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Platzierung der Schließen-Buttons in Ubuntu reparieren

Dialog ›Anwendung ausführen‹ in Ubuntu

Aus unerfindlichen Gründen hat man sich in Ubuntu 10.04 LTS ›Lucid Lynx‹ entschlossen, die Symbole für Fensterfunktionen durcheinanderzuwerfen. Der ›Schließen‹-Button findet sich nun, ebenso wie die ›Minimieren‹- und ›Maximieren‹-Buttons, auf der linken Seite des Fenstertitels; das Fenster-Kontextmenü ist standardmäßig sogar komplett deaktiviert (siehe nebenstehender Screenshot).

Da dies sowohl den gängigen Konventionen von Upstream-Gnome als auch der Microsoft Windows-Welt zuwiderläuft, handelt es sich hierbei unter Usability-Aspekten um einen Bug.

Glücklicherweise lässt sich diese unsinnige Fehlfunktion relativ leicht wieder korrigieren: Dazu muss man lediglich den gconf-editor bemühen. Die folgende Anleitung zeigt, wie das geht.

Ubuntu und externe USB-Massenspeicher

Mit manchen externen USB-Geräten kann Ubuntu mittlerweile relativ unkompliziert umgehen; nicht so mit dem digitalen Audiorecorder Olympus LS-10, den das Betriebssystem einfach nicht als USB-Massenspeicher akzeptieren möchte.

Der Kernel (2.6.31-20-generic) beschwert sich über einen "Unhandled sense code", glaubt einen "Medium Error" zu identifizieren und gibt schließlich mit einem "Unrecovered read error" auf. Man sollte denken, dass es ein modernes Betriebssystem heutzutage nicht mehr vor unlösbare Aufgaben stellen sollte, USB-Massenspeicher anzusprechen. Aber man lernt ja nie aus.

Ubuntu und die UUID

Wer aus der Windows-Welt kommt, ist Kummer gewöhnt: Alle paar Monate sieht man mal einen Blue Screen; hat man ein Windows XP ein paar Jahre zu laufen, wird das Betriebssystem zunehmend schwerfällig; und alle paar Wochen muss man den Rechner sogar neu starten, beispielsweise nach Sicherheitsupdates.

Wer das lästig findet, kennt Ubuntu noch nicht. Abgesehen vom alltäglichen Ärger mit fehlenden oder fehlerhaften Treibern, nicht benutzbaren Maustasten und verstellten Tastaturlayouts ist man hier immer wieder mit kreativen Herausforderungen konfrontiert. Beispielsweise, wenn sich der Rechner spontan weigert, überhaupt zu booten.

So geschehen gestern, als beim Booten plötzlich zwei Einträge aus /etc/fstab nicht mehr gemountet werden konnten. Zunächst hing's a /proc/bus/usb, also rasch an der Recovery Shell auskommentiert und neu gestartet. Nun hing's plötzlich an /home - *AUTSCH*.

Contumax-Verlag startet Buchreihe ›Netzbürger‹

Der Berliner Contumax-Verlag bringt eine hochinteressante Buchreihe auf den Markt: Unter dem programmatischen Titel ›Netzbürger‹ setzen sich die Titel mit dem digitalen Zeitalter auseinander. Das Besondere dabei: Der Verlag lässt die digitale Generation selbst zu Wort kommen und erörtert nicht aus einer abgehobenen akademischen oder polemischen Perspektive.

Aufgegriffen werden bereits unter den ersten Titeln brisante und aktuelle Themen: Der Archivar und Wikipedianer Klaus Graf setzt sich in seiner Urheberrechtsfibel kritisch mit dem deutschen Urheberrechtsgesetz auseinander. Man spürt, dass hier ein Praktiker schreibt, der Unmengen an Widersprüchen, Ungerechtig- und Sinnlosigkeiten aufzeigt.

In einem weiteren Band beschäftigt sich Henning Bartels mit dem politischen Phänomen der Piratenpartei. Kritisch, aber wohlwollend stellt er Entstehung, Forderungen und Perspektiven der jungen Partei vor, die sich als Teil einer internationalen Bewegung versteht.

Man darf mehr als gespannt sein, welche Themen die Reihe ›Netzbürger‹ als nächstes aufgreifen wird!

Medien zum Thema
Hersteller.:
Modell-Nr.:
Preis:
Image of Die Piratenpartei: Entstehung, Forderungen und Perspektiven der Bewegung (Reihe Netzbürger)
Autor: Henning Bartels
Verlag: Contumax (2009)
Bindung: Taschenbuch, 288 Seiten

25. Lange Nacht der Museen Berlin

Am Samstag, den 29. August 2009, fand die 25. Lange Nacht der Museen statt; sie begann - wie üblich - um 18 Uhr und endete am Sonntag um zwei Uhr. Wir besuchten verschiedene Museen im Stadtzentrum: Das Kunstforum am Potsdamer Platz, das Naturkundemuseeum und den Martin-Gropius-Bau.

