Bestellvorgang und Bereitstellung des OVH SuperPlan 2011 Best OF

Erfahrungsbericht zum OVH SuperPlan 2011 Best OF unter Debian GNU/Linux

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Dieser Abschnitt unseres Erfahrungsberichts zum OVH SuperPlan 2011 Best OF unter Debian GNU/Linux beschäfigt sich ausschließlich mit vertraglichen und organisatorischen Aspekten des Server-Hostings bei OVH.

Während sich in den vergangenen Jahren Server-Bestellungen und -Wechsel bei Strato als zeitlich und organisatorisch unkalkulierbar erwiesen hatten, stellt dieser Erfahrungsbericht die Situation bei OVH der bei Strato gegenüber.

Wechselvorbereitung

Eine interne Vorbereitung eines Rootserver-Wechsel innerhalb von OVH führten wir nicht durch, daher musste der alte Rootserver bei Strato lediglich fristwahrend gekündigt werden.

Dazu lässt man sich vom Kundensupport den nächsten Kündigungstermin mitteilen und bestätigt die Kündigung. Wir haben in den vergangenen Jahren bei Strato regelmäßig widersprüchliche Angaben zum tatsächlichen Kündigungstermin erhalten und mussten feststellen, dass Diskussionen über den richtigen Termin fruchtlos verlaufen. Man sucht sich daher einen der Termine aus, die vom Support genannt werden und nagelt Strato darauf schriftlich fest. Macht man das schriftlich, also per Telefax mit qualifiziertem Versandnachweis oder Sackpost mit Einschreiben und Rückschein, gab es dann bei uns keine Probleme mehr.

Bestellvorgang

Bei OVH verlaufen Bestellvorgänge ein wenig anders ab als bei Strato. Man registriert sich dazu auf der OVH-Website als "Kontakt" und bestätigt die Kommunikationsdaten durch einen Code, der per SMS aufs Handy geschickt wird. Auf den Produktseiten wird die Anzahl der verfügbaren Server des jeweiligen Produkts angezeigt; diese Angaben scheinen auch korrekt zu sein, jedenfalls war der bestellte Rootserver bei OVH verfgbar und konnte auch verzögerungsfrei bereitgestellt werden. Das ist bei Strato ganz anders; gibt es dort einen Engpass, hakt der Bereitsellugnsvorgang einfach auf unbestimmte Zeit und ohne Angabe von Gründen.

Was bei OVH ebenfalls vollkommen anders gehandhabt wird: Es gibt keine Widerrufsbelehrung und zunächst auch keinen wirksamen Vertragsabschluss. Man gibt lediglich eine Bestellung auf und bekommt als Bestätigung eine Kopie des Bestellschein per E-Mail zugesandt.

Bei OVH kommt ein Vertrag erst dann zustande, wenn die Leistung kundenseitig beglichen wurde. Vorher passiert gar nichts; bezahlt man nicht, verfällt die Bestellung einfach nach zwei Wochen. Ähnlich verläuft wohl auch die Kündigung: Bezahlt man nicht mehr, wird der Server einfach abgeschaltet.

Nachteil dieser Prozedur: Der Kunde bekommt in seinem Kundenbereich keinerlei Rückkopplung, was er denn bestellt hat und wie der Bearbeitungsstand ist:

"Sobald die Zahlung angekommen ist, erhalten Sie eine E-Mail unseres automatischen Zahlungssystems. Anschließend wird Ihr Bestellschein dann angestoßen und bearbeitet."
"Den aktuellen Status der Bestellung können Sie dann auch direkt im Manager unter Verwaltung - Meine Rechnungen - Bestellungen, die gerade bearbeitet werden einsehen."
"Dass die Bestellungen nicht direkt dort erscheinen hängt damit zusammen, dass alle Bestellscheine bei OVH solange unverbindlich

sind, bis eine Zahlung eingeht. Aus diesem Grund erhalten Sie für jeden Bestellschein, den Sie erzeugen eine E-Mail. Ob Sie diesen dann begleichen, bleibt also Ihnen überlassen."

Weil es bei OVH wohl häufiger zu Problemen bei der Bezahlung via Lastschrift gekommen ist, bezahlen wir den Rootserver per Banküberweisung im Voraus. Das ist unproblematisch, weil OVH über eine deutsche Bankverbindung verfügt. Als Regellaufzeiten für eine Überweisung wird eine Dauer von zwei bis drei (Werk-) Tagen angegeben, und tatsächlich ist unsere Überweisung nach zwei Tagen gebucht.

Genau wie angegeben, ist die Überweisung nach zwei Banktagen gebucht. Im Abstand von wenigen Minuten erhielten wir dann vier E-Mails:

  • Zahlungsbestätigung: "Hiermit bestätigen wir den Erhalt der Zahlung für die Begleichung Ihres Bestellscheins [...]'""
  • Kundenkennung: Bestätigung der Zugangsdaten für den Kundenbereich
  • Serverbereitstellung: "Ihr dedizierter Server wurde soeben mit

Debian 6.0 (Squeeze) installiert!"; diese Mail enthält auch die IP-Adresse, den Hostnamen, das Root-Passwort sowie ein "Server certificate" als PDF-Datei mit einem (sehr knappen) Prüfprotokoll.

