichtigsten Tätigkeitsmerkmale des Bauingenieurs. Technische Lösungen von Bauingenieuren sind immer einerseits der Sicherheit (Standsicherheit, Betriebssicherheit, Gebrauchstauglichkeit) und andererseits der Wirtschaftlichkeit verpflichtet. Bauingenieure arbeiten sowohl in Unternehmen aller Größenordnungen in Bauindustrie und Bauhandwerk als auch in Ingenieurbüros unterschiedlichster Größen. Auch im Bereich der öffentlichen Verwaltung sind Bauingenieure beschäftigt. Sie können Angestellte, Freiberufler oder Beamte sein. Häufig arbeiten Bauingenieure eng mit Architekten und Stadtplanern zusammen.
Bauingenieure sind u. a. tätig als
- Tragwerksplaner,
- Bauleiter,
- Gutachter,
- Wasserbauingenieure,
- Verkehrswegeplaner,
- Tiefbauingenieure,
- Facility Manager.
Siehe auch
Weblinks
- Deutsches Ingenieur Blatt - Fachmagazin für die Ingenieure des Bauwesens
- Bauingenieur - Fachzeitschrift
- bauingenieur24 - Online-Magazin für Bauingenieure
- http://www.werde-bauingenieur.de/ - Webseite zum Thema Bauingenieur
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