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Zeno.org 2.0 - Die Zukunft der Kulturvermittlung

Vor rund einem Jahr ging Zeno.org an den Start, die nach Angaben des Betreibers größte deutschsprachige Volltextbibliothek im Internet. Seitdem wurden die Inhalte behutsam erweitert und einige neue Funktionen integriert - so beispielsweise die "Meta"-Seiten, die lexikalische Schlagwörter aggregieren.

Am Nutzwert des kostenlosen Angebots hat sich jedoch wenig geändert, weder im Guten noch im Schlechten: Man hat eine enorme Fülle Texte unterschiedlicher Texte und Bilder im raschen Zugriff, eine recht brauchbare Suchfunktion hilft beim (Wieder-) Finden von Textstellen und eine solide Seitenkonkordanz macht das Angebot zitierfähig. Allerdings ging die Entwicklung nicht in Siebenmeilenstiefeln voran, wie so mancher erhofft hat.

Mainboard Asus P5K ist inkompatibel mit WLAN-Adapter Netgear WG311T (Atheros)

Eigenartige Feststellung beim Zusammenschrauben eines neuen Rechners: Das Mainboard Asus P5K scheint inkompatibel mit dem WLAN-Adapter Netgear WG311T zu sein.

Die WG311T gilt in der Variante mit Atheros-Chip als erste Wahl für WLAN unter Linux; mit dem Asus P5K funktioniert das aber nicht: Das Board hängt bereits im Bootvorgang, sowohl mit Ubunutu "Hardy", Debian "Lenny" als auch mit einem aktuellen Knoppix.

Näher zu untersuchen, was da Probleme macht, scheint nicht zu lohnen: Die Punkte, an denen der Kernel stirbt, sind erratisch - bei jedem Bootvorgang hängt es an einer anderen Stelle. Ein typisches Hardwareproblem.

Bionade vs. Nordmann: Werbung mit hohem Kalzium- und Magnesiumgehalt unzulässig

Das Landgericht Düsseldorf hat durch ein heute verkündetes Urteil (AZ 37 O 74/08, Urteil vom 24. Juli 2008) die einstweilige Verfügung vom 10. Juni 2008 im Verfahren zwischen den Herstellern von ›Bios‹ und ›Bionade‹ in einigen Teilen bestätigt und in anderen Teilen aufgehoben. Wie auch in den anderen vorausgegangenen Auseinandersetzungen unterscheiden sich die Einschätzungen der beiden streitenden Partien über die Auswirkungen des Urteils ganz erheblich.

Bionade ist es wohl auch weiterhin erlaubt, auf den Etiketten anzugeben, dass die Produkte Calcium und Magnesium als Zutat enthalten; Mengenangaben über das in Bionade-Getränken enthaltene Calcium und Magnesium hielt das Gericht dagegen in der konkreten Form ("besonders Calcium- und Magnesiumhaltig") unter Bezug auf die EG-Health-Claims-Verordnung (HCVO) für unzulässig.

Nach Einschätzung der Nordmann Gruppe soll das Gericht dem Bionade-Hersteller dagegen auch "allgemeine Hinweise auf den Gehalt von Calcium oder Magnesium einschließlich von deren 'gesunden' Eigenschaften beim Getränk Bionade" verboten haben. Die Bionade GmbH sieht das anders; vielmehr sei es "Bionade auch weiterhin erlaubt, auf den Etiketten anzugeben, dass die Produkte Calcium und Magnesium als Zutat enthalten".

Ausgelaufenes Dovecot IMAP/POP3 SSL Zertifikat erneuern

Der Dovecot IMAP/POP3-Server istalliert standardmäßig ein Zertifikat, das nach einem Jahr ausläuft. Um das Zertifikat zu erneuern, sind folgende Schritte erforderlich.

Das "Howto" bezieht sich auf Ubuntu, es funktioniert jedoch auch unter Debian GNU/Linux. Nicht bekannt ist, ob es sich hierbei um eine empfohlene oder empfehlenswerte Vorgehensweise handelt. Bei einem produktiven Server sind die folgenden im Ubuntu-Forum vorgeschlagenen Schritte noch auf eventuelle Sicherheitsaspekte zu prüfen.

