Bibliothek

Zwei Millionen Deutsche wollen 2009 digitale Bücher kaufen

2,2 Millionen Deutsche haben die Absicht, sich in diesem Jahr ein digitales Buch zu kaufen. Das teilte der Wirtschaftsverband BITKOM wenige Tage vor Beginn der Leipziger Buchmesse mit. Basis ist eine repräsentative Umfrage des Marktforschungsinstituts Forsa im Auftrag des BITKOM.

E-Books kommen bei jungen Menschen besonders gut an. Von den 14- bis 29-Jährigen - also in der Generation der Schüler, Lehrlinge und Studenten - plant jeder Zwanzigste den Kauf eines elektronischen Buches in diesem Jahr.

Ein besonders großes Potenzial wird für Sachbücher erwartet, bei denen es weniger um das haptische Erlebnis beim Lesen als um die Inhalte geht. Viele Fachtitel erscheinen in sehr kleiner Auflage, was die Preise in die Höhe treibt.


Weiterlesen »

Google Buchsuche für Mobilfunkgeräte gestartet

Mehr als eine halbe Million Bücher auf dem eigenen Handy

Jedem, der heute ein Android-Gerät oder ein iPhone besitzt, ermöglicht Google außerhalb der USA den Zugriff auf mehr als eine halbe Million öffentlich verfügbarer Bücher sowie über 1,5 Millionen Bücher in den USA. Überall dort, wo eine Internetanbindung verfügbar ist, können Nutzer die Bücher kostenlos über den Google Buchsuche-Index auf dem eigenen Mobiltelefon durchsuchen und lesen.

Ein Pendler kann so zum Beispiel im Zug auf dem Weg zur Arbeit englische Klassiker wie etwa Pride and Prejudice ("Stolz und Vorurteil"), aber auch weniger bekannte Arbeiten wie die "Novels and Letters of Jane Austen" lesen. Oder eine Studentin in Indien liest Shakespeares "Hamlet" auf ihrem iPhone - über eine ganz einfache Webseite, auf die über das Mobiltelefon zugegriffen werden kann.


Weiterlesen »

Niederländische Nationalbibliothek digitalisiert 44 Millionen Seiten aus Zeitungen und historischen Büchern

Europaweite Vorreiterrolle bei der Umstellung der Archivierungsstrategie von unkomprimiertem TIFF auf JPEG2000

Nach umfangreichen Tests und Vergleichen hat sich die Koninklijke Bibliotheek, die niederländische Nationalbibliothek, für den LuraWave JP2 Image Content Server entschieden. Dieser wird für die verschiedenen umfangreichen Digitalisierungsprojekte der Königlichen Bibliothek genutzt. So sollen bis 2011 insgesamt fast 44 Millionen Seiten – vorwiegend Zeitungen und historische Bücher – in ein zukunftsfähiges elektronisches Archiv überstellt werden.

Die Software von LuraTech ermöglicht die Bereitstellung hochwertiger Images über das Web. Weltweit stehen Archive und Bibliotheken vor der Herausforderung, ihre historischen Datenbestände verlustfrei als sogenannte digitale Originale archivieren zu müssen. Die niederländische Nationalbibliothek übernimmt mit ihrer Umstellung der Archivierungsstrategie von unkomprimiertem TIFF auf JPEG2000 eine europaweite Vorreiterrolle.


Weiterlesen »

Die Entwürdigung des Vergangenen

Der Kampf um's Recht

Wenn verurteilte Mörder auf Bewährung freigesetzt werden, muss das Informationsinteresse der Öffentlichkeit gegen das allgemeine Persönlichkeitsrecht der Straftäter abgewogen werden. Diese Rechtsgüterabwägung bildete auch den Grundkonflikt des Lebach-Urteils - einer höchstrichterlichen Rechtsprechung zur Beurteilung von dokumentarischen Fernsehsendungen, in welcher der BGH zum konkreten Sachverhalt entschied, dass das öffentliche Informationsinteresse nach Verstreichen einer gewissen Zeit hinter das Persönlichkeitsrecht zurücktreten müsse:

