Für die Stiftung ›Erinnerung, Verantwortung und Zukunft‹ (EVZ) übergab heute ihr Vorstand Günter Saathoff im Bundeskanzleramt an Staatsministerin Hildegard Müller eine Liste jüdischer Einwohner, die in Deutschland zwischen 1933 und 1945 gelebt haben und wegen ihrer jüdischen Abstammung vom nationalsozialistischen Gewaltregime verfolgt und diskriminiert wurden.
Die Idee zur Erstellung der Residentenliste entstand anlässlich von Verhandlungen zur Frage unbezahlter Versicherungsansprüche gegen deutsche Versicherungsunternehmen während der NS-Zeit. Die Bundesregierung und die Stiftung EVZ finanzierten das Projekt, inhaltlich umgesetzt wurde es vom Bundesarchiv.
Aus circa 2,5 Millionen Datensätzen ist es mit viel Engagement und großer Sorgfalt gelungen, rund 600.000 Menschen jüdischen Glaubens zu identifizieren. Das Verzeichnis soll in erster Linie eine Grundlage für Familienrecherchen sein, aber auch der wissenschaftlichen Forschung dienen.
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