Digitalisierung

Multimedia-Suche ohne Umwege

Multimedia-Suchmaschine DIVAS spürt digitale Audio- und Videodateien mit Hilfe digitaler Fingerabdrücke auf

Bestimmte Songs oder Videos zu finden, ist oft nicht einfach: Manuell zugewiesene Metadaten können fehlerhaft sein, das Entpacken komprimierter Daten bremst die Suche. Die Multimedia-Suchmaschine DIVAS spürt das Gesuchte mit Hilfe digitaler Fingerabdrücke zuverlässig auf.

Fingerabdrücke am Tatort verraten den Täter. Digitale Fingerprints helfen, Video- und Audio-Dateien aufzuspüren: das Party-Video im Internet, den Werbespot im laufenden Fernsehprogramm oder den langen Originalbeitrag zum kurzen Filmschnipsel im Archiv des Senders.

Die Fingerprints von Musikdateien können Auskunft geben über Tempo, Genre oder den Anteil rhythmischer Instrumente. Jene von Videos enthalten unter anderem Informationen über Szenenwechsel, Kamerabewegungen oder Bildhelligkeit. Im Gegensatz zu manuell eingegebenen Metadaten sind die automatisch generierten Fingerprints immer eindeutig. In vielen Archiven - etwa von Fernsehsendern - werden sie beim Einstellen der Datei erzeugt. Weiterlesen »

Erfolgreiche Technologie-Hersteller binden Kunden in die Entwicklung neuer Produkte ein

Wenn sie neue Produkte entwickeln, tauschen sich die wirtschaftlich erfolgreichsten Hersteller von Handys und Flachbildfernsehern direkt mit ihren Kunden aus. Bei vielen Unternehmen der Consumer Technology-Branche dagegen gilt: vorsetzen statt vernetzen. Das hat der Managementberatungs-, Technologie- und Outsourcing-Dienstleister Accenture untersucht.

"Unter herkömmlichen Bedingungen funktioniert das Innovationsmanagement der Hersteller technischer Produkte gut. Doch Digitalisierung und technische Konvergenz ändern die Regeln", sagt Dr. Nikolaus Mohr, Geschäftsführer Communication & High Tech bei Accenture. "Statt ihnen Neuheiten einfach vorzusetzen, müssen sich Unternehmen heute mehr mit Kunden und möglichen Ideengebern vernetzen."

Das haben vor allem die wirtschaftlich erfolgreichsten Hersteller erkannt (High Performer). Ihre durchschnittliche Marge liegt zwischen 11 und 13 Prozent, gegenüber fünf Prozent bei ihren Wettbewerbern. Weiterlesen »

Rückblick auf die ›digitale Dekade‹ 2000 bis 2009

Internet und Handys haben das letzte Jahrzehnt geprägt - Ambient Technologies und intelligente Netze werden die nächsten zehn Jahre bestimmen

Internet und Handy haben Gesellschaft und Wirtschaft binnen zehn Jahren radikal verändert: "Die Jahre 2000 bis 2009 werden als Digitale Dekade in die Geschichtsbücher eingehen", ist BITKOM-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer überzeugt. "Viele Dinge, die heute selbstverständlich sind, gab es vor zehn Jahren bestenfalls als Idee in den Köpfen der Forscher und in den Labors der Ingenieure".

Die Liste dieser Erfindungen ist lang - und viele wirken bereits so vertraut, als gäbe es sie schon immer: die offene Enzyklopädie Wikipedia, Foto-Handys, HDTV, iTunes und iPhone, Internet-Telefonie, Podcasts, Blogs, die Datenturbos UMTS und DSL, Online-Communitys wie Facebook, StudiVZ und Xing sowie Foto- und Video-Portale wie Flickr und Youtube.

Dank Blackberry und iPhone wurden multimediale Mobiltelefone mit PC-Fähigkeiten, so genannte Smartphones, extrem populär. Breitband-Anschlüsse wie DSL sowie Pauschalpreise (Flatrates) haben die Nutzung des Internets stark beschleunigt: Die Zahl der Internet-Nutzer in Deutschland ist von 9,4 Millionen Ende 1999 bis auf 53 Millionen Ende 2009 gewachsen. Im gleichen Zeitraum stieg die Zahl der Mobilfunk-Anschlüsse in Deutschland von 23,5 auf 110 Millionen.


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Digitale Rettung von analogen Schätzen

Raritäten von Vinyl, Musik- oder Video-Kassette erhalten

c't 01/2010, Titelbild

Musikkassetten, Videobänder und Schallplatten aus dem vorigen Jahrtausend stehen häufig kurz vor dem Verfall. Kassettenrecorder, VHS-Player und Plattenspieler mit USB-Anschluss versprechen schnelle Digitalisierung, doch oft sind andere Lösungen besser, so das Computermagazin c't in Ausgabe 1/2010.

