Diskussion

Diskussionen über Lohndumping in Social-Media-Netzwerken können Image- und Vertrauensverluste bewirken

Laut Studie der JOM Jäschke Operational Media führt Drogeriekette ›Schlecker‹ die Liste der meist diskutierten Unternehmen an

Eine umfangreiche Analyse zum Thema Lohndumping hat die JOM Jäschke Operational Media im deutschsprachigen sozialen Netz durchgeführt. Die Hamburger Agentur untersuchte im Zeitraum Dezember 2009 bis Mitte Januar 2010 insgesamt rund 350 Internet-Blogs und 90 Online-Foren, in denen sich Menschen mit dem Thema Lohndumping auseinander setzen und aktuelle Nachrichten dazu kommentieren. Weiterhin wurde in deutschsprachigen Microblogs wie Twitter, Fragen-und-Antworten-Portalen, Multimedia-Sharing-Portalen und Bewertungsseiten nach dem Begriff Lohndumping gesucht.

Mit knapp 3.000 Veröffentlichungen besitzt das Thema Lohndumping im Untersuchungszeitraum von sechs Wochen einen hohen Stellenwert in den Diskussionen im Netz. Neben Lohndumping zeigen Begriffe wie "Ausbeutung" und "Arbeitsmarkt Brutal" die Emotionalität in der Auseinandersetzung mit dem Thema.

Dabei werden auch Ross und Reiter genannt: In 62 Proznet aller untersuchten Fälle wurde der Begriff Lohndumping in direktem Zusammenhang mit der Drogeriekette Schlecker genannt. Die Deutsche Bahn wurde in 16 Prozent der Beiträge genannt, die Autowaschanlagenkette Mr. Wash in 11 Prozent und die XXXL-Möbelhäuser in 3 Prozent. Weiterlesen »

SPD erhält vor der Bundestagswahl in Blogs und Foren bessere Bewertung als CDU

Deutschland hat gewählt. CDU/CSU und FDP werden in den kommenden Jahren die politischen Geschicke des Landes lenken. Wären lediglich die Nutzer von Internetblogs und -foren wählen gegangen, hätte das Ergebnis wohl anders ausgesehen.

In den letzten zwei Wochen vor der Bundestagswahl befürworteten wesentlich mehr User die SPD als die CDU. Dennoch wurden über beide Parteien mehr ablehnende als positive Beiträge veröffentlicht, so eine aktuelle Untersuchung von Nielsen.

Das Markt- und Medienforschungsunternehmen betrachtete die politische Online-Diskussion der letzten zwei Wochen vor der Bundestagswahl genauer und ging der daraus resultierenden Fragestellung nach: "Wie aussagekräftig kann Social Media im politischen Umfeld sein?".


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Blick auf den Veranstaltungssaal beim Media Coffee in Frankfurt am Main, 12. Mai 2009

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Blick auf den Veranstaltungssaal beim Media Coffee in Frankfurt am Main, 12. Mai 2009

Blick auf den Veranstaltungssaal am Dienstag, den 12. Mai 2009, bei der Veranstaltungsreihe media coffee der dpa-Tochter news aktuell im Museum für Kommunikation in Frankfurt am Main.

Das Thema der Diskussion lautet diesmal "Gewinner und Auslaufmodelle - Wer profitiert von der Medienkrise?".

Absage an die Paid Content-Modelle der Verlage

Blick auf den Veranstaltungssaal beim Media Coffee in Frankfurt am Main, 12. Mai 2009

Paid Content ist kein wirksames Instrument, um im Internet Geld zu verdienen. Die deutschen Verlage sind weiter auf der Suche nach Finanzierungsmodellen und erteilen bezahlten Inhalten eine Absage. So lautet das Fazit einer Diskussionsveranstaltung von News aktuell in Frankfurt. Mehr als 200 Kommunikationsfachleute kamen gestern zum Media Coffee der dpa-Tochter ins Museum für Kommunikation. Moderiert wurde der Abend von Medienautor Kai-Hinrich Renner vom Hamburger Abendblatt.

"Mit Paid Content Geld zu verdienen, war vor einigen Jahren ein schöner Traum. Jetzt stellen sich einige hin und sagen, wir wollen diesen Traum nochmal träumen. Auch die werden wieder aufwachen und merken, dass es nicht funktioniert", prophezeite Chefredakteur Dr. Uwe Vorkötter von der Frankfurter Rundschau.

Er betonte dagegen, dass große Verlage stärker als bisher auf Synergieeffekte setzen müssen.


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Media Coffee der dpa-Tochter ›News aktuell‹ in Berlin (2009)

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Media Coffee der dpa-Tochter ›News aktuell‹ in Berlin (2009)

Media Coffee der dpa-Tochter ›News aktuell‹ in Berlin (2009).

Dr. Peter Frey, Leiter ZDF-Hauptstadtstudio, Kajo Wasserhövel, Bundesgeschäftsführer SPD, Steffi Lemke, Politische Bundesgeschäftsführerin BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Romanus Otte, Chefredaktion WELT-Gruppe (Moderation), Peter Radunski, Senior Advisor, Publicis Consultants, Hans-Jürgen Beerfeltz, Bundesgeschäftsführer FDP (vlnr), beim media coffee der dpa-Tochter news aktuell in Berlin, "Superwahljahr 2009 - Heißt von Obama lernen, siegen lernen?".

  • Abbildung: obs/news aktuell GmbH

Deutscher Ethikrat thematisiert Gesundheitsvorsorge in öffentlicher Veranstaltung

Diskussion um rechtliche und ethische Aspekte der Präventivmedizin im ›Forum Bioethik‹ des Deutschen Ethikrates am 25. Februar in Berlin

Rechtliche und ethische Aspekte der Präventivmedizin waren Gegenstand der zweiten öffentlichen Abendveranstaltung im Rahmen des ›Forums Bioethik‹ des Deutschen Ethikrates am 25. Februar in Berlin.

Gesundheitsvorsorge könne dazu beitragen, Krankheitsraten zu vermindern und Leben zu verlängern. Dies hob Julika Loss vom Institut für Medizinmanagement und Gesundheitswissenschaften der Universität Bayreuth in ihrem einführenden Vortrag hervor. Für zahlreiche Präventionsmaßnahmen sei ein positiver Effekt auf die Gesundheit des Einzelnen belegt. Mittels Information, Aufklärung und Beratung könnten Einstellung und gesundheitsrelevantes Verhalten unter Umständen wirksam beeinflusst werden. Exemplarisch diskutierte die Referentin die Vor- und Nachteile von infrastrukturellen Maßnahmen, Anreizsystemen, aber auch restriktiven Maßnahmen. Dass wirksame Prävention kostenintensiv ist, sei kein Argument für Einsparungen in diesem Bereich.

Der Philosoph am britischen Nuffield Council on Bioethics Harald T. Schmidt beleuchtete in seinem Beitrag die ethischen Dimensionen der Prävention und der Rolle des Staates in diesem Kontext. Er befürwortete eine Kombination von staatlicher Fürsorglichkeit und individueller Selbstbestimmung, um so dem Einzelnen den Zugang zu medizinischer Versorgung zu ermöglichen und dafür zu sorgen, dass Gesundheitsrisiken minimiert werden.


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