"Wägt man das umschriebene Informationsinteresse an einer entsprechenden Berichterstattung im Fernsehen generell gegen den damit zwangsläufig verbundenen Einbruch in den Persönlichkeitsbereich des Täters ab, so verdient für die aktuelle Berichterstattung über Straftaten das Informationsinteresse im allgemeinen den Vorrang. Wer den Rechtsfrieden bricht, durch diese Tat und ihre Folgen Mitmenschen oder Rechtsgüter der Gemeinschaft angreift oder verletzt, muß sich nicht nur den hierfür in der Rechtsordnung verhängten strafrechtlichen Sanktionen beugen. Er muß grundsätzlich auch dulden, daß das von ihm selbst durch seine Tat erregte Informationsinteresse der Öffentlichkeit in einer nach dem Prinzip freier Kommunikation lebenden Gemeinschaft auf den dafür üblichen Wegen befriedigt wird. [...] Auf der anderen Seite rechtfertigt die aktuelle Berichterstattung über eine schwere Straftat nicht allein die Namensnennung und Abbildung des Täters, sie schließt grundsätzlich auch sein persönliches Leben ein, soweit es in unmittelbarer Beziehung zur Tat steht, Aufschlüsse über die Motive oder andere Tatvoraussetzungen gibt und für die Bewertung der Schuld des Täters aus der Sicht des modernen Strafrechts als wesentlich erscheint."

Der Täter habe jedoch nach einer nicht präzise zu benennenden Zeitspanne und auch im Interesse der Resozialisierungsbemühungen ein zunehmendes Recht, "allein gelassen zu werden"; auch der Täter, der durch eine schwere Straftat in das Blickfeld der Öffentlichkeit getreten sei und die allgemeine Mißachtung erweckt habe, bleibe dennoch ein Glied dieser Gemeinschaft mit dem verfassungsrechtlichen Anspruch auf Schutz seiner Individualität.


Weiterlesen »

Primo integriert den Zugang zu den über Nationallizenzen zugänglichen digitalen Medien

Pilot-Einsatzes der ›Ex Libris‹-Recherche-Plattform ›Primo‹ bei der Universitätsbibliothek Mannheim

Um die Versorgung mit elektronischer Fachinformation an deutschen Hochschulen, Forschungseinrichtungen und wissenschaftlichen Bibliotheken nachhaltig zu verbessern, finanziert die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) seit 2004 den Erwerb von Nationallizenzen. Wissenschaftlern, Studierenden und wissenschaftlich interessierten Privatpersonen soll so der kostenlose Zugang zu Datenbanken, digitalen Textsammlungen und elektronischen Zeitschriften ermöglicht werden.

Im Rahmen des Pilot-Einsatzes der Ex Libris-Recherche-Plattform Primo bei der Universitätsbibliothek Mannheim wurde die Integration der über Nationallizenzen verfügbaren digitalen Medien in einem gemeinsamen Zugriff über ihre Bibliotheksbestände realisiert.

Nutzer müssen nun nicht mehr umständlich in mehreren Oberflächen nach den für sie zugänglichen Medien suchen. Sie werden darüber hinaus automatisch vom System erkannt und erhalten somit direkten Online-Zugang zu den über Nationallizenzen bereitgestellten Medien.


Weiterlesen »

British Library speichert Weltwissen digital und macht es online abrufbar

Die British Library, Nationalbibliothek des Vereinigten Königreichs und eine der größten Bibliotheken der Welt, hat ihr Netzwerk an zwei ihrer drei Standorte mit BigIron RX-8 Layer 2/3 Backbone-, FastIron Edge X Series Ethernet- und ServerIron Application Delivery Switches von Foundry Networks, Inc., modernisiert. Damit schafft die Bibliothek Netzwerkkapazität für die Digitalisierung aktueller und historischer Materialien und Sammlungen sowie der Virtualisierung und Konsolidierung der Server-Landschaft.

Mit der optimierten Infrastruktur erhalten Nutzer aus der ganzen Welt digitalen Zugang zu einer der umfangreichsten Sammlungen von Büchern, Manuskripten, Dokumenten, Karten, Zeitungen und Zeitschriften. Alles in allem umfasst der Bestand der Bibliothek aktuell mehr als 150 Millionen verschiedene Inventarstücke.

Die British Library ist schon seit dem Jahr 2000 Kunde von Foundry Networks. Aufgrund der guten Erfahrungen mit den damals installierten BigIron 8000, FastIron 4802 und FastIron Edge Switches war das Unternehmen dann auch erste Wahl, als die Netzwerkmodernisierung anlässlich der Umstellung von Microsoft Windows for Workgroups auf eine Windows NT 4.0-Umgebung angegangen wurde. Mittlerweile sind in den beiden Standorten in St. Pancras und Boston Spa je zwei BigIron RX-8 Backbone-Switches, die einen schnellen 20 Gigabit Ethernet Kern bilden, und diverse FastIron Edge X Series-Geräte in den Computerräumen im Einsatz.


Weiterlesen »

Wer bestimmt, was wir erinnern?

