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Das Bürostuhl-Dilemma

Viele Schreibtischarbeiter wären sicherlich gerne bereit, für ein paar Zentimeter mehr Sitzbreite, für hochwertige Verarbeitung und haltbare Materialien einen gehobenen Kaufpreis zu akzeptieren. Leider scheint die Industrie das Mittelklasse-Segment mittlerweile vergessen zu haben. Wer's nicht glaubt, darf gerne den aktuellen Ikea-Katalog zur Hand nehmen oder durch die örtlichen Möbelhäuser schlendern. Interessant wird es dann wieder bei professionellen Büroausstattern, die aber 2.500 Euro aufwärts verlangen und jährliche Wartungskosten von rund 400 Euro in Aussicht stellen.

Unterhalb dieses gehobenen Preissegments gibt es anscheinend nur dasselbe Einerlei in zahllosen Variationen: Sollbruchstellen ab Werk, tragende Bauelemente aus Kunststoff und Bezüge aus leicht verschleißenden Materialien, die genau einmal schick aussehen: direkt nach dem Auspacken. Die Preise für diese Billigprodukte beginnen bei etwa 30 Euro, da gibt es natürlich nur wenig Spielraum für ordentliche Materialien oder saubere Verarbeitung.

Der Kunde steht nun allerdings vor dem Dilemma, daß die Produktqualität nicht signifikant besser wird, wenn er 60 oder 300 Euro investiert: Die Materialien bleiben mehr oder minder dieselben, es wird aber zunehmend gemauschelt mit eigentlich unzulässigen Materialbezeichnungen oder mangelhaftem Service; die Kundenmeinungen bei Amazon oder einschlägigen Testportalen sind voll von Erfahrungsberichten enttäuschter Kunden.

Reparieren von inkonsistenten NTFS-Partitionen unter Linux

Error mounting: mount exited with exit code 13 (Screenshot)

Immer wieder wird gemunkelt, GNU/Linux sei ein vollwertiges Betriebssystem. Zumindest für Android-Smartphones mag das zutreffen, für den normalen Desktop-Einsatz ist das jedoch noch immer mehr Wunschdenken als Wirklichkeit. Ein weiteres Beispiel aus der Lückensammlung: Um inkonsistente NTFS-Laufwerke unter Linux benutzen zu können, braucht man Windows!

Warum benutzt man überhaupt NTFS-Laufwerke unter Linux? Um externe Massenspeicher zu formatieren, die an einen TV-Abspieler oder Mediaplayer angeschlossen werden können; oder ganz banal: Um Daten mit Windows-Benutzern auszutauschen. Wie kann es zu inkonsistenten NTFS-Dateisystemen kommen? Einfach so, dazu braucht es nicht einmal einen Absturz des Betriebssystems, Nautilus macht das regelmäßig ganz von alleine. Die NTFS-Unterstützung in Linux ist nämlich auch heutzutage noch immer allenfalls halbfertig, nachdem sie rund ein Jahrzehnt lang als "expermientell" deklariert worden war.

Augen auf beim Lampenkauf

Per Gesetz werden die bewährten Glühlampen schrittweise verboten; das begann 2009 mit matten Glühbirnen, dann folgten die lichtstarken Modelle mit 100W und 75W. Nur teilweise gibt es jedoch bisher funktional und preislich vergleichbaren Ersatz; beispielsweise gibt es kaum Energiesparlampen, die in Größe und Helligkeit mit 80W- oder gar 100W-Glühbirnen vergleichbar wären. Auch preislich liegen die so genannten Energiesparlampen etwa um den Faktor Zehn über dem Preis des einstigen Pfennigartikels Glühbirne.

Der erhöhte Preis wird herstellerseitig u.a. mit einem geringeren Energieverbrauch und einer längeren Leuchtdauer begründet. Leider wird dieses Versprechen nicht unbedingt eingelöst, auch wenn auf der Verpackung vollmundig eine Lebensdauer von zehn Jahren oder eine Brenndauer von 10.000 Stunden beworben wird.

Ich habe einige Jahre lang das Kaufdatum, die Inbetriebnahme und die Lebensdauer meiner Energiesparlampen protokolliert und habe dabei erschreckende Beobachtungen gemacht: Gerade hochpreisige Markenprodukte halten nicht ansatzweise, was auf der Verpackung versprochen wird.

Medien zum Thema
Image of Bulb Fiction - Die Lüge von der Energiesparlampe
Director: Christoph Mayr
Starring: -
Bewertung: Freigegeben ab 6 Jahren

Praktische Tipps zum Wechsel der Krankenversicherung

Für viele Versicherte ist die deutsche Krankenversicherung ein zunehmender Quell des Ärgernisses; eine endlose Liste von ehemaligen Leistungen wurde aus dem Leistungskatalog der Krankenkassen entfernt, und es entsteht der Eindruck, daß nur noch abkassiert, aber nicht mehr geleistet wird. Auch die Bilanzen der Versicherungsunternehmen belegen dies: Die Versicherungen fahren Millionen von Überschüssen ein und zahlen ihren Vorständen sechsstellige Jahresgehälter.

Da stößt es einem schon sauer auf, wenn die eigene Kasse weder das Brillengestell, noch Zahnersatz oder Prophylaxemaßnahmen bezahlen möchte; und lebensgefährlich wird diese kollektive Leistungsverweigerung der Krankenkassen, wenn nicht einmal mehr die Krebstherapie nach Wahl bezahlt wird - die Kassen können, müssen jedoch mistelbasierte Präparater nicht mehr bezahlen.