DSL-Anschluss von Strato mit Internet- und Telefonie-Flatrate deutschlandweit verfügbar

Die Freenet-Tochter Strato bietet ab sofort einen DSL-Anschluss mit maximal am Anschluss verfügbarer Bandbreite von bis zu 16.000 kBit/s, eine DSL- und eine Telefonflatrate für Gespräche ins deutsche Festnetz sowie in die Festnetze von weiteren sieben Ländern. Mit Strato DSL 3+ telefoniert der Kunde über den DSL-Anschluss und kann so auf den herkömmlichen Festnetzanschluss und die damit verbundene Anschlussgebühr verzichten.

Nach Angaben von Strato soll das Komplettpaket ab sofort deutschlandweit verfügbar sein; bislang mussten in einigen Regionen noch 16,37 Euro für einen herkömmlichen Telefonanschluss zusätzlich bezahlt werden. Das Strato DSL 3+-Paket kostet 24,95 Euro und enthält die so genannte ›Doppelflat‹; gegenüber den zuvor geltenden Preisen entspricht dies einer Ersparnis von bis zu 30 Prozent pro Monat.

Neben Anschluss und Flatrate umfasst das Komplettpaket auch einen kostenlos gestellten WLAN-Router mit integrierter Telefonanlage; wie bei ISDN gibt es bei Strato DSL 3+ drei Leitungen, für die unterschiedliche Rufnummern konfiguriert werden können. Eine Einrichtungsgebühr fällt nicht an. Die Telefonflarate umfasst derzeit Gespräche in die Festnetze von Deutschland, Spanien, Italien, Frankreich, Niederlande, Österreich, Dänemark und Großbritannien.

LG Hamburg zur Einbindung von Wikipedia-Artikeln

Artikel ›Walter Sedlmayr‹ auf lexikon.freenet.de

Das Telekommunikationsunternehmen Freenet wurde von einer Person aus dem ehemaligen Umfeld des bekannten bayerischen Volksschauspielers W. S. auf Unterlassung in Anspruch genommen; der wegen Mordes rechtskräftig verurteilte Kläger monierte die Identifizierbarkeit seiner Person in einem Beitrag über den Schauspieler.

Freenet bindet unter lexikon.freenet.de Wikipedia-Artikel in das eigene Internet-Angebot ein; betroffen ist eine Kopie des Wikipedia-Beitrags, über dessen Zulässigkeit bereits vor dem LG Frankfurt verhandelt worden war.

Nun äußerte sich das LG Hamburg zur Zulässigkeit der Einbindung des Wikipedia-Artikels; nach Ansicht der Hamburger Richter müsse Freenet nicht für die von ihren Seiten verlinkten Wikipedia-Inhalte haften, da es sich nicht um eigene Inhalte handele. Auch eine Störerhaftung sei auszuschließen, da Freenet keine ihr obliegenden Prüfpflichten verletzt habe (Az. 324 O 847/07 v. 26.05.2008).

Verwirrspiel um ›Bios‹ und ›Bionade‹, Teil 3: Schriftliche Urteilsbegründung des Landgerichts Hamburg

Die Bionade GmbH hatte versucht, bestimmte Werbeaussagen über das Getränk ›Bios‹ der Stralsunder Brauerei (Nordmann Unternehmensgruppe) durch einen Antrag auf Einstweilige Verfügung unterbinden zu lassen. Das Landgericht Hamburg entschied dazu am 9. Mai 2008; die beiden beteiligten Parteien kamen bei der Einschätzung des mündlichen Urteils zu stark abweisenden Ergebnissen:

  • Die Nordmann Gruppe ließ noch am 9. Mai über ihre Firma Stralsunder Brauerei verbreiten: "Bionade verliert gegen BIOS" (09.05.2008 17:19 Uhr; der Aussender der Meldung wurde später abgeändert, die nun von der Landwert Bio Premium GmbH, einem weiteren Tochterunternehmen der Nordmann Gruppe, herausgegeben wurde). Demnach habe das Landgericht Hamburg entschieden, dass ›Bios‹ weiterhin ausloben dürfe, ohne Zuckerzusatz hergestellt zu sein; das Gericht habe den den Antrag der Bionade GmbH abgelehnt, die entsprechende Werbung von ›Bios‹ mit einstweiliger Verfügung zu verbieten (Bericht).

Nach inzwischen erfolgter Zustellung der schriftlichen Urteilsbegründung des Landgerichts Hamburg wurde das Urteil nun in Auszügen bekannt.

