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Alternanz (Linguistik)

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Von Alternanz oder englisch Alternation spricht man in der Linguistik, wenn zwei verschiedene Realisierungen desselben Phonems (d.h. seine Allophone) oder eines Morphems unter bestimmbaren Bedingungen in komplementärer Distribution auftreten.

Beispiele:

  • Phonologische Alternanz (deutsch): [t] versus [d] in [hunt] versus [hundə], wegen der Auslautverhärtung stimmloser Konsonanten im Deutschen.
  • Morphologische Alternanz (französisch): je versus moi als unbetontes (verbundenes) versus betontes (unverbundenes) Pronomen der 1. Person Singular.

Die Beziehungen zwischen alternierenden Formen können nach Regeln beschrieben werden. Im Lexikon einer generativen Grammatik wird aus Gründen der Beschreibungsökonomie nur die angenommene Grundform (z.B. [hunt]) aufgeführt, während die alternativen Formen ([hundə]) durch Regeln davon abgeleitet werden.

Literatur

  • Werner Welte, Moderne Linguistik: Terminologie / Bibliographie, Teilband I, München 1974, p.56-58
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