Erfahrungsbericht zum Elektrorasierer Braun Series 5 Modell 5090CC

Im Rahmen eines Produkttests hatte ich die Möglichkeit, einen Elektrorasierer Braun 5090CC aus der "Series 5" für einige Wochen auszuprobieren. Dabei handelt es sich um einen höherwertigen Herrenrasierer mit Reinigungsstation, der - wie jeder neue Rasierapparat - schneller, gründlicher und schonender rasieren soll. Bei einem stattlichen Listenpreis von 299,- Euro sollte er das auch, sonst dürfte sich die Kundschaft eher rar machen.

Neben der Reinigungs-/Basisstation wird das Gerät mit allerlei anglizistischen Maketing-Buzzwords wie "FlexMotionTec", "UltraActiveLift" und "Clean&Charge" beworben, die für sich genommen wenig Aussagekraft besitzen und eigentlich ein Glossar (oder einen wortgewandten Verkäufer) erfordern, um mit Bedeutung gefüllt zu werden. Um es vorwegzunehmen: Nach meinem Eindruck hat Braun den Elektrorasierer mit dem Series 5 5090CC nicht gerade neu erfunden, aber doch einige interessante Detailverbesserungen vorgenommen, die einen näheren Blick wert sind.

Ubuntu entfernt Seamonkey aus Paketquellen von 'Precise Pangolin'

Ubuntu Help: Seamonkey (Screenshot)

Benutzer der Internet-Suite Seamonkey erleben ihr blaues Wunder, wenn sie auf Ubuntu 12.04 (Precise Pangolin) aktualisieren: Sang- und klanglos wurde die Anwendungssuite vollständig aus den Universe-Paketquellen entfernt. Migrationspfade für die bestehenden Profile - beispielsweise zu Firefox oder Thunderbird - werden nicht angeboten.

Absurderweise lobte die offizielle Ubuntu-Dokumentation Seamonkey zuletzt noch im Februar 2011 "all-in-one internet application suite that is a continuation of The Mozilla Foundation's Application Suite" und behauptet auch jetzt noch, das Community-Projekt ließe sich über das "Ubuntu Software Center" bzw. sudo apt-get install seamonkey installieren. Doch das stimmt nicht (mehr). Ebenso wie Ubuntus Community-Bekenntnis ist auch die Dokumentation obsolet.

Tangysoft Usenext Client unter Ubuntu 12.04 ›Precise Pangolin‹

Usenext Client - Tangysoft - Versionswirrwarr

Der Usenet-Provider Usenext bietet derzeit eine Zugangssoftware für Debian-basierte Linuxe an, die unter aktuellen Versionen von Ubuntu (11.10, 12.04) nicht lauffähig ist.

Das bezieht sich auf Programmversion 5.27, die Usenext im Downloadbereich paketiert für "Ubuntu, Debian, Knoppix, Gentoo" anbietet. Was der Anbieter hier treibt, ist leider mehr als undurchsichtig; im erläuternden Text steht nämlich etwas vollkommen anderes: Demnach aktuell sein soll Version 5.25 vom 27. August 2010 - was also anderthalb Jahre alt wäre.

Der Downloadlink für die Zugangssoftware zeigt dann auch ganz woanders hin, nämlich auf den Server des Herstellers: update.tangysoft.net/download/usenext.deb. Und da bekommt man dann die Archivdatei usenext_5.27.deb.

Update auf Ubuntu 12.04 'Precise Pangolin': Heute machen wir mal das Netzwerk kaputt

Traditionell tut sich Ubuntu bei Systemgrades mit der Netzwerkunterstützung schwer. Jahrelang stand man nach einem Upgrade mit schönster Regelmäßigkeit erstmal ohne Netzwerk da und mußte nach immer neuen Fehlerursachen suchen. Beispielsweise wurde da einfach mal resolvconf installiert, aber nicht konfiguriert; oder der Gnome-Netzwerkmanager hebelte sämtliche manuell in /etc/network/interfaces konfigurierten Einstellungen aus und ließ sich gleichzeitig nicht für statische IP-Adressen konfigurieren. Mit der Zeit gewöhnte man sich daran und machte halt Ubuntu-Upgrades nur noch mit danebenstehenden netzwerkfähigem Zweitrechner, um wenigstens im Internet nach Fehlerursachen recherchieren zu können.

Für Ubuntu 12.04 'Precise Pangolin' hat man sich mal wieder etwas Neues ausgedacht. Bekanntlich macht man ja im Hause Canonical seit einiger Zeit keine halben Sachen mehr, und insbesondere beim Kaputtmachen von funktionalen oder funktionierenden Komponenten haben die Ubuntu-Profis mittlerweile eine verblüffende Kompetenz erworben. Und diesmal hat man anscheinend beschlossen, die Netzwerkunterstützung in 'Precise' mal so richtig in den Orkus zu programmieren.

Im klaren Unterschied zu den sonst bei Canonical üblichen Hinterzimmerentscheidungen hat der verantwortliche Entwickler Stéphane Graber allerdings dokumentiert, warum jetzt wieder mal netzwerkmäßig so gar nichts mehr geht nach einem Upgrade.

Umzug auf den neuen OVH EG 2011 Best OF

Dieser Erfahrungsbericht fasst vermischte Feststellungen des Umzugs auf den neuen OVH SuperPlan 2011 Best OF zusammen. Es handelt sich um einen Bestandteil des Erfahrungsberichts zum OVH SuperPlan 2011 Best OF unter Debian GNU/Linux.

Installation zusätzlicher Anwendungen auf dem OVH EG 2011 Best OF

Installation zusätzlicher Anwendungen auf dem OVH SuperPlan 2011 Best OF - Erfahrungsbericht zum OVH SuperPlan 2011 Best OF unter Debian GNU/Linux.

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