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Athtar

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Athtar (ugaritisch ʿṯtr; moabitisch ʿštr; altsüdarabisch ʿṯtr, hadramitisch auch ʾṯtr-m oder ʾs3tr-m; frühnordarabisch ʿṯtr, ''ʿtr, kurz ʿ(t); auch Attar) war ein westsemitischer Gott. Sein Name entspricht dem der Göttin Astarte bzw. Ischtar, dementsprechend stellt er wohl die Vergötterung des Planeten Venus dar. Er wurde in Palästina und in Arabien verhert, jedoch scheint auch in Mesopotamien ursprünglich ein männliches Äquivalent zur Göttin Ischtar verhert worden zu sein.

Inhaltsverzeichnis

Palästina-Syrien

Nord- und Zentralarabien

In Thamud wird Athtar hauptsächlich in Personennamne erwähnt, über seine Funktion und Verhehrung ist dagegen nichts bekannt. Neuassyrische Quellen legen jedoch nahe, dass Athtar in Nordarabien eine sehr hohe Verherung genoss.

Südarabien

Athtar scheint der wichtigste Gott des altsüdarabischen Pantheons gewesen zu sein, dementsprechend erscheint er stets zu Beginn von Anrufungsformeln, die an mehrere Götter gerichtet sind. Athtar war einerseits der Gott des von Natur aus fruchtbaren Landes, andererseits aber auch ein kämpferischer Gott, der den Feinden den Tod brachte sowie ein Gewittergott. Besonders in letzterer Funktion trat er als „Athtar des Osten“ auf. Neben dieser Erscheinungsform sind besonders aus Ma'in noch weitere Formen überliefert, darunter Athtar dhu-Qabdum, die offizielle Form des minäischen Athtar. Wichtige Heiligtümer befanden sich am Dschebel el-Laudh bei Chartum es-Sud im östlichen Dschauf, vermutlich in Naschq sowie vor den Toren von Qarnawu. Sein Symboltier war die Gazelle.

Literatur

  • Maria Höfner: Die vorislamischen Religionen Arabiens, in: C. M. Schröder (Hrsg.): Die Religionen der Menschheit, Band 10,2. Kohlhammer Stuttgart, 1970, S. 234-402 (zu Athtar S. 243-244, 268-272, 283, 290-291, 294, 377)
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