25 Jahre E-Mail in Deutschland

Am 3. August 1984 kam die erste Mail in Karlsruhe an - 88 Prozent der Nutzer sagen heute, E-Mail habe ihre Lebensqualität erhöht

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Vor einem Vierteljahrhundert begann in Deutschland der Siegeszug der E-Mail. Am 3. August 1984 kam der erste elektronische Brief in Deutschland an. Michael Rotert aus der Informatik-Rechnerabteilung unter der Leitung von Professor Werner Zorn erhielt die E-Mail an der Universität Karlsruhe. Die - orthographisch nicht ganz richtige - Betreffzeile lautete: "Wilkommen in CSNET!". Im CSNET hatten sich einige amerikanische Universitäten zusammengeschlossen.

In den folgenden Jahren hat die E-Mail als neue Form der Kommunikation einen einzigartigen Erfolgszug angetreten. Rund 60 Prozent aller Deutschen über 14 Jahre verschicken heute Mails. Die Verbraucher sehen die E-Mail sehr positiv. 88 Prozent der E-Mail-Nutzer sagen, ihre Lebensqualität habe sich durch die elektronische Mail erhöht.

89 Prozent der Nutzer geben an, E-Mails steigern ihre Flexibilität, 84 Prozent kommen durch sie leichter an Informationen, bei 66 Prozent steigt die Arbeitsproduktivität, 61 Prozent sparen durch E-Mails Zeit. Das hat eine repräsentative Umfrage des Wirtschaftsverbands BITKOM ergeben.



"E-Mails haben die Kommunikation schneller und einfacher gemacht - fast niemand möchte auf sie verzichten", sagte BITKOM-Präsident Prof. August-Wilhelm Scheer.

Die wichtigsten Fakten zur E-Mail-Nutzung in Deutschland

Der BITKOM nennt die wichtigsten Fakten zur E-Mail-Nutzung in Deutschland:

  • Rund 70 Prozent aller Deutschen sind online, 85 Prozent aller Internet-Nutzer ab 14 Jahre versenden private Mails, das sind knapp 43 Millionen Bundesbürger. Dabei beeinflussen Bildungsgrad und Alter die Nutzung von E-Mails weiterhin stark. Nur gut 30 Prozent der Deutschen mit Hauptschulabschluss versendeten 2008 täglich private Mails, bei Personen mit Abitur sind es mit 67 Prozent mehr als doppelt so viele. Neben dem Bildungsgrad hängt die private E-Mail-Nutzung auch vom Alter ab: Von den 14- bis 29-Jährigen nutzten täglich rund drei Viertel E-Mails für private Kontakte, bei den 45- bis 59-Jährigen ist es knapp die Hälfte, bei den über 60-Jährigen gut ein Viertel.
  • Unterschiede zeigen sich zudem beim Geschlecht. So verschicken 59 Prozent der Männer täglich private Mails, bei den Frauen sind es lediglich 43 Prozent.
  • Gut die Hälfte aller Deutschen mit privater E-Mail-Adresse schaut mindestens einmal täglich in ihr elektronisches Postfach. Dabei lesen Männer ihre privaten E-Mails regelmäßiger als Frauen. 57 Prozent der Männer und 49 Prozent der Frauen checken täglich ihre Mails. Ständig auf E-Mail-Empfang sind 5 Prozent der Befragten, jeder Fünfte liest mehrfach täglich, weitere 28 Prozent wenigstens einmal am Tag ihre privaten Mails.
  • Bei den 14- bis 29-Jährigen konkurriert die klassische E-Mail mittlerweile mit Echtzeit-Technologien wie Chat und Messenger: Fast jeder zweite Surfer (45 Prozent) zwischen 14 und 29 Jahren unterhält sich via Chat mit anderen. Messaging-Dienste nutzen Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 17 Jahren besonders häufig - 94 Prozent der Mädchen und 86 Prozent der Jungen versenden Sofortnachrichten im Web.

Zur Methodik

Alle erwähnten Zahlen basieren auf repräsentativen Studien, die der BITKOM in den vergangenen zwölf Monaten bei Marktforschungsunternehmen in Auftrag gegeben hat.

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