Soldatenfriedhof

Wer bestimmt, was wir erinnern? Das fragte kürzlich Joachim Jahn Dr. jur. Joachim Jahn von der Frankfurter Allgemeinen Zeitung: "Auf die Online-Archive der deutschen Medien rollt eine Gefahr zu, die bisher noch kaum bemerkt worden ist. Rechtskräftig verurteilte Straftäter verlangen nämlich die Tilgung der Berichterstattung über sich selbst".

Was der promovierte Wirtschaftsjournalist Jahn so lapidar im Anwaltsblatt [# AnwBl 12008, 37] konstatiert, haben in den vergangenen Monaten viele deutsche Medienverlage zu spüren bekommen: Meist vertreten von einer rührigen Frankfurter Anwaltskanzlei erwirkten die ehemaligen Schwerverbrecher Urteile zur rückwirkenden Tilgung von Online-Archiven. Im Google-Cache findet man derzeit noch manches authentische Material, das bereits in wenigen Tagen verschwunden sein dürfte: Die Medienhäuser knickten vor der Überzeugungskraft einstweiliger Anordnungen, hoher Streitwerte und umtriebiger Anwälte ein - zumindest vorerst, denn einige Verfahren gehen in die Berufungsinstanz. Bis der Sachverhalt höchstricherlich geklärt sein wird, gilt jedoch: Archive oder so genannten ›Online-Ablagen‹ sind nicht mehr unantastbar und enthalten nicht unbedingt genau das, was bei Erstveröffentlichung in den Artikeln stand. Zeitgeschichte wird so tendenziell zu einer Variablen, die an veränderte rechtliche Rahmenbedingungen angepasst und zukünftig vielleicht auch entsprechend anderer veränderlicher Interessenlagen oder Begehrlichkeiten umgeschrieben werden könnte.


Weiterlesen »

Neues Urheberrecht erfordert Lizenzverträge für elektronischen Dokumentversand

Zeit: 
Raum: 

Das Anfang 2008 in Kraft getretene Urheberrecht brachte insbesondere für wissenschaftliche Dokumentlieferdienste wie Subito e.V. erhebliche Rechtsunsicherheiten mit sich. Zwar enthielt der zweite Korb der Urheberrechtsreform erstmals ausdrückliche Regelungen für den Versand digitaler Kopien von Fachartikeln, jedoch ist dieser Versand nur unter erheblichen Einschränkungen gestattet. Lizenzverträge mit Verlagen sind damit für Dokumentlieferdienste unumgänglich geworden, um rechtliche Risiken zu vermeiden.

Der neu eingefügte Paragraph § 53a UrhG stellt die elektronische Dokumentlieferung auf eine neue rechtliche Basis, allerdings mit erheblichen rechtlichen Unsicherheiten. So ist der Versand digitaler Kopien von Fachartikeln, z.B. per E-Mail, nur als graphische, nicht durchsuchbare Datei möglich und nur für Zwecke des Unterrichts und der Forschung.

Für Dokumentzulieferer besonders heikel ist der Passus, wonach diese Klausel nur dann gilt, wenn der jeweilige Artikel "den Mitgliedern der Öffentlichkeit nicht offensichtlich von Orten und zu Zeiten ihrer Wahl [...] zu angemessenen Bedingungen" zugänglich ist. Die Kriterien für die Offensichtlichkeit und Angemessenheit der damit gemeinten Online-Angebote sind jedoch nicht näher bestimmt. Daher ist der Versand jeder Kopie per E-Mail für Dokumentlieferdienste mit einem Prozessrisiko verbunden.


Weiterlesen »

Kooperativer Bibliotheksverbund Berlin-Brandenburg (KOBV)

Kategorien: 

Der Kooperative Bibliotheksverbund Berlin-Brandenburg (KOBV) ist der Zusammenschluss aller Hochschulbibliotheken, aller öffentlichen Bibliotheken und vieler Spezialbibliotheken in Berlin und Brandenburg.

Der KOBV wurde 1997-2000 im Rahmen des KOBV-Projektes aufgebaut und 2001 institutionalisiert. Träger sind die Senatskanzlei Berlin - Kulturelle Angelegenheiten, das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg und die beteiligten Bibliotheken.


Weiterlesen »

Zentrales Verzeichnis Digitalisierter Drucke (ZVDD)

Das Zentrale Verzeichnis Digitalisierter Drucke (ZVDD) weist grundsätzlich alle vollständig digitalisierten Druckwerke aus, die frei über das Internet zur Verfügung gestellt werden und einem gewissen wissenschaftlichen Qualitätsstandard genügen. Verschiedene Arten von Druckwerken sind dabei eingeschlossen: Zeitungen, Zeitschriften, Musikdrucke oder "Kleinschrifttum" wie Einblattdrucke oder Flugblätter ebenso wie Monographien oder Reihen.


Weiterlesen »

Inhalt abgleichen