Rachsucht zahlt sich nicht aus. Das zeigt eine aktuelle Studie der Universitäten Bonn und Maastricht. Wer Unfairness vorzugsweise mit gleicher Münze heimzahlt, ist demnach im Schnitt häufiger arbeitslos als andere Menschen. Rachsüchtige haben zudem weniger Freunde und sind mit ihrem Leben unzufriedener. Die Studie ist in der aktuellen Ausgabe des Economic Journal erschienen.
Wir verhalten uns oft nach dem Motto "wie du mir, so ich dir": Für die Einladung zum Abendessen revanchieren wir uns mit einer Gegeneinladung; umgekehrt zahlen wir Gemeinheiten gerne mit gleicher Münze heim. Wissenschaftler sprechen auch von Reziprozität: Wer sich für freundliche Handlungen entsprechend revanchiert, verhält sich positiv reziprok. Wer sich bei Unfairness rächt, handelt negativ reziprok.
Die Forscher aus Bonn und Maastricht wollten herausfinden, welchen Einfluss diese Charakter-Eigenschaften auf Größen wie "Erfolg" oder "Lebenszufriedenheit" haben. Dazu griffen sie auf Daten des so genannten sozioökonomischen Panels zurück. Darin befragt das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung jährlich rund 20.000 Personen in Deutschland zu verschiedenen Themen.
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