Fauna

Tier des Monats Juli 2010: Das Schaf

Zahlreich für Tierversuche genutzt

Mehr Schafe als Hunde und auch Katzen landeten gemäß jüngster Statistik der Bundesregierung 2008 in Tierversuchen. Der Bundesverband Menschen für Tierrechte zeigt mit dem Schaf als Tier des Monats dessen Einsatz in Experimenten auf und stellt Informatives über Herkunft, Verhalten und natürliche Lebensweise heraus.

2008 wurden 4.810 Schafe in Experimenten eingesetzt. Ihre Anzahl ist in den letzten Jahren gestiegen und liegt deutlich über der Zahl tierexperimentell genutzter Hunde (4.450) und Katzen (803).

Gut 2.100 Schafe wurden in der Grundlagenforschung zur Untersuchung von Human- und Tierkrankheiten benutzt. Ebenso viele Schafe mussten für die Herstellung und Qualitätskontrolle von Prothesen und Implantaten, die in der Human- oder Zahnmedizin verwendet werden, ihr Leben lassen. Dazu gehören z.B. die Entwicklung und Überprüfung von Herzklappen-, Gefäßprothesen oder Zahnimplantaten. Viele der Versuche werden als hochgradig belastend für das Tier eingestuft. Weiterlesen »

Tier des Monats Juni 2010: Die Ratte

Verkannt und missbraucht

Wohl keine Tierart wird so verkannt wie die Ratte. Zudem ist die Ratte nach der Maus das am zweithäufigsten eingesetzte Versuchstier.

Der Bundesverband Menschen für Tierrechte stellt mit der Ratte als Tier des Monats Juni auf seiner Website www.tier-des-monats.tierrechte.de Informatives zu Abstammung, Verhalten und Bedürfnissen heraus und legt ihre Verwendung in Versuchen dar. Darüber hinaus stehen Beispiele für Ersatzmethoden im Focus. Weiterlesen »

Tier des Monats Mai 2010: Der Affe

Verlierer auf EU- und Bundesebene

Mit dem Affen als Tier des Monats Mai möchte der Bundesverband Menschen für Tierrechte die aktuelle Situation von Affen als Versuchstiere in den Fokus stellen. Denn die neue EU-Tierversuchs-Richtlinie, die die Versuchstierpraxis in der EU auf Jahre festschreiben und damit auch Affenversuche weiterhin legitimieren wird, wird in den kommenden Monaten in Brüssel verabschiedet.

Zudem hat das Verwaltungsgericht Bremen den ersten mündlichen Verhandlungstermin hinsichtlich Fortsetzung der aufsehenerregenden Affenversuche des Bremer Hirnforschers Prof. Dr. Andreas Kreiter für den 28. Mai anberaumt.

Hirnforschungsversuche, wie die des Prof. Dr. Andreas Kreiter, werden zunehmend als medizinisch fragwürdig und als ethisch nicht mehr vertretbar empfunden. Da die Bremer Gesundheitsbehörde den Antrag auf weitere Genehmigung zurückwies und der Forscher dagegen Widerspruch einlegte, wird nun das Verwaltungsgericht Bremen entscheiden. Weiterlesen »

Totes Java-Nashorn in Vietnam

Tierart auf asiatischem Festland ausgestorben?

Das Skelett eines toten Java-Nashorns wurde im vietnamesischen Cat Tien Nationalpark in der Lam Dong Provinz entdeckt. Wie eine Untersuchung der Umweltschutzorganisation World Wide Fund For Nature (WWF) und der örtlichen Naturschutzbehörden ergeben hat, wurde das Tier von Wilderern erschossen und das wertvolle Horn nach dem Tod herausgerissen.

Auf dem asiatischen Festland leben höchstens noch zehn der seltenen Großsäuger. „Es ist unklar, ob es überhaupt noch Java-Nashörner in Vietnam gibt“, sagt WWF-Experte Martin Geiger. Der Fund sei eine niederschmetternde Nachricht für die verzweifelten Schutzbemühungen und leider symbolisch für die Situation charismatischer Säugetierarten in ganz Asien. Weiterlesen »

Bayerns Grundschüler wissen kaum etwas über Pflanzen

Wald-Pisa-Studie: Kinder kennen den Wald nicht mehr

Landtagsabgeordneter Josef Miller mit einer Münchner Schulklasse

Wenn Kinder Kühe malen, sind die oft lila - wie in der Schokoladen-Werbung. Wenn Kinder Bäume malen, sind die zwar grün wie in der Natur - wirklich Ahnung vom Wald mit seinen Pflanzen und Tieren haben die bayerischen Schüler aber auch nicht.

