Pakistan

Situation der Medien in vielen Staaten unverändert schwierig

Internationalen Tag der Pressefreiheit: Reporter ohne Grenzen benennt 40 ›Feinde der Pressefreiheit‹

Zum diesjährigen Internationalen Tag der Pressefreiheit zieht Reporter ohne Grenzen (ROG) eine kritische Bilanz: "Immer noch verdienen aus unserer Sicht 40 Politiker, Regierungsvertreter, paramilitärische und terroristische Organisationen, kriminelle Netzwerke und Führer radikal-religiöser Gruppen den Titel ‚Feinde der Pressefreiheit'. Sie verfolgen kritische und unabhängige Journalisten, greifen dabei auf Mittel wie willkürliche Verhaftungen zurück und wenden Gewalt an", so ROG.

Viele Akteure stehen bereits seit mehreren Jahren auf der Liste der ›Feinde der Pressefreiheit‹: Dazu gehören in Eritrea Präsident Isayas Afeworki, der im Jahr 2001 Grundrechte wie Medien- und Meinungsfreiheit außer Kraft setzte und alle unabhängigen Medien ausschalten ließ.

In Somalia setzt die radikal-islamistische Miliz Al-Shabaab die wenigen im Land verbliebenen Mitarbeiter unabhängiger Radiostationen mit Todesdrohungen weiter unter Druck. Weiterlesen »

Jahresbilanz zum Stand der Pressefreiheit 2009 von Reporter ohne Grenzen

76 Journalisten getötet - stärkere Repressionen gegen Kriegs- und Wahlberichterstatter - mehr Festnahmen von Bloggern

Gewalt und Repressionen gegen Journalisten haben im Jahr 2009 zugenommen. Das ist das Ergebnis der am 30. Dezember veröffentlichten Jahresbilanz 2009 von Reporter ohne Grenzen (ROG).

So sind mindestens 76 Journalisten in den vergangenen zwölf Monaten während ihrer Arbeit oder wegen ihres Berufs getötet worden. Das sind 16 mehr als im Jahr 2008. Eine größere Zahl von Journalisten wurde in diesem Jahr auch körperlich angegriffen oder bedroht. 1456 Medienmitarbeiter wurden in diesem Jahr Opfer dieser Form von Gewalt, im Vorjahr waren es noch 929. Ebenfalls deutlich erhöht hat sich die Zahl der zensierten Medien (2008: 353, 2009: 570). 33 Medienmitarbeiter wurden in diesem Jahr entführt (2008: 29).

Die um fast 27 Prozent erhöhte Todesrate unter Journalisten ist vor allem eine Folge des Mordes an 30 Journalisten auf der philippinischen Insel Mindanao im November 2009. Es ist das größte von Reporter ohne Grenzen (ROG) jemals dokumentierte Massaker an Medienmitarbeitern an einem Tag. Besonders gefährliche Länder für Journalisten waren außerdem Somalia (9 Todesfälle), Pakistan (5) und Russland (5). Weiterlesen »

Happy Birthday, Pille!

Geo-Ausgabe 01/2010, Titelbild

Die Antibabypille - hat sie tatsächlich einen 'Siegeszug' erlebt? Das Magazin Geo präsentiert in seiner Januar-Ausgabe überraschende Fakten zum 50. Jubiläum des Verhütungsmittels, das 1960 auf den Markt kam.

Offenbar nehmen weltweit nur zwischen 80 und 120 Millionen Frauen das Kontrazeptivum regelmäßig ein - die meisten von ihnen leben in Europa und den USA. Doch Spitzenumsätze werden mittlerweile auch in den Arabischen Emiraten erzielt.

Zum einen erlaubt der Koran die "Alternativen" Abtreibung und Sterilisation allenfalls in medizinischen Notlagen, zum anderen hat Empfängnisverhütung in muslimischen Ländern eine lange Tradition. Mohammed selbst empfahl den Coitus interruptus, wenn Enthaltsamkeit nicht möglich war.


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Pakistan: ROG fordert Zugang zu Waziristan für Journalisten

Angesichts der pakistanischen Großoffensive gegen die Taliban in Waziristan fordert Reporter ohne Grenzen (ROG) einen besseren Zugang zu der Region für Journalisten. Vor allem unabhängige Informationen über die Situation von Zivilisten im Nordwesten Pakistans an der Grenze zu Afghanistan werden seit Beginn des Armee-Einsatzes am 17. Oktober immer seltener.