  • Rechnung: Link zur Rechnung über den bezahlten Betrag einschließlich des abgedeckten Leistungszeitraums.

Über SSH kann man sich dann sofort auf seinem Rootserver anmelden und sich dort umschauen, und parallel zu den Bestätigungs-Mails taucht der bestellte Server dann auch im Kundenaccount auf.

Insgesamt verläuft dieser Vorgang vollkommen problemlos und vorbildlich transparent. Zum Vergleich dazu: Bestellvorgang und Bereitstellung des Strato HighQ-Server MR6 (2009).

Konkurrenzlos bequem ist es dagegen bei Strato, Domains von einem alten Rootserver auf einen Neuen umziehen zu lassen: Man "verschiebt" die Domains einfach auf den neuen Server - fertig. Der Wechsel von Strato zu OVH - oder einem anderen Domain-Hoster - ist dagegen ein vollwertiger Providerwechsel mit entsprechender KK-Bürokratie.

OVH ›Server certificate‹

Das OVH ›Server certificate‹ vermittelt einen recht professionellen Eindruck; der so genannte "Konformitäts-Test" listet übersichtlich auf, welche Tests wann an welchem Server durchgeführt wurden. Sogar das Rechenzentrum und das Rack wird angegeben - freilich sind das Angaben, die man als Kunde nicht überprüfen kann.

Weitere Angaben aus dem Prüfprotokoll:

Prozessoren

  • Konforme(r) Prozessor(en) - Erkannte(r) Prozessor(en): Intel(R) Core(TM) i5-2400 CPU @ 3.10GHz
  • Frequenz: ok - Die Frequenz Ihrer Prozessoren (3101 Mhz) ist mit den Hersteller-Spezifikationen konform und während des Last-Tests nicht gesunken
  • Last-Test: ok - Auf Ihrem Server wurden verschiedene Last-Tests durchgeführt, der Server ist während deren Ausführung stabil geblieben
  • Temperatur: ok - Die Temperatur ist während des Last-Tests stabil geblieben

Arbeitsspeicher

  • Grösse konform - 15985 MB erkannt
  • Memtest: ok - Bei den Arbeitsspeicher-Tests wurde kein Fehler festgestellt

BIOS

  • Version: ok - Die BIOS-Version ist von OVH freigegeben, erkanntes Mainboard: DH67BL, erkannte BIOS-Version: BLH6710H.86A.0105.2011.0301.1654
  • Virtualisierung aktiviert - Das VMX oder SVM Flag ist vorhanden und die Virtualisierung ist im BIOS aktiviert

Platten

  • Konform - 2 x 2000 GB sata
  • Lese-Geschwindigkeit: ok - sda (serial number : 9WM652TQ) : 129.61 MB/s - sdb (serial number : 9WM668C3) : 131.38 MB/s
  • S.M.A.R.T: ok - Die S.M.A.R.T Tests "Health Status" und "Self Test" waren erfolgreich für Ihre Festplatte(n)
  • Zustand der Sektoren: ok - Es wurden keine defekten Sektoren auf Ihren Festplatten festgestellt
  • Firmware-Versionen: ok - Die Firmware-Versionen Ihrer Festplatten sind von OVH freigegeben


Zunächst einmal muss man einfach loben, dass OVH überhaupt ein solches Prüfprotokoll erstellt und dem Kunden zugänglich macht. Bei Strato gibt es nichts vergleichbares.

Ebenfalls positiv hervorzuheben ist, welche Tests durchgeführt werden - mit denselben Tools würden wir einen eigenen Rechner vor Inbetriebnahme prüfen.

Für einen nichttechnischen Kunden sind die Zusammenfassungen sicherlich auch ausreichend. Doch nun kommt das große Aber: Für einen halbwegs technisch versierten Kunden sind die Angaben durchweg nutzlos, da jegliche Details fehlen.

Mit welchen Parametern wurde der Speicher mit Memtest getestet? Wie lange lief der Test? Welche Last-Tests wurden auf dem Server durchgeführt, wie lange liefen sie? Wie verlief die Temperaturentwicklung und wo liegen die Grenzwerte? Welche Festplatten sind verbaut, was genau lesen die Smartmontools aus? Wie alt sind die Platten bzw. wie viele Stunden sind sie schon gelaufen?

All diese Fragen muss sich der technisch Interessierte leider auch bei OVH selbst verschaffen. Die Angaben aus dem Prüfprotokoll sind so vage, dass sie kaum etwas aussagen. Bedauerlicherweise ist das OVH ›Server certificate‹ in dieser Form dermaßen wenig aussagekräftig, dass es praktisch nutzlos ist.

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