Artenvielfalt

Kühlwassermangel bei Kraftwerken

Deutschlands Flüsse werden immer wärmer

Am Wochenende könnten Rhein und Neckar die kritische Wassertemperatur von 28 Grad erreichen. Wie das baden-württembergische Umweltministerium mitteilt, müssten dann die Kraftwerke entlang der Flüsse vom Netz, damit die Temperatur durch das Einleiten von Kühlwasser nicht weiter erhöht wird.

Bereits eine 2009 vorgestellte Studie der Umweltschutzorganisation World Wide Fund For Nature (WWF) kam zu dem Ergebnis, dass die mittlere Fließgewässertemperaturen bis zur Mitte des 21. Jahrhunderts durchschnittlich um etwa 1,5°C ansteigen könnte.

Die Kühlwassernutzung durch thermische Kraftwerke (meist Atom- oder Kohlekraftwerke) würde durch den Temperaturanstieg zunehmend Probleme erfahren und somit auch direkt die Sicherheit der Stromerzeugung beeinflussen, so der WWF. Weiterlesen »

Totes Java-Nashorn in Vietnam

Tierart auf asiatischem Festland ausgestorben?

Das Skelett eines toten Java-Nashorns wurde im vietnamesischen Cat Tien Nationalpark in der Lam Dong Provinz entdeckt. Wie eine Untersuchung der Umweltschutzorganisation World Wide Fund For Nature (WWF) und der örtlichen Naturschutzbehörden ergeben hat, wurde das Tier von Wilderern erschossen und das wertvolle Horn nach dem Tod herausgerissen.

Auf dem asiatischen Festland leben höchstens noch zehn der seltenen Großsäuger. „Es ist unklar, ob es überhaupt noch Java-Nashörner in Vietnam gibt“, sagt WWF-Experte Martin Geiger. Der Fund sei eine niederschmetternde Nachricht für die verzweifelten Schutzbemühungen und leider symbolisch für die Situation charismatischer Säugetierarten in ganz Asien. Weiterlesen »

123 neue Arten auf Borneo entdeckt

Forscher finden tierische Farbenkünstler im „Heart of Borneo“

Im „Herzen Borneos“ wurden 123 bislang unbekannte Tier- und Pflanzenarten entdeckt. Das berichtet der WWF-Report „Borneos neue Welt“, der am Donnerstag veröffentlicht wird.

Zu den neuen Arten gehören unter anderem ein fliegender Frosch, der seine Haut- und Augenfarbe ändert, und eine flammenfarbene Schlange. Insgesamt fanden die Forscher 67 Pflanzen, 17 Fische, fünf Frösche, drei Schlangen, einen Vogel, 29 Wirbellose und zwei Echsen. Weiterlesen »

Mut zu mehr Wildnis im Garten!

Die Deutsche Wildtier Stiftung rät: Jetzt Futter für Falter säen

Schmetterlinge haben jetzt endlich wieder Saison. Pünktlich mit den ersten wärmenden Sonnenstrahlen sind sie unterwegs. Sie heißen Admiral, Tagpfauenauge, Kleiner Fuchs, Zitronen- oder Distelfalter und sind willkommene Gäste in unseren Gärten.

"Wenn wir sie mit süßem, energiereichem Nektar versorgen, kommen sie besondern gern", sagt Birgit Radow, Geschäftsführerin der Deutschen Wildtier Stiftung. "Wer jetzt bei der Gartenarbeit an Schmetterlinge denkt, versorgt gleichzeitig nützliche Insekten, Vögel und andere heimische Wildtiere mit Nahrung und Deckung."

Um den tierischen Gästen im Garten etwas zu bieten, heißt jetzt die Devise: Futter für Falter & Co säen und pflanzen! Weiterlesen »

Pflanzenvielfalt und Klimawandel (Universität Bonn)

Pflanzenvielfalt und Klimawandel (Universität Bonn)

Der Klimawandel wird sich deutlich auf die weltweite Pflanzenvielfalt auswirken.

Heute kühle und feuchte Gebiete könnten in Zukunft zusätzlichen Arten Lebensraum bieten (grüne Bereiche auf den Karten), in trockenen und warmen Regionen verschlechtern sich die klimatischen Voraussetzungen für eine hohe Artenvielfalt (orange-rote Bereiche auf den Karten).

Dargestellt ist ein Vergleich des konservativen +1,8°C Szenarios (IPCC B1) und eines +4,0°C Szenarios (IPCC A1FI), das bei Beibehaltung der derzeitigen Klimapolitik deutlich wahrscheinlicher ist. Weiterlesen »

Erderwärmung gefährdet Pflanzenvielfalt

Universität Bonn: ›Hauptschuldige kommen glimpflich davon‹

Pflanzenvielfalt und Klimawandel (Universität Bonn)

Durch den Klimawandel verändern sich in den kommenden Jahrzehnten weltweit die Lebensbedingungen von Pflanzen. Regional sind dabei jedoch große Unterschiede zu erwarten. So könnten heute kühle und feuchte Gebiete in Zukunft zusätzlichen Arten Lebensraum bieten.

In trockenen und warmen Regionen verschlechtern sich dagegen die klimatischen Voraussetzungen für eine hohe Artenvielfalt. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie von Wissenschaftlern der Universitäten Bonn, Göttingen und Yale.