Erfahrungsbericht zu Ubuntu 9.04 ›Jaunty Jackalope‹

Ubuntu 9.04Jaunty Jackalope

  • Seit offiziellem Release im produktiven Einsatz @work
Weiterhin vorhandene Ärgernisse:
  • Dual Head Betrieb unflexibel; kaum/keine Grafikbeschleunigung mit älterer Nvidia-Graka
  • Mangelhafte Unterstützung für Maustasten (Logitech Revolution)
  • Miserable Druckertreiber; partielle Ausnahme: postscriptfähige HP-Drucker
  • Opera aus Repository verschwunden
Neu hinzugekommene Ärgernisse:
  • Update-Verwaltung
  • Schwer fehlerhaftes OOo; stürzt ab bei Zugriff auf Menüpunkt "Speichern unter" und "Speichern" (Woraround: Keyboard-Shortcuts Ctrl+S bzw. Ctrl+Shift+S)
Aus Benutzerperspektive wichtige aktualisierte Pakete:
  • Keine essentiellen Updates; am ehesten Verbesserungen bei Gnome
  • (OK, neuer Firefox, neues OOo etc.)
Nette Neuerungen:
  • Benachrichtigungen konsolidiert
  • Codecverwaltung
  • Paketverwaltung noch stabiler durch Debian GNU/Linux "Lenny"-Fundament
Erfreuliches:
  • Update von "Hardy Heron" funktioniert problemlos
  • Produktivität fast schon auf Niveau von Microsoft Windows 2000
Essentielle 3rd party Repositories:
  • Medibuntu
Fehlende Pakete:
  • chromium-browser

Erfahrungsbericht zu Ubuntu 8.10 ›Intrepid Ibex‹

Ubuntu 8.10Intrepid Ibex

Meilenstein: kefk.org enthält über 50.000 Beiträge

Das Community-Portal kefk.org verfügt seit dem 10. März 2009 über mehr als 50.000 Beiträge. Der Umfang der Website hat sich somit binnen knapp eines Jahres verdoppelt.

Auch weiterhin bringt der Slogan ›Das Andere wissen‹ die Programmatik von kefk.org auf den Punkt: kefk.org präsentiert eine Perspektive, die in den konventionellen Massenmedien zu kurz kommt. ›Das Andere‹ sind Berichte, Nachrichten und Meldungen, die dem politischen Mainstream zuwiderlaufen, ›Das Andere‹ ist eine kritische Perspektive auf Märkte und Markwirtschaft, auf Politik und Machteliten, auf Medien und Zensur. ›Das Andere‹ ist der Blickwinkel von unten.

Als Alternativmedium setzt kefk.org auf Interaktion, Mitarbeit und Dialog; die Benutzer bestimmen Themen und Schwerpunktsetzungen durch eigene Beiträge und Aktivitäten. Mit der Terminologie des ›Web 2.0‹ gesprochen: kefk.org ist ein Community-Projekt, das nicht nur Informationen sammelt und bereitstellt, sondern auch die Vernetzung der Benutzer untereinander unterstützt.

Congster-Geschäftsbedingungen stiften Verwirrung bei Vertragskündigung

Die Congster-Geschäftsbedingungen stiften Verwirrung bei vielen Kunden: Aktiv kommuniziert wurde die 30-tägige Kündigungsfrist, zahlreiche Kunden glauben daher, ihre Congster-Altverträge binnen Monatsfrist loswerden zu können. Dabei übersehen sie jedoch das undurchsichtig formulierte ›Kleingedruckte‹: Demnach verlängern sich die nicht gekündigten Verträge jeweils um drei Monate, hinzu kommt dann noch die 30-tägige Kündigungsfrist vor Monatsende.

Effektiv ergeben sich so bei einem im April 2005 geschlossenen ›Special Flat‹-Vertrag, der Mitte Januar 2009 gekündigt wird, knapp fünf Monate Kündigungsfrist.

Beispiel nach Berechnung von Congster:
  • Vertragsabschluss: 29.04.2005
  • Vertragskündigung: 22.01.2009
  • Vertragsende: 01.05.2009
Die effektive Kündigungsfrist berechnet sich demnach folgendermaßen:
  • Zeitraum vom Kündigungsdatum bis Monatsende: 3 Tage (29.-31.01.2009)
  • plus 30-tägige Kündigungsfrist zum Ende des Kalendermonats nach Abs. 13.2.2 Congster-AGB (01.02.-28.02.2009 = plus 1 Monat)
  • plus drei Monate Vertragsverlängerung nach Abs. 13.1 Congster-AGB (Marz, April, Mai)

Munin

Munin ist ein Monitoring-Tool zur kontinuierlichen Leistungsüberwachung Computern und SNMP-fähigen Netzwerkgeräten. Die Software sammelt und speichert Daten, bereitet diese mittels Tobi Oetikers RRDTool visuell auf und ermöglicht so beispielsweise das Aufspüren von Lastspitzen und Leistungsengpässen.

Geschrieben ist das Tool in Perl; paktiert steht es für Debian, Ubuntu, Fedora (Extras), Red Hat, Red Hat Enterprise Linux, Gentoo sowie FreeBSD zur Verfügung. Munin basiert auf einer Client-Server-Architektur, wobei "Clients" als "Nodes" und der "Server" auch als "Master" bezeichnet werden.

Medien zum Thema
Image of Munin: Graphisches Netzwerk- und System-Monitoring
Autor: Gabriele Pohl, Michael Renner
Verlag: Open Source Press (2008)
Bindung: Broschiert, 336 Seiten
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