"Die derzeitigen Beschränkungen für pakistanische und ausländische Medien sind inakzeptabel, trotz der unbestreitbaren Risiken für Journalisten", so ROG. "Die pakistanische Armee beschränkt nicht nur den Zugang zu den Kampfgebieten, sondern auch zu den Flüchtlingslagern. Besonders dramatisch ist die Situation in Süd-Waziristan. Das Gebiet ist für Pressevertreter und Hilfsorganisationen faktisch gesperrt", teilt ROG weiter mit.

Vor allem Offiziere der militärischen Informationsabteilung ISPR üben seit Wochen Druck auf Medien aus, in ihrer Berichterstattung über Waziristan nur offizielle Informationen zu verwenden. Das ISPR gibt täglich Pressekonferenzen über den Fortgang der Operation "Weg zur Erlösung".


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Ohne Pressefreiheit bleiben Opfer unsichtbar

Internationalen Tag der Pressefreiheit: Kampagnenstart mit Protestaktion am 2. Mai in Berlin

Zum Internationalen Tag der Pressefreiheit am 3. Mai lenkt Reporter ohne Grenzen (ROG) den Blick auf die ›Leerstellen‹, die entstehen, wenn Medien nicht frei berichten dürfen. Mit der neuen Kampagne ›Ohne Pressefreiheit bleiben Opfer unsichtbar‹ stellt ROG die Folgen von Zensur, Verfolgung von Journalistinnen und Journalisten und Angriffen gegen Medien in den Mittelpunkt.

Mit einer Protestaktion vor dem Brandenburger Tor am 2. Mai zeigt ROG, was es heißt, wenn Berichterstattung unterdrückt wird. Es wird eine Käfig-Installation zu sehen sein, darin: Menschen in Notsituationen, die kein Gesicht mehr haben - wehr- und namenlose Opfer.

"Korruption, Amtsmissbrauch, religiöse, ethnische oder sexuelle Verfolgung von Menschen - viele Verbrechen bleiben im Dunkeln, wenn niemand den Opfern ein Gesicht und eine Stimme gibt. In Ländern wie Mexiko, Russland, Pakistan oder Italien setzen Reporter/innen ihr Leben aufs Spiel, wenn sie Missstände öffentlich machen", so ROG-Geschäftsführerin Elke Schäfter.


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Reporter ohne Grenzen fordert mehr Schutz für Journalistinnen und Bloggerinnen

Zum Internationalen Frauentag am 8. März würdigt Reporter ohne Grenzen (ROG) den großen Mut vieler Journalistinnen und Internetdissidentinnen: Viele von ihnen riskieren ihr Leben oder setzen sich Repressionen aus, um unabhängig zu berichten. ROG fordert einen besseren Schutz dieser Frauen.

"In vielen Ländern setzen Journalistinnen immer noch ihr Leben aufs Spiel, wenn sie investigativ recherchieren, Kritik an Behörden, Beamten und Politikern üben oder über Tabuthemen wie die Stellung der Frau im Islam berichten. Oft besteht für diese Frauen kein ausreichender Schutz durch Behörden und Polizei - selbst wenn sie, wie beispielsweise die pakistanische Journalistin Meera Jamal, mehrere Todesdrohungen erhalten haben", sagt Elke Schäfter, ROG-Geschäftsführerin. Jamal entschied sich zur Flucht und fand Schutz in Deutschland.

Für andere Frauen gibt es keine Zufluchtsmöglichkeiten: Einige von ihnen geben letztendlich ihren Beruf auf oder versuchen über Selbstzensur, Drohungen zu entgehen.


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Pakistan: Reporter ermordet

Reporter ohne Grenzen: ›Pakistan ist zweitgefährlichstes Land für Medienmitarbeiter/innen‹

Reporter ohne Grenzen (ROG) verurteilt den Mord an dem pakistanischen Journalisten Musa Khankhel gestern im Swat-Tal im Nordwesten Pakistans. Der Korrespondent des Senders "Geo News" und der Zeitung "The News" wurde enthauptet. Wenige Stunden zuvor hatte der 28-jährige Journalist über die Folgen der Einführung der islamischen Scharia-Gesetzgebung im Swat-Tal berichtet.

