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Architekturstudium

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Das Architekturstudium kann in Deutschland an nahezu allen größeren Hochschulstandorten betrieben werden. Der Fachbereich ist hierbei an verschiedenen Hochschulformen angesiedelt:


Das Studium unterscheidet sich jedoch weniger durch die Hochschulform, sondern ist schon von Fachbereich zu Fachbereich sehr verschieden. Bei der Wahl des Studienstandortes sollte daher das individuelle Profil und der Ruf des Fachbereichs im Vordergrund stehen, nicht die Hochschulform.


Inhaltsverzeichnis

Zugangsvoraussetzungen

Die Zugangsvoraussetzungen sind sehr unterschiedlich und ändern sich häufig. Am besten wendet man sich direkt an die Hochschulen, um genaue Angaben zu bekommen. Einige Hochschulen führen ein eigenes Auswahlverfahren durch, in dem die künstlerische Eignung der Studienbewerber geprüft werden soll (Mappenvorlage, Gespräch etc.)

Studiendauer

Die Studiendauer ist je nach Hochschule und angestrebten Abschluss unterschiedlich. Ein Studium mit dem Abschluss Diplom-Ingenieur umfasst normalerweise neun Semester Regelstudienzeit und für die Fachhochschule acht. Ein Masterstudium (nach neuer Regelung) neun Semester. Dazu kommen jeweils noch ein bis zwei Semester für die Abschlussarbeit. Bei vielen Hochschulen ist ein Praxissemester in den Studienablauf integriert. Die durchschnittliche Studiendauer liegt jedoch oft wesentlich über der theoretischen Regelstudienzeit.

Studienrichtungen

Grundsätzlich sind in Deutschland drei verschiedene Studienrichtungen zu unterscheiden, auf die man sich bereits durch die Wahl der Hochschule festlegt: Architektur (Hochbau), Innenarchitektur und Landschaftsarchitektur. Beim "klassischen" Architekturstudium (Hochbau) gibt es dann meist verschiedene Vertiefungsrichtungen, die man nach dem Grundstudium wählt, z.B. Städtebau, Baudenkmalpflege, Baumanagement.

Inhalte

Die Definition der Inhalte ist - wie die Selbstdefinition des Berufes des Architekten - kontinuierlichen Änderungen unterworfen. Das Spannungsfeld reicht von der Ausbildung zum Generalisten bis zur Konzentration auf einzelne Aspekte. Die Inhalte sind abwechslungsreich und weit gestreut. Das Studium umfasst ein sehr breites Themenspektrum von Gebäudekunde über naturwissenschaftlichen Themen (Bauchemie, Bauphysik), technische Themen (Baukonstruktion, Tragwerkslehre), kreative Themen (Entwerfen, Darstellungstechnik) bis hin zu sozio-kulturellen Themen. Je nach Fachbereich und individuellen Interessen gibt es verschiedene Vertiefungsrichtungen. Das Architekturstudium vermittelt den Studenten grundlegende Kenntnisse und das nötige Wissen, um später als Architekt arbeiten zu können. Viel wichtiger als das Wissen ist jedoch das Training der individuellen Fähigkeiten, Strategien und Arbeitstechniken.

Form der Lehre

Die Form der Lehre ist von Fach zu Fach, von Professor zu Professor sehr unterschiedlich und daher kaum generell zu erklären. In den Fächern, in denen es um Wissensvermittlung geht, findet die Lehre vornehmlich in Vorlesungen und Übungsseminaren statt. In den Fächern zur Steigerung der individuellen Fähigkeiten der Studenten und der Entwicklung einer eigenen Haltung (Baukonstruktion, Entwerfen)ist dies jedoch nicht sinnvoll. Statt dessen werden im Rahmen individueller Aufgabenstellungen und Projekte mit viel Eigeninitiative Kenntnisse von den Studenten selbst erarbeitet. Es gibt Lehrende, die den Studenten in Form einer "Meisterklasse" ihr Architekturkonzept, ihre Techniken "beibringen". Die Studenten profitieren dabei unmittelbar von dem Erfahrungsschatz des Lehrenden. Das andere Extrem ist das Lernen durch Ausprobieren und Selbermachen, ein langsamer und schwer quantifizierbarer Prozess.

Abschluss

Je nach Hochschule ist der Abschluss verschieden. Bisher war es vor allem der Diplom-Ingenieur / die Diplom-Ingenieurin Architektur. Der Titel "Architekt" ist in Deutschland geschützt und darf nur von Mitgliedern der Architektenkammern getragen werden. Nur mit diesem Titel ist man in Deutschland bauvorlageberechtigt. Außerdem ist es an einigen Hochschulen möglich, einen Abschluss als Bachelor / Master zu erwerben. Dabei wird der Bachelor-Abschluss teilweise von den deutschen Architektenkammern als nicht berufsqualifizierend angesehen, weshalb man trotz erfolgreichen Abschlusses nicht den Titel "Architekt" führen darf. Vorteile dieses Abschlusses liegen in dem modularen Studienaufbau und der - angeblich - höheren internationalen Vergleichbarkeit.

Links

Wikipedia
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