Wissensspeicher

Die Entwürdigung des Vergangenen

Der Kampf um's Recht

Wenn verurteilte Mörder auf Bewährung freigesetzt werden, muss das Informationsinteresse der Öffentlichkeit gegen das allgemeine Persönlichkeitsrecht der Straftäter abgewogen werden. Diese Rechtsgüterabwägung bildete auch den Grundkonflikt des Lebach-Urteils - einer höchstrichterlichen Rechtsprechung zur Beurteilung von dokumentarischen Fernsehsendungen, in welcher der BGH zum konkreten Sachverhalt entschied, dass das öffentliche Informationsinteresse nach Verstreichen einer gewissen Zeit hinter das Persönlichkeitsrecht zurücktreten müsse:

"Wägt man das umschriebene Informationsinteresse an einer entsprechenden Berichterstattung im Fernsehen generell gegen den damit zwangsläufig verbundenen Einbruch in den Persönlichkeitsbereich des Täters ab, so verdient für die aktuelle Berichterstattung über Straftaten das Informationsinteresse im allgemeinen den Vorrang. Wer den Rechtsfrieden bricht, durch diese Tat und ihre Folgen Mitmenschen oder Rechtsgüter der Gemeinschaft angreift oder verletzt, muß sich nicht nur den hierfür in der Rechtsordnung verhängten strafrechtlichen Sanktionen beugen. Er muß grundsätzlich auch dulden, daß das von ihm selbst durch seine Tat erregte Informationsinteresse der Öffentlichkeit in einer nach dem Prinzip freier Kommunikation lebenden Gemeinschaft auf den dafür üblichen Wegen befriedigt wird. [...] Auf der anderen Seite rechtfertigt die aktuelle Berichterstattung über eine schwere Straftat nicht allein die Namensnennung und Abbildung des Täters, sie schließt grundsätzlich auch sein persönliches Leben ein, soweit es in unmittelbarer Beziehung zur Tat steht, Aufschlüsse über die Motive oder andere Tatvoraussetzungen gibt und für die Bewertung der Schuld des Täters aus der Sicht des modernen Strafrechts als wesentlich erscheint."

Der Täter habe jedoch nach einer nicht präzise zu benennenden Zeitspanne und auch im Interesse der Resozialisierungsbemühungen ein zunehmendes Recht, "allein gelassen zu werden"; auch der Täter, der durch eine schwere Straftat in das Blickfeld der Öffentlichkeit getreten sei und die allgemeine Mißachtung erweckt habe, bleibe dennoch ein Glied dieser Gemeinschaft mit dem verfassungsrechtlichen Anspruch auf Schutz seiner Individualität.


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Jorge L. Borges: Die Bibliothek von Babel (1941/1974)

Die Bibliothek von Babel ist eine Erzählung von Jorge Luis Borges.

Die 1941 veröffentlichte Erzählung ist eine Spekulation über eine mögliche Welt, welche als eine Bibliothek aller möglichen Bücher dargestellt ist. Diese Bücher, zufällig in der Bibliothek angeordnet, enthalten in der Mehrzahl für die Bewohner der Bibliothek unverständliche Texte.

Eine broschierte Ausgabe der Erzählung erschien im 1974 bei Reclam, Ditzingen (ISBN 3150094976).


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Autor: Jorge Luis Borges
Verlag: Reclam, Ditzingen (1986)
Bindung: Taschenbuch, pages

Neue Open-Access-Plattform der deutschen Hochschulen: Open-Access.net

Die deutsche Informations- und Kommunikationsplattform www.open-access.net ist jetzt online. Auf dem neuen Portal, das gemeinsam von der Freien Universität Berlin und den Universitäten Bielefeld, Konstanz und Göttingen aufgebaut und von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert wird, können sich Wissenschaftler und die interessierte Öffentlichkeit umfassend über Open Access informieren. Sie finden dort praxisnahe Handreichungen für die konkrete Arbeit nach dem Prinzip des weltweit freien und kostenlosen Zugangs zu aktuellen Forschungsergebnissen und wissenschaftlichen Informationen.