Speziell der selbstgedrehte VHS-Film hat einen hohen emotionalen Wert und lässt sich nicht wie ein Spielfilm oder ein Album von den Rolling Stones auf CD oder DVD nachkaufen. Doch die Lesbarkeit schwindet mit jedem Jahr weiter, und wer den Inhalt vor dem Verfall bewahren will, sollte ihn bald digitalisieren.

"Das ist zwar zeitaufwendig, aber relativ einfach und klappt selbst, wenn die Mechanik der Kassette defekt ist", erläutert c't-Redakteur Dr. Volker Zota. "In diesem Fall kann man versuchen, das Band in eine andere Kassette einzusetzen."


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Forschungsverbund TextGrid erwirbt geisteswissenschaftliche Textsammlung

Aufruf an Fachwissenschaftler zur Abstimmung über Lizenzbedingungen für zukünftige Nutzung

Der Forschungsverbund TextGrid hat die „Digitale Bibliothek“ der Online-Bibliothek Zeno.org erworben. Diese digitale Sammlung geisteswissenschaftlicher Literatur ist die umfangreichste ihrer Art im deutschen Sprachraum und enthält Texte vom Anfang des Buchdrucks bis zu den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts.

Nunmehr steht sie nicht nur zur Lektüre, sondern auch zur freien wissenschaftlichen Bearbeitung zur Verfügung. Auf dieser Grundlage können Wissenschaftler Texte statistisch auswerten, verschiedene Textvarianten abgleichen oder eigene Textkorpora zusammenstellen, um sie in ihre Forschungsvorhaben zu integrieren und neue Forschungsfragen zu beantworten.

Die computergestützte Textanalyse oder die Erstellung kritischer Texteditionen wird auf diese Weise erheblich vereinfacht. Die Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen (SUB) hat die Projektleitung von TextGrid inne.


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Bayerische Staatsbibliothek entscheidet sich für Ex Libris ›Rosetta‹ zur Langzeitarchivierung

Offenheit, Flexibilität, Skalierbarkeit und der internationale Ruf der Lösung waren ausschlaggebend für die Entscheidung

Die Ex Libris Group teilt mit, dass sich die Bayerische Staatsbibliothek für die Langzeitarchivierungslösung ›Rosetta-Digital Preservation System‹' von Ex Libris entschieden hat. Ziel des Projektes ist es, die umfangreichen digitalen Sammlungen und die aus den Digitalisierungsprojekten rasant wachsenden Bestände der Bayerischen Staatsbibliothek dauerhaft zu bewahren und zugänglich zu machen.

Die Langzeitarchivierungslösung Rosetta von Ex Libris ermöglicht die dauerhafte Verwaltung, Erhaltung und den Zugang zu digitalen Sammlungen, institutionellen Dokumenten, Forschungsergebnissen in digitalen Formaten, digitalen Bildern, Websites und anderen digital erstellten und digitalisierten Materialen.

Rosetta unterstützt die Akquisition, Prüfung, Aufnahme, Speicherung, Erhaltung und Verbreitung digitaler Objekte auf der Basis zahlreicher Quellen und Formate. Gleichzeitig werden die Daten sicher gehalten und die nutzenden Institutionen in die Lage versetzt, mehrfache digitale Sicherungsverfahren und strategien einzusetzen. Rosettas ausgefeilter Langzeitarchivierungsprozess verfügt über eine skalierbare, dezentralisierte Architektur, die es ermöglicht, ständig Dateiformate zu überprüfen und die digitalen Objekte im System zu aktualisieren.


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Neuer Einigungsvorschlag von Google und US-Verlagen

Digitalisierung von Büchern bietet Chancen - Private und öffentliche Angebote müssen sich ergänzen

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In den USA stehen Google und die amerikanischen Verlage kurz vor einer Einigung und präsentieren heute vor Gericht einen neuen Einigungsvorschlag. Das Verfahren läuft unter dem Stichwort "Book Settlement". Nach amerikanischem Recht muss im konkreten Fall ein Gericht entscheiden, ob der Vorschlag für einen Interessenausgleich angemessen ist.

Die Buchbranche steht der Online-Publikation sogenannter "verwaister Werke" überwiegend kritisch gegenüber. Als verwaiste Werke bezeichnet man Bücher, die nicht mehr in Papierform verlegt werden und deren Rechteinhaber kaum noch ausfindig gemacht werden können.