Egal, ob sie in der Stadt oder auf dem Land wohnen: Grundschüler haben nur ein sehr überschaubares Wissen über den Wald und seine Bedeutung für Mensch und Natur. Dies hat eine wissenschaftliche Studie in Bayern im Auftrag der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) ergeben, die am Mittwoch im Walderlebniszentrum Grünwald bei München vorgestellt wurde. Weiterlesen »

123 neue Arten auf Borneo entdeckt

Forscher finden tierische Farbenkünstler im „Heart of Borneo“

Im „Herzen Borneos“ wurden 123 bislang unbekannte Tier- und Pflanzenarten entdeckt. Das berichtet der WWF-Report „Borneos neue Welt“, der am Donnerstag veröffentlicht wird.

Zu den neuen Arten gehören unter anderem ein fliegender Frosch, der seine Haut- und Augenfarbe ändert, und eine flammenfarbene Schlange. Insgesamt fanden die Forscher 67 Pflanzen, 17 Fische, fünf Frösche, drei Schlangen, einen Vogel, 29 Wirbellose und zwei Echsen. Weiterlesen »

Mut zu mehr Wildnis im Garten!

Die Deutsche Wildtier Stiftung rät: Jetzt Futter für Falter säen

Schmetterlinge haben jetzt endlich wieder Saison. Pünktlich mit den ersten wärmenden Sonnenstrahlen sind sie unterwegs. Sie heißen Admiral, Tagpfauenauge, Kleiner Fuchs, Zitronen- oder Distelfalter und sind willkommene Gäste in unseren Gärten.

"Wenn wir sie mit süßem, energiereichem Nektar versorgen, kommen sie besondern gern", sagt Birgit Radow, Geschäftsführerin der Deutschen Wildtier Stiftung. "Wer jetzt bei der Gartenarbeit an Schmetterlinge denkt, versorgt gleichzeitig nützliche Insekten, Vögel und andere heimische Wildtiere mit Nahrung und Deckung."

Um den tierischen Gästen im Garten etwas zu bieten, heißt jetzt die Devise: Futter für Falter & Co säen und pflanzen! Weiterlesen »

Tier des Monats April 2010: Die Katze

Zuhause geliebt, im Labor gequält

Die Katze als Haustier ist bei den Deutschen sehr beliebt: 8,2 Millionen Katzen lebten 2008 in 16,5 Prozent der Haushalte. Der Bundesverband Menschen für Tierrechte stellt mit der Katze als Tier des Monats April Wissenswertes zu Felis catus, der Hauskatze, auf seiner Website zusammen und zeigt vor allem ihren Einsatz in deutschen Forschungslaboren auf.

Seit dem Jahr 2000 schwankt die Zahl der in Tierversuchen verwendeten Katzen, sie bewegt sich laut Versuchstierstatistik der Bundesregierung jeweils zwischen 500 und 1.000 Tieren pro Jahr.

Eingesetzt werden Katzen u.a. in der Hirnforschung, der Magen-Darm-Forschung sowie zur Erforschung von Tierkrankheiten. Darunter sind im Bereich der Seh- oder Hörforschung auch noch immer Versuche, bei denen intakte Augenmuskeln durchtrennt bzw. das Gehör zerstört wird. Weiterlesen »

Neue Tierart auf Madagaskar entdeckt

WWF-Expedition findet bislang unbekannte Lemurenart

Forscher haben auf Madagaskar eine bislang unbekannte Lemurenart entdeckt. Die Wissenschaftler wurden während einer WWF-Expedition in der Dornenwaldregion Ranobe im Südwesten Madagaskars auf das Säugetier aufmerksam. Genau handelt es sich dabei um eine neue Unterart eines Riesenmausmaki. Bisher waren davon lediglich zwei Arten bekannt.

Von den Einheimischen werden die Lemuren, die ausschließlich auf Madagaskar vorkommen, erfurchtsvoll „Waldgeister“ genannt. Von den bislang bekannten 94 Arten werden 30 auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion als bedroht geführt.

Die Region, in der neue Riesenmausmaki entdeckt wurde, ist jüngst auf Betreiben des World Wide Fund For Nature (WWF) als Naturschutzgebiet ausgewiesen worden. Weiterlesen »

Versuchstier des Jahres 2010 gekürt: Das Schwein

Der Bundesverband Menschen für Tierrechte hat heute das Schwein zum Versuchstier des Jahres 2010 ernannt. Der Verband möchte damit Experimente mit Schweinen aus der Anonymität des Labors holen, alternative Forschungsverfahren darstellen sowie die Forderung nach tierversuchsfreier Forschung verstärken.

2008 wurden laut Bundeslandwirtschaftsministerium 13.102 Schweine in Tierversuchen eingesetzt, darunter über 2.500 Tiere in der Grundlagenforschung, fast 6.000 in der Erforschung und Entwicklung von Medizinprodukten und über 2.000 Schweine in der Aus- und Weiterbildung. Weitere Tiere landeten u.a. in Giftigkeitstests von Substanzen oder wurden für Organ- und Gewebeentnahmen getötet. Weiterlesen »

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