Die Forscher haben untersucht, wie viele Pflanzenarten unter den heutigen Klimabedingungen in unterschiedlichen Regionen der Erde vorkommen. Den gefundenen Zusammenhang haben sie auf 18 verschiedene Klimawandelszenarien für das Jahr 2100 übertragen. Weiterlesen »

Bestände vieler Vogelarten gehen zurück

NABU stellt Bericht zur Lage der Vögel im deutschen Wattenmeer vor

Anlässlich der morgen beginnenden Umweltminister-Konferenz der drei Wattenmeeranrainerstaaten auf Sylt warnt der NABU in einem Bericht vor dramatischen Rückgängen bei vielen Vogelarten im deutschen Wattenmeer.

"Die Situation ist alarmierend. Einige Vogelarten werden deutlich seltener, ohne dass die Ursachen dafür genau bekannt sind. Der Schutz des Wattenmeeres lässt noch viele Wünsche offen", sagte NABU-Präsident Olaf Tschimpke.

Der NABU fordert die Minister auf, die Schutzbemühungen für das Wattenmeer zu verstärken, eine Anpassungsstrategie für das Wattenmeer mit Blick auf den Klimawandel zu entwickeln und die Umweltgefahren durch die überfällige Ausdehnung des PSSA-Gebietes (Particular Sensitive Sea Area) zu verringern. Weiterlesen »

Gen-Milch bei Nestlé und Milupa

Greenpeace-Aktivisten kennzeichnen bundesweit Babymilch-Produkte - Hipp und Humana sind führend bei gentechnikfreier Babymilchnahrung

Immer mehr Hersteller von Babymilchnahrung und Schulmilch verarbeiten Milch von Kühen, die kein Futter aus Gen-Pflanzen erhalten. Dieses Ergebnis einer Umfrage unter Herstellern veröffentlicht Greenpeace heute in dem neuen Einkaufsratgeber "Milch für Kinder".

Von den großen Herstellern von Milchnahrung ist Hipp klarer Vorreiter. Auch Humana, Deutschlands zweitgrößte Molkerei und bekannter Produzent von Milchnahrung, will wesentliche Teile des Angebots umstellen. Dagegen ist bei Produkten von Nestlé und Milupa Gentechnik im Kuhfutter weiterhin Standard. Auch die Praxis bei Herstellern von Schul- und Trinkmilch unterscheidet sich stark.

"Verbraucher lehnen Gentechnik auf dem Acker und im Essen ab. Das gilt auch für Eltern, die für ihre Kinder Milchprodukte kaufen. Danach sollten sich alle Hersteller richten", fordert Alexander Hissting, Gentechnikexperte von Greenpeace.

NABU wird 111 Jahre alt

Arten- und Klimaschutz Hauptthemen im Jubiläumsjahr

Der ›Naturschutzbund Deutschland‹ (NABU) feiert am heutigen 1. Februar sein 111-jähriges Bestehen. Mit 420.000 Mitgliedern und 40.000 Fördern ist der NABU heute Deutschlands mitgliederstärkster Umweltverband, der in allen umweltpolitischen Bereichen engagiert ist.

"Die Geschichte des NABU ist eine Erfolgsgeschichte des gesellschaftlichen Engagements für den Natur- und Umweltschutz in Deutschland", sagte NABU-Präsident Olaf Tschimpke anlässlich der Jubiläums-Pressekonferenz in Berlin. "Bundesweit arbeiten Mitarbeiter und ehrenamtlich Aktive im NABU für eine intakte und artenreiche Umwelt. Sowohl in der Vergangenheit wie heute können wir auf eine starke Unterstützung der Bevölkerung bauen. Darauf sind wir stolz, das macht uns stark und gibt uns Rückhalt für die Herausforderungen der Zukunft", so Tschimpke weiter.

Neben einem Rückblick auf die umweltpolitische Arbeit des Verbandes sowie einem Ausblick auf das laufende Jahr, stellte der NABU eine Studie zu "Klimaschutz in der Landwirtschaft" vor. Weiterlesen »

Tiger-Bestände in Südostasien um 70 Prozent eingebrochen

Laut WWF-Statusreport leben nur noch 350 Tiger am Mekong

Nach einem aktuellen Statusreport der Umweltschutzorganisation WWF gibt es in den fünf Mekong-Anrainerstaaten Kambodscha, Laos, Myanmar, Thailand und Vietnam nur noch rund 350 wild lebende Tiger.

Damit ist die Zahl der gefährdeten Großkatzen innerhalb der vergangenen zwölf Jahre um etwa 70 Prozent zurückgegangen. Ende der Neunziger sollen noch etwa 1.200 Indochinesische Tiger entlang des Mekongs gelebt haben.

„Der Tiger in der Mekong-Region wird durch Lebensraumzerstörung, Habitatzerstückelung und vor allem durch massive Wilderei bedroht“, sagt Tiger-Experte Volker Homes vom WWF.

Dennoch gäbe es Hoffnung, denn insgesamt verfügen die fünf Anrainerstaaten mit rund 540.000 Quadratkilometern einen potentiellen Tiger-Lebensraum von der Größe Frankreichs. Weiterlesen »

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