Vertreter der lokalen Regierung haben mit Maulana Sufi Mohammad, dem geistigen Führer der Scharia-Bewegung "Tehrik-i-Nifaz-e-Shariat-e-Mohammadi" (TNSM), eine Vereinbarung zur Einführung der Scharia geschlossen. Anschließend haben Anhänger von Sufi Mohammad in Matta einen "Friedensmarsch" veranstaltet. Bei dieser Versammlung ist Musa Khankel entführt worden, wie einer seiner Kollegen berichtet. Khankels Körper ist in der Nähe von Matta gefunden worden. Bisher hat sich noch niemand zu dem Mord bekannt.

"Wir erklären unsere Solidarität mit den Journalisten in den Stammesgebieten, die ein weiteres Mal Opfer von Angriffen und Drohungen extrem gewalttätiger Gruppen geworden sind", erklärt ROG. "Journalisten in diesen Kriegszonen brauchen die Hilfe der Behörden und der internationalen Gemeinschaft. Sonst werden diese Regionen an der Grenze zu Afghanistan zu ‚schwarzen Löchern' der Berichterstattung", warnt ROG.


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Repression von Journalisten im Internet nimmt zu

ROG-Bilanz 2008: Klima bleibt feindlich

Mindestens 60 Journalisten und ein Medienassistent sind im Jahr 2008 während oder wegen ihrer Arbeit getötet worden. Dies ist ein Ergebnis der heute veröffentlichten Jahresbilanz 2008 von Reporter ohne Grenzen (ROG). 673 Journalisten wurden im Laufe des Jahres festgenommen, 929 erlitten Gewalt oder wurden bedroht und 29 wurden entführt.

Der Irak bleibt mit 15 getöteten Journalisten, das sechste Jahr in Folge, das unsicherste Land für Medienmitarbeiter. Das zweitgefährlichste Land für Journalisten ist Pakistan mit sieben Todesfällen: Eine der Ursachen sind die Kämpfe zwischen militanten Islamisten und den pakistanischen Sicherheitskräften in den so genannten Stammesgebieten. Das drittgefährlichste Land für Journalisten sind die Philippinen, wo vor allem politische und kriminelle Gewalt für die sechs Todesopfer verantwortlich ist.

In Afrika ist die Todesrate unter den Journalisten zwar gesunken - von zwölf im Jahr 2007 auf drei in diesem Jahr. Doch der Grund für diese Entwicklung liegt nicht im besseren Schutz von Journalisten. Vielmehr verschwinden Nachrichtenmedien in Kriegszonen wie Somalia zunehmend - im vergangenen Jahr war das ostafrikanische Land das noch weltweit Zweitgefährlichste für Journalisten. Zudem geben viele Journalisten ihren Beruf auf oder flüchten ins Exil.


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Liste der schwersten zehn humanitären Krisen 2008

Zunehmend unsichere Kontexte erschweren Hilfe für Bedürftige

Massive Vertreibungen, Gewalt und vernachlässigte medizinische Bedürfnisse: Das Leid der Menschen in der Demokratischen Republik Kongo, in Somalia, im Irak, Sudan, in der äthiopischen Somali-Region und in Pakistan bleibt für die Weltöffentlichkeit oft unsichtbar. Zusammen mit den kaum beachteten medizinischen Notsituationen in Myanmar (Birma) und Simbabwe gehören sie jedoch zu den derzeit schlimmsten humanitären Krisen weltweit.

Die internationale Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen hat heute die Liste der schwersten humanitären Krisen 2008 vorgestellt. Auf ihr stehen auch die weltweit zunehmende Verbreitung der Koinfektion von HIV und Tuberkulose sowie Mangelernährung bei Kindern, die die Ursache für den Tod von bis zu fünf Millionen Kindern jährlich ist.


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Gandhara - Das buddhistische Erbe Pakistans, Plakat

Gandhara - Das buddhistische Erbe Pakistans, Plakat

Gandhara - Das buddhistische Erbe Pakistans, Plakat.

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