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Theo Stammen, Wolfgang E. J. Weber (Hrsg.): Wissenssicherung, Wissenordnung und Wissensverarbeitung (2004)

Wissenssicherung, Wissenordnung und Wissensverarbeitung - Das europäische Modell der Enzyklopädien ist eine okumentation zur Herbsttagung 2001 des Instituts für Europäische Kulturgeschichte der Universität Augsburg, die sich mit mit der Geschichte der frühneuzeitlichen Enzyklopädie befaßte. Der Sammelband wurde von Theo Stammen und Wolfgang E. J. Weber herausgegeben.


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Autor: Wolfgang Weber, Theo Stammen
Verlag: Akademie-Verlag (2004)
Bindung: Gebundene Ausgabe, 442 pages

Was Drupal (nicht) kann - ein Erfahrungsbericht

Das Portalsystem Drupal bietet ein mächtiges Framework, das verspricht, sich für viele unterschiedliche Einsatzzwecke zu eignen. Dieser kurze Erfahrungsbericht schildert die Entwicklung eines Prototyps für ein web-basiertes Portal mit Drupal und analysiert die Ursachen, warum das Projekt mit Drupal nicht umsetzbar war.


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Matthew Battles: Die Welt der Bücher - Eine Geschichte der Bibliothek (2007)

Die Welt der Bücher - Eine Geschichte der Bibliothek ist ein Sachbuch von Matthew Battles, der eine Geschichte der Bibliomanie schreibt. Battles ist beides: ein großer Freund der Bücher und der Bibliotheken. In sieben Kapiteln nimmt er den Leser mit auf eine Zeitreise durch Paläste und Ruinen des Wissens, von der Bibliothek in Alexandria über Klosterzellen bis zur British Library, von Privatbibliotheken und sozialistischen Lesesälen bis ins Informationszeitalter.

Die Geschichte der Bibliotheken ist auch die Geschichte des menschlichen Versuchs, Ordnung in die Welt zu bringen - und dessen letztendliches Scheitern.

"Das erzählerische Talent des Bibliothekars Battles macht sein Buch zum Lesevergnügen und entführt uns in ferne Welten" (Kölner Stadtanzeiger)


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Autor: Matthew Battles
Verlag: Patmos (2007)
Bindung: Broschiert, 255 pages

Ausstellungseröffnung: Seine Welt wissen - Enzyklopädien in der frühen Neuzeit

Die Geschichte der Enzyklopädien, die es seit Erfindung des Buchdrucks in großer Zahl und Vielfalt gab, ist bis heute nicht geschrieben. Am 7. Januar 2006 eröffnet die Universitätsbibliothek Leipzig aber eine Ausstellung, die ihre Besucher in die Wissenswelten der Gutenbergepoche entführen und damit einen Einblick in die abwechslungs- und abbildungsreiche Tradition der Wissensbücher bis 1750 geben wird.


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Berliner Erklärung über offenen Zugang zu wissenschaftlichem Wissen: Zugang zu Wissenschaft und Kultur für alle Internet-Nutzer

Gemeinsam mit den Repräsentanten der großen deutschen und internationalen Wissenschaftsorganisationen hat Prof. Peter Gruss, der Präsident der Max-Planck-Gesellschaft, am Mittwoch, den 22. Oktober, die Berliner Erklärung über offenen Zugang zu wissenschaftlichem Wissen (Berlin Declaration on Open Access to Knowledge in the Sciences and Humanities) unterzeichnet.

Vorausgegangen war eine dreitägige Konferenz im Berlin-Dahlemer Harnack-Haus der Max-Planck-Gesellschaft. Dabei diskutierten international führende Experten über neue Zugangsmöglichkeiten zu wissenschaftlichem Wissen und kulturellem Erbe durch das Internet.


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