Secunia PSI

Secunia PSI - Overview

Secunia PSI (für Personal Software Inspector) ist eine Software, die "beim Schutz Ihres Computers vor Sicherheitslücken" helfen soll. Dazu werden nach Herstellerangaben 39.988.364 Anwendungen "überwacht". Das bedeutet, dass die Software eine Datenbank mit Versionsständen führt und diese mit frisch erschienenen Updates abgleicht.

Im Prinzip macht die Applikation dasselbe, was man unter einem Debian GNU/Linux mit einem apt-get update erledigt - mit dem kleinen Unterschied, dass Secunia PSI die Software nicht eigenständig aktualisieren kann. Also quasi ein apt ohne update- oder upgrade-Funktion.

Die Software ist für Privatanwender kostenlos und baut prinzipbedingt Verbindungen ins Internet auf; natürlich inventarisiert die Software - ebenfalls pronzipbedingt - möglichst lückenlos die installierten Anwendungsprogramme. Wer Secunia PSI also uneingeschränkten Zugriff auf seine Festplatte einräumt und den zur Gegenprüfung notwendigen Internetverkehr erlaubt, räumt dem tiemlich unbekannten Software-Anbieter ein sehr weitreichendes Vertauen ein.

Meilenstein: kefk.org enthält 24.000 Beiträge

kefk.org: 24.000 Nodes

Am heutigen Samstag, den 26. April 2008, überschritt kefk.org die Anzahl von 24.000 Beiträgen. Das Community-Portal des Kefk Network bietet somit bereits wenige Wochen nach dem Übergang in den Beta-Betrieb ein breites Spektrum an Wissens- und Diskutierenswertem.

Gleichzeitig bekommt kefk.org einen neuen Slogan: ›Das Andere wissen‹. Diese kurze Formel bringt die erklärte Programmatik von kefk.org auf den Punkt: kefk.org präsentiert eine Perspektive, die in den konventionellen Massenmedien zu kurz kommt. ›Das Andere‹ sind Berichte, Nachrichten und Meldungen, die dem politischen Mainstream zuwiderlaufen, ›Das Andere‹ ist eine kritische Perspektive auf Märkte und Markwirtschaft, ›Das Andere‹ ist der Blickwinkel von unten.

Als Alternativmedium setzt kefk.org auf Interaktion, Mitarbeit und Dialog; die Benutzer bestimmen Themen und Schwerpunktsetzungen durch eigene Beiträge und Aktivitäten. Mit der Terminologie des ›Web 2.0‹ gesprochen: kefk.org ist ein Community-Projekt, das nicht nur Informationen sammelt und bereitstellt, sondern auch die Vernetzung der Benutzer untereinander unterstützt.

andLinux

andLinux Desktop

andLinux ist eine GNU/Linux-Distribution, die ein Ubuntu nahtlos in den Windows-Desktop integriert. Die Hardware wird mittels coLinux virtualisiert und dabei Xming als X-Server sowie PulseAudio als Soundserver genutzt. Auf dieser Grundlage lassen sich nahezu beliebige Linux-Anwendungen direkt unter Windows nutzen; unterstützt werden Microsoft Windows 2000, XP und Vista; das auf dem Windows-Desktop verfügbare GNU/Linux basiert auf Ubuntu, und dieses wiederum basiert auf Debian GNU/Linux.

Durch die enge Verwandtschaft mit verbreiteten Linux-Distributionen stellt andLinux einen großen Software-Fundus bereit, der über die Bordmittel apt-get bzw. aptitude komfortabel installiert werden kann. Die Distrubution eignet sich somit nicht nur zum Ausprobieren einer Linux-Distribution, sondern auch zum virtualisierten Parallelbetrieb auf dem Windows-Desktop: Linux-Applikationen werden nahezu nahtlos in die Windows-Oberfläche integriert, und selbst Copy & Paste funktioniert häufig zwischen den verschiedenen Betriebssystemen.

Benötigt wird ausreichend Festplattenplatz - rund 2,5 Gigagbytes für die XFCE-Version bzw. 4,5 Gigabytes für die KDE-Version, das NTFS-Dateisystem, ausreichend Arbeitsspeicher sowie ein unterstütztes Windows-Betriebssystem. Das gesamte andLinux-Paket ist kostenlos, da nur quelloffene Software genutzt wird.

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