Zudem werden sogenannte "gemeinfreie Werke" digitalisiert, deren Urheberrecht abgelaufen ist, etwa Klassiker wie Goethe. Bücher beider Kategorien werden derzeit elektronisch erfasst und publiziert. Bisher wurden 10 Millionen Bücher eingescannt, bis 2015 sollen es 15 Millionen sein.


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Verfassungsbeschwerde gegen die Zulässigkeit privater Digitalkopien nicht zur Entscheidung angenommen

Die Verfassungsbeschwerde betrifft § 53 Abs. 1 des Urheberrechtsgesetzes (UrhG). Zulässig sind danach einzelne Vervielfältigungen eines Werkes durch eine natürliche Person zum privaten Gebrauch auf beliebigen Trägern, sofern sie nicht Erwerbszwecken dienen.

Die Beschwerdeführer, Unternehmen der Musikindustrie, müssen es aufgrund dieser Norm hinnehmen, dass private Digitalkopien der von ihnen auf den Markt gebrachten Tonträger grundsätzlich zulässig sind. Dies hat aufgrund der rasanten technischen Entwicklung in diesem Bereich erhebliche Absatzrückgänge zur Folge. Mit ihrer Verfassungsbeschwerde rügen die Beschwerdeführer, § 53 Abs. 1 UrhG sei mit dem Eigentumsgrundrecht aus Art. 14 Abs. 1 GG unvereinbar, soweit er digitale Privatkopien ohne hinreichende Einschränkungen für zulässig erkläre.

Die 3. Kammer des Erstens Senats des Bundesverfassungsgerichts hat die Verfassungsbeschwerde nicht zur Entscheidung angenommen. Die im Dezember 2008 beim Bundesverfassungsgericht eingegangene Verfassungsbeschwerde ist unzulässig, weil sie nicht fristgerecht erhoben worden ist. Richtet sich eine Verfassungsbeschwerde gegen ein Gesetz, so kann sie gemäß § 93 Abs. 3 BVerfGG nur binnen eines Jahres seit dem Inkrafttreten des Gesetzes erhoben werden.


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Deutsche Medienbranche: Weniger Werbung, mehr Gebühren

Verbraucherausgaben stützen Medienumsatz - Branchenumsatz steigt bis 2013 auf knapp 58 Milliarden Euro

Die deutsche Medienbranche wird in den kommenden Jahren vor allem dank steigender Konsumentenausgaben moderat wachsen. Die Werbeeinnahmen bleiben demgegenüber auch mittelfristig unter dem Niveau des Jahres 2008, wie die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) in ihrem "German Entertainment and Media Outlook: 2009-2013" prognostiziert.

In den Jahren 2009 bis 2013 steigt der Gesamtumsatz der Medienindustrie demnach um durchschnittlich 2,4 Prozent pro Jahr auf dann rund 57,9 Milliarden Euro. Das Werbevolumen wird im gleichen Zeitraum nur um voraussichtlich 0,9 Prozent pro Jahr auf 12,4 Milliarden Euro steigen.

Für das laufende Jahr 2009 erwarten die Branchenexperten einen weiteren Rückgang der Erlöse um 2 Prozent auf gut 52,6 Milliarden Euro, wobei ein Anstieg der Verbraucherausgaben um 1,7 Prozent den massiven Einbruch der Werbeeinnahmen um 12,8 Prozent auf rund 11,9 Milliarden Euro (2008: 13,67 Milliarden Euro) abmildert.


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Wie werden wir morgen lesen?

Die digitale Revolution und was sie für uns bedeutet

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Geo 08/2009, Cover

Stehen wir vor einer ›Bücherdämmerung‹ und damit vor einem zentralen Wandel in der Aneignung von Wissen und einer Revolution unserer Kultur? dies sind die Fragen, denen das Magazin Geo in der Titelgeschichte seiner August-Ausgabe nachgeht.

Darin zitiert Geo Erhebungen, wonach beispielsweise in den USA 60 Prozent der Bürger nach der Highschool nie mehr freiwillig ein Buch anrühren. Und wonach bereits zwei Drittel der unter 20-jährigen Deutschen erklären, es sei ihnen völlig egal, ob sie online oder offline lesen würden.

Ein weniger "erlebnis- als ergebnisorientiertes Lesen" sieht Geo auf dem Vormarsch. Tribut an die Erfordernisse einer "Informationsgesellschaft", deren Mitglieder sich täglich durch Datenmassen und E-Mail-Fluten pflügen müssen - und dabei zu Querlesern werden, deren Augen Texte nur noch nach Schlüsselwörtern scannen.


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