1933

OntoWiki hilft Daten im Web zu verknüpfen

Informatiker der Universität Leipzig entwickeln Basissoftware für das Soziale Semantische Web oder Web 3.0

OntoWiki, Logo

Einen Etat des Bundesministeriums für Bildung und Forschung in Höhe 425.000 Euro erhielt kürzlich die Forschungsgruppe Agile Knowledge Engineering und Semantic Web (AKSW) am Institut für Informatik der Universität Leipzig, die gemeinsam mit drei Leipziger Firmen die Software OntoWiki weiterentwickelt. Insgesamt wurden 757.000 Euro Fördergelder für die vier Projektbeteiligten bewilligt.

OntoWiki - ist ein ein Online-System, dessen Inhalte von den verschiedenen Nutzern nicht nur gelesen, sondern auch nach eigenen Vorstellungen ergänzt und geändert werden können. Das bekannteste Wiki ist Wikipedia; dort allerdings können nur Texte eingebracht oder bearbeitet werden. Den Begriff ›Onto‹ haben die Leipziger Informatiker von Ontologie abgeleitet, also der Wissenschaft von der semantischen Struktur.

"Unsere 'OntoWiki'-Software vermag Informationen wesentlich komplexer zu verknüpfen als es Wikis wie z.B. Wikipedia erlauben", erläutert Dr. Sören Auer, Leiter der AKSW-Arbeitsgruppe. "Sie stellt nicht nur Texte nebeneinander, sondern verbindet ganze Datenbanken im Web."


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Neue Daten zu Kinderlosigkeit und Geburten

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, gaben 87 Prozent der 50- bis 75-jährigen Frauen an, Kinder geboren zu haben. Entsprechend waren 13 Prozent der Frauen dieser Altersgruppe kinderlos geblieben. Das zeigen die vorläufigen Ergebnisse des Mikrozensus für das Jahr 2008 (ersten drei Quartale), der größten jährlichen Haushaltsbefragung in Europa.

Bei Frauen im Alter von 50 bis 75 Jahren (Frauenjahrgänge 1933 bis 1958) ist davon auszugehen, dass sie keine eigenen Kinder mehr bekommen werden. In den neuen Ländern (ohne Berlin) ist der Anteil der Frauen, die Kinder auf die Welt gebracht haben, deutlich höher als im früheren Bundesgebiet (ohne Berlin). 92% der ostdeutschen und 86% der westdeutschen Frauen im Alter von 50 bis 75 Jahren hatten Kinder geboren.


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Online-Portal ›Virtuelle Judaica-Sammlung‹ lässt ›Freimann-Sammlung‹ neu entstehen

Buchmesse zeigt Einblicke in die virtuell wiederhergestellte Judaica-Sammlung

Die Universitätsbibliothek (UB) Frankfurt am Main präsentiert in Kooperation mit Walter Nagel und Semantics auf der Frankfurter Buchmesse ein Digitalisierungsprojekt, durch das eine historisch einmalige Quellensammlung Jüdischer Studien online kostenlos zur Verfügung gestellt wird: Mit Hilfe der Software-Lösung ›Visual Library‹ soll bis 2010 die ehemals renommierte Judaica-Sammlung zur Wissenschaft des Judentums neu entstehen.

Diese ist nach ihrem ehemaligen Bibliothekarischen Betreuer international auch als Freimann-Sammlung bekannt. Unter Prof. Dr. Aaron Freimann entwickelte sie sich bis 1933 zur bedeutendsten europäischen Fachbibliothek an historischer Literatur zur Wissenschaft des Judentums.

Im Verlauf des DFG-Geförderten Projekts wird der gesamte in Frankfurt am Main enthaltene Bestand der 'Freimann-Sammlung' mit Technologie 'Made in Germany' digitalisiert und systematisch erschlossen, um einen freien, schnellen und uneingeschränkten Zugriff auf die historischen Bücher zu ermöglichen. Die Sammlung soll in virtueller Form unter Judaica-Frankfurt.de verfügbar gemacht werden.


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Residentenliste: Liste jüdischer Einwohner in Deutschland in der Zeit von 1933-1945

Für die Stiftung ›Erinnerung, Verantwortung und Zukunft‹ (EVZ) übergab heute ihr Vorstand Günter Saathoff im Bundeskanzleramt an Staatsministerin Hildegard Müller eine Liste jüdischer Einwohner, die in Deutschland zwischen 1933 und 1945 gelebt haben und wegen ihrer jüdischen Abstammung vom nationalsozialistischen Gewaltregime verfolgt und diskriminiert wurden.

Die Idee zur Erstellung der Residentenliste entstand anlässlich von Verhandlungen zur Frage unbezahlter Versicherungsansprüche gegen deutsche Versicherungsunternehmen während der NS-Zeit. Die Bundesregierung und die Stiftung EVZ finanzierten das Projekt, inhaltlich umgesetzt wurde es vom Bundesarchiv.

Aus circa 2,5 Millionen Datensätzen ist es mit viel Engagement und großer Sorgfalt gelungen, rund 600.000 Menschen jüdischen Glaubens zu identifizieren. Das Verzeichnis soll in erster Linie eine Grundlage für Familienrecherchen sein, aber auch der wissenschaftlichen Forschung dienen.


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Oswald Spengler: Der Untergang des Abendlandes (2007)

Nummer: 
152

Der Untergang des Abendlandes von Oswald Spengler ist ein Band der Digitalen Bibliothek von Directmedia aus dem Jahr 2007. Alle wichtigen Schriften Spenglers liegen hier erstmals vereint in einer digitalen Edition vor.

Noch heute scheiden sich an dem einflussreichen deutschen Geschichtsphilosphen und Kulturkritiker Oswald Spengler (1890-1936) die Geister. Selbst seine schärfsten Kritiker können ihm ein gewisses Format nicht absprechen, seine Bewunderer nicht ohne Vorbehalte sein. So schrieb Theodor W. Adorno: »Spengler hat kaum einen Gegner gefunden, der sich ihm gewachsen gezeigt hätte: das Vergessen wirkt als Ausflucht.«

»Der Untergang des Abendlandes« ist das folgenreichste Werk Spenglers. Die von ihm diagnostizierte Krise des abendländischen Bewusstseins und seine Deutung der Wilhelminischen Ära muss als Lektürehintergrund der Intellektuellen seiner Zeit vorausgesetzt werden.


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Bibliographische Daten
Image of Oswald Spengler: Der Untergang des Abendlandes
Verlag: Directmedia
Operating System:
Preis: EUR 30,00

Victor Klemperer: Die Tagebücher 1933-1945 (2007)

Nummer: 
150

Die Tagebücher 1933-1945 von Victor Klemperer ist ein Band der Digitalen Bibliothek von Directmedia aus dem Jahr 2007.

Die Erstveröffentlichung einer umfassenden Auswahl aus den Tagebüchern Victor Klemperers war ein Meilenstein für die Erforschung des nationalsozialistischen Alltags. Jeder, der sich mit der gesellschaftlichen Realität der NS-Zeit beschäftigt, greift heute auf die Klemperer-Tagebücher als Quelle zu.

Jetzt erscheint zum ersten Mal die vollständige Transkription der handschriftlichen Tagebuchaufzeichnungen. Mit der digitalen Ausgabe wird erstmals auch das Faksimile der kompletten Handschrift veröffentlicht. Die CD-ROM-Ausgabe hat mit ca. 15.000 Seiten etwa den dreifachen Umfang der in Buchform erschienenen Auswahl-Edition.

Die Tagebuchtexte werden von dem Herausgeber Walter Nowojski umfassend kommentiert. Ein Anhang mit Kurzbiographien aller relevanten in den Tagebüchern vorkommenden Personen ermöglicht einzigartige Einblicke in die Geschichten der Zeit- und Leidensgenossen Victor Klemperers.


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Bibliographische Daten

1. Feuerspruch

Zeit: 
Raum: 

"Gegen Klassenkampf und Materialismus, für Volksgemeinschaft und idealistische Lebenshaltung. Ich übergebe der Flamme die Schriften von Marx und Kautsky".

3. Feuerspruch

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"Gegen Gesinnungslumperei und politischen Verrat, für Hingabe an Volk und Staat! Ich übergebe der Flamme die Schriften von Friedrich Wilhelm Förster".

4. Feuerspruch

Zeit: 
Raum: 

"Gegen seelenzerfasernde Überschätzung des Trieblebens, für den Adel der menschlichen Seele! Ich übergebe der Flamme die Schriften des Sigmund Freud".

5. Feuerspruch

Zeit: 
Raum: 

"Gegen Verfälschung unserer Geschichte und Herabwürdigung ihrer großen Gestalten, für Ehrfurcht vor unserer Vergangenheit! Ich übergebe der Flamme die Schriften von Emil Ludwig und Werner Hegemann".

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