Neue Medien sind gut für die Schriftkultur
Studie der Stanford-Universität lobt Qualität und Quantität von Online-Texten
Das Vorurteil, die junge Generation werde immer unfähiger, sich schriftlich auszudrücken, ist nach einer Studie an der Stanford-Universität, Kalifornien, falsch.
Wie das Magazin Geo in seiner November-Ausgabe berichtet, hat die Literaturwissenschaftlerin Andrea Lunsford 14.672 Texte gesammelt, die von ihren Studenten verfasst worden waren. Darunter unterschiedliche Genres von Aufsätzen bis zu Chat-Beiträgen. Ergebnis: Offenbar zerstören die modernen Medien die Schriftkultur nicht, sondern erfüllen sie mit neuem Leben. Denn die heutige Generation schreibt mehr als jede andere vor ihr.
So finden auch soziale Kontakte immer mehr online statt, was den Umgang mit der Schrift voraussetzt. 38 Prozent des Schreib-Outputs der Stanford-Studenten entfallen auf Texte, die sie außerhalb des Hörsaals verfasst haben. Als es das Internet noch nicht gab, war der Anteil privater Texte vernachlässigbar klein.
Auch die Qualität der Texte sei viel besser als ihr Ruf, sagt die Professorin. Die Studenten seien sich bewusst, dass sie für eine breite Leserschaft schrieben, und wendeten rhetorische Tricks gekonnt an. Diese Fähigkeit sei lange Zeit in Gefahr gewesen, durch gespreizten Kanzleistil zu verkümmern.
Den Eindruck, Texte seien heute generell schlechter verfasst als früher, führt Lunsford darauf zurück, dass durch die neuen Medien auch immer breitere Schichten an Lesen und Schreiben herangeführt werden, einschließlich bislang bildungsferner Personen.
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Permalink: http://kefk.org/node/54267
Zuletzt bearbeitet: 17. Oktober 2009 - 16:37
Das Vorurteil, die junge Generation werde immer unfähiger, sich schriftlich auszudrücken, ist nach einer Studie an der Stanford-Universität, Kalifornien, falsch.
Wie das Magazin Geo in seiner November-Ausgabe berichtet, hat die Literaturwissenschaftlerin Andrea Lunsford 14.672 Texte gesammelt, die von ihren Studenten verfasst worden waren. Darunter unterschiedliche Genres von Aufsätzen bis zu Chat-Beiträgen. Ergebnis: Offenbar zerstören die modernen Medien die Schriftkultur nicht, sondern erfüllen sie mit neuem Leben. Denn die heutige Generation schreibt mehr als jede andere vor ihr.
So finden auch soziale Kontakte immer mehr online statt, was den Umgang mit der Schrift voraussetzt. 38 Prozent des Schreib-Outputs der Stanford-Studenten entfallen auf Texte, die sie außerhalb des Hörsaals verfasst haben. Als es das Internet noch nicht gab, war der Anteil privater Texte vernachlässigbar klein.
Auch die Qualität der Texte sei viel besser als ihr Ruf, sagt die Professorin. Die Studenten seien sich bewusst, dass sie für eine breite Leserschaft schrieben, und wendeten rhetorische Tricks gekonnt an. Diese Fähigkeit sei lange Zeit in Gefahr gewesen, durch gespreizten Kanzleistil zu verkümmern.
Den Eindruck, Texte seien heute generell schlechter verfasst als früher, führt Lunsford darauf zurück, dass durch die neuen Medien auch immer breitere Schichten an Lesen und Schreiben herangeführt werden, einschließlich bislang bildungsferner Personen.
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