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Aemulatio

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Aemulatio (lat. Nacheiferung) bezeichnet die wetteifernde Nachahmung und das Überbieten eines Vorbildes in der Literatur und Kunst.

Die Aemulatio ist nach antiker Kunstauffassung kein Gegensatz zur Originalität.(vgl. Horaz, Ars poetica V. S. 119 ff.) In der Romantradition des 18. und 19. Jahrhunderts spielt dieser Begriff eine entscheidende Rolle. Autoren haben stets versucht sich an vorhergehenden Romanen zu orientieren und sich mit diesen zu messen. Man vergleiche nur die Entwicklung des Bildungsromans. Goethe versuchte mit seiner Variante den Typ des Bildungsromans zu erweitern und sein Wilhelm Meister tritt somit nicht nur in Konkurrenz mit Wielands Geschichte des Agathon sondern versucht noch diesen noch zu überbieten. Bis zur Moderne ist das Überbieten des Vorherdagewesenen entscheidend. Erst ab der Postmoderne versuchen Romane dieses nicht mehr.

Literatur

  • Aemulatio. Hrsg. von Siegmar Dörpp. Göttingen 2001.
  • Bauer, B.: Aemulatio. In: Ueding, Gert (Hg.): Historisches Wörterbuch der Rhetorik. Bd. 1. Sp.: 141-187.Tübingen 1992. ISBN 3484681071